Kings League sammelt Millionen ein und schielt auf andere Sportarten
Heute von Kollege Henning Eberhardt.
Die Kings League arbeitet weiter intensiv an ihrer globalen Expansion. Die von Gerard Piqué gegründete Creator-geführte Fußballliga hat dafür in einer jüngsten Finanzierungsrunde 63 Millionen US-Dollar eingesammelt – und will ihr Konzept künftig auch auf andere Sportarten ausweiten.
Wer investiert? Die Runde wird von Alignment Growth angeführt, einem in den USA ansässigen Investor mit Fokus auf Medien und Entertainment. Bestehende Gesellschafter beteiligten sich ebenfalls an der Finanzierung.
Wofür ist das Geld? Laut Gründer und Chairman Gerard Piqué wolle die bis dato ausschließlich im Fußball aktive Kings League gemeinsam mit dem US-Investor ihre "internationale Expansion vorantreiben, neue Zielgruppen erschließen" und – das ist durchaus ein Novum – "perspektivisch auch weitere Sportarten in Betracht ziehen". Welche Sportarten damit gemeint sind, ist jedoch noch unklar. Darüber hinaus würden "strategische Akquisitionen" geprüft. In Summe hat die Kings League seit Start in Spanien im Jahr 2023 bislang über 160 Millionen US-Dollar an Finanzierungsmitteln eingesammelt.
Was macht die Konkurrenz? Auch die Baller League hat sich Ende 2024 frisches Geld von Investoren besorgt. Angeführt von EQT Ventures sammelte die Liga in einer Finanzierungsrunde 25 Millionen US-Dollar ein. Das Investment folgte auf eine Finanzierung von acht Millionen US-Dollar durch diverse Business Angels. Mit dem ausgerufenen Ziel, die "erfolgreichste Creator-Fußballliga Europas" zu werden, hat derweil im Mai 2025 die von Ex-Profi Toni Kroos und Streaming-Größe Elias Nerlich gegründete Icon League Millionen eingesammelt. Eingestiegen war seinerzeit unter anderem das Family Office von Jürgen Klopp. Im November folgte schließlich eine 15 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierung, im Zuge dessen David Fischer, ehemals Partner bei HV Capital, als CEO zur Icon League wechselte.
Wie geht's in Deutschland weiter? Während die Baller League jüngst ihr temporäres Aus im deutschen Markt bestätigt hatte, rief die Icon League postwendend den Start ihrer vierten Saison in Berlin für März aus. Im Rahmen der Verkündung der abgeschlossenen Finanzierungsrunde teilte nun auch die Kings League mit, hierzulande ebenfalls im März in die nächste Saison starten zu wollen. Spielort bleibt wie bisher Köln.