Peter Steinberger im OMR Podcast • Kirche vs. KI • Uber will Delivery Hero • EU bestraft Google • Klage gegen Tiktok wegen KI-Stimm-Klon ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
OMR27 PRE-SALE BANDEROLE
Christian

Moin aus Hamburg,

heute im OMR Daily Newsletter: 

  • Wie der Typ tickt, der Openclaw erfunden hat: Peter Steinberger im OMR Podcast 
  • Was der Papst zu KI sagt. Das steht in der Enzyklika "Magnifica humanitas"  
  • Welche Delivery-Hero-Konkurrenten sich um die Übernahme der Berliner battlen  
  • Warum die EU-Kommission Google eine Rekordstrafe aufdrücken will 
  • Welcher Synchronsprecher wegen eines vermeintlichen Stimm-Klons Tiktok verklagt

Stopp! Ehe du weiterliest: Gefällt dir der Newsletter? Dann empfiehl ihn weiter. Geht ganz einfach über diesen Link und dauert nur wenige Sekunden. Vielen Dank – und jetzt viel Spaß beim Lesen!

 

Anzeige

HORIZONT BANNER AKTION: Digital 6 Monate für unschlagbare 99 €.

Er löste den KI-Agenten-Hype aus: Openclaw-Gründer Peter Steinberger im OMR Podcast

Peter Steinberger

Es muss schon viel passieren, damit sich Meta-Chef Mark Zuckerberg persönlich einschaltet in die Talent-Akquise: Peter Steinberger war so ein Fall. Mit seinem KI-Agenten-Projekt Openclaw hat er in kürzester Zeit einen regelrechten Hype ausgelöst – und das Interesse der großen Tech-Riesen geweckt. Am Ende entschied sich Peter Steinberger für den Wechsel zu OpenAI. Aber warum eigentlich? Darum geht es in dieser Folge, in der der Österreicher außerdem verrät, welche Aufgaben Openclaw für ihn inzwischen übernimmt.

 

Hier hörst du die neue OMR Podcast-Episode – einer Folge des "OMR Silicon Valley Updates" von unserem Kollegen Christian Byza, der Peter Steinberger relativ spontan per Videocall interviewen konnte. 

DAS WILL ICH HÖREN!

Die News des Tages

"Die KI muss entwaffnet werden", sagt Papst Leo XIV.

 

Das Oberhaupt der katholischen Kirche widmet künstlicher Intelligenz einen 42.000 Wörter umfassenden Text. Ein weltferner Zwischenruf zum allgegenwärtigen Tanz um das goldene Kalb – oder der Kommentar, der die Entwicklung verändern wird?

 

Worum geht es? Am Pfingstmontag veröffentlichte Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika "Magnifica humanitas". Thema ist die ethische und gesellschaftsverträgliche Gestaltung von KI. Zentral ist dabei die Versöhnung der globalen Herausforderungen der digitalen Transformation mit der Bewahrung der menschlichen Würde.

 

Was sind die zentralen Thesen? Der Papst betont, dass Technologie niemals neutral sein kann, sondern immer die Interessen ihrer Schöpfer*innen widerspiegelt. Wenn die Effizienz zum alleinigen Maßstab erheben, drohe eine Sicht auf den Menschen als immer weiter zu optimierendes Projekt. Zudem bestehe die Gefahr einer massiven Macht- und Wohlstandskonzentration in den Händen weniger Tech-Milliardäre, was Demokratien schwächen und Ungleichheit verschärfen könne.

 

Was hält der Papst von KI? Papst Leo XIV. verdammt die Technologie nicht pauschal. Er würdigt KI als "wertvolles Hilfsmittel" mit dem Potenzial, Krankheiten zu heilen, Bildung zu fördern und die Umwelt zu schützen. Gleichzeitig warnt er eindringlich vor den Risiken: digitaler Ausbeutung, Desinformation ("Fake News") und dem Kontrollverlust durch Algorithmen.

 

Er zieht außerdem eine direkte Parallele zur Industriellen Revolution. Das Schreiben wurde bewusst zum 135. Jahrestag der Enzyklika "Rerum Novarum" von Leo XIII. verfasst. Der reagierte damals auf das Elend der Arbeiterklasse. KI wird vom Papst heute als die neue industrielle Umwälzung eingeordnet, die ähnlich fundamentale Schutzmaßnahmen erfordert.

 

Gibt es biblische Bezüge? Gleich im ersten Satz. Dort verweist die Enzyklika auf die Geschichte vom Turm zu Babel. Die Menschheit stehe vor der Wahl, entweder einen neuen, hochmütigen Turm zu Babel zu errichten oder eine von Gemeinschaft geprägte Stadt Gottes zu bauen.

 

Was fordert der Papst? Zentral ist der Ruf, die KI ökonomisch und militärisch zu "entwaffnen". Es bedarf laut Leo XIV. strenger staatlicher und internationaler Regulierung sowie einer transparenten Verwaltung von Nutzer*innen-Daten.

 

Zudem fordert er ein striktes Verbot, irreversible Entscheidungen über Leben und Tod – wie bei autonomen Waffensystemen – an Maschinen zu übertragen. Historisch bemerkenswert: Der Papst nutzt das Dokument, um sich für die einstige Billigung der Sklaverei durch den Vatikan zu entschuldigen.

 

An Entwickler*innen appelliert Leo XIV, moralische und ethische Prinzipien bereits beim Design von KI-Modellen zu verankern. Eine Entschleunigung der KI-Entwicklung – wie sie ja auch schon aus der Branche heraus gefordert wurde – sei keine Fortschrittsfeindlichkeit, sondern Fürsorge.

 

KI-Nutzer*innen ruft er auf, die Verantwortung für Mitmenschlichkeit und soziale Begegnungen nicht an Algorithmen abzutreten und aktiv für die Wahrheit und den Erhalt des gesellschaftlichen Vertrauens einzutreten.

 

Wie reagiert das Silicon Valley? Dort zeigt man sich gesprächsbereit und defensiv zugleich. Bereits im Vorfeld gab es Treffen im Vatikan. Bei der offiziellen Vorstellung saß mit Anthropic-Mitgründer Christopher Olah sogar ein prominenter Vertreter der Tech-Branche auf dem Podium, was eine teilweise Offenheit für ethische Leitlinien signalisiert, wenngleich die geforderten harten Kontrollen der Tech-Macht bei den potenziell Betroffenen auf heftige Gegenwehr stoßen dürften.

 

Welchen Impact wird die Enzyklika haben? "Magnifica Humanitas" reiht sich in die großen Sozialenzykliken der Kirche (wie 2015 "Laudato si’" von Papst Franziskus zu Umwelt- und Klimafragen) ein. Indem der Papst KI zum Kernthema macht, positioniert sich der Vatikan als globaler moralischer Akteur in einer der wichtigsten Zukunftsfragen der Menschheit. Der Text dürfte in der internationalen Debatten über Tech-Regulierung in den kommenden Jahre eine gewisse Rolle spielen.

 

Wie wirkmächtig die Schrift tatsächlich ist, dürfte vor allem davon abhängen, ob sich Menschen mit politischem oder unternehmerischem Einfluss in ihrem Denken von ihr beeinflussen lassen. Mit dem potenziellen Trump-Nachfolger und zum Katholizismus konvertierten JD Vance und Tech-Strippenzieher Peter Thiel, dem eine wachsende Nähe zu konservativ-katholischen Kreisen nachgesagt wird, gibt es zumindest zwei Kandidaten – sofern sie sich am Ende auch als gute Katholiken erweisen und dem Papstwort unterwerfen.

Zahl des Tages

Das iranische Regime hat das Internet im Land seit 87 Tagen blockiert

Was heute sonst noch wichtig ist:

 

Ubernahme: Der US-Fahrdienstleister Uber plant die Komplettübernahme von Delivery Hero. Das Berliner MDax-Unternehmen bestätigte das Übernahmeangebot. Da Uber bereits rund ein Fünftel der Anteile hält, spekuliert der Markt auf einen Bieterkampf: Die Aktie sprang zeitweise um über 9 Prozent auf 36,69 Euro (Börsenwert: ca. 11 Mrd. Euro). Investoren fordern teils über 40 Euro. Zudem soll laut "Financial Times" auch der US-Rivale Doordash an Teilen des Delivery-Hero-Geschäfts (u.a. im Nahen Osten) interessiert sein. Analysten sehen strategischen Sinn, aber regulatorische Hürden sowie die Möglichkeit einer Zerschlagung.

 

Unsauber: Die EU-Kommission plant laut "Handelsblatt" (€) eine Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich gegen Googles Mutterkonzern Alphabet. Es wäre das erste und bislang höchste Bußgeld nach dem neuen Digital Markets Act (DMA). Brüssel wirft Google vor, eigene Dienste in den Suchergebnissen zu bevorzugen. Die Entscheidung soll vor der Sommerpause verkündet werden. Sprecher Thomas Regnier betonte, man setze primär auf langfristige Verhaltensänderungen, werde aber konsequent durchgreifen. Zuletzt hatte die EU Google mehr Zeit für Nachbesserungen eingeräumt, da erste Vorschläge ungenügend waren.

 

Unerhört: Der japanische Synchronsprecher Kenjiro Tsuda, bekannt aus der Manga-Serie "Chainsaw Man", geht gerichtlich gegen Tiktok vor. Ein anonymer Account soll seit Juli 2024 in 188 Videos seine Stimme unerlaubt per KI imitiert und damit bis zu 750.000 Yen (rund 4.000 Euro) verdient haben. Tsuda fordert die Löschung und beruft sich auf seine "Publicity Rights". Sein Anwalt sieht darin einen Präzedenzfall für die gesamte Branche. Tiktok weist die Vorwürfe zurück: Es handle sich um eine generische Stimme, trainiert mit der Stimme eines Freundes des Users. Die erste mündliche Verhandlung folgt im Sommer.

    Plus / Minus

    Mario Meiners, Gründer und CEO von Peek.ai

    Aufstrebend: Das Berliner Startup Peek.ai nimmt getragen vom Hype um KI langsam Kurs auf Unicorn-Status. Laut einer internen Präsentation, die "Techcrunch" einsehen konnte, macht das GEO-Unternehmen, das seinen Kunden hilft, ihre Sichtbarkeit in KI-Chatbots zu ermitteln und zu steigern, inzwischen aufs Jahr hochgerechnet einen Umsatz von 10 Millionen Euro. Läuft für Gründer und CEO Mario Meiners. 

    Look

    Auserzählt: "Die Zuschauer, wo sie denn sind, hm?" Nie lief das Startwochenende für einen "Star Wars"-Film schlechter als im Fall von "The Mandalorian and Grogu". Gerade einmal 82 Millionen Dollar spielte das neue Sequel (zählt noch wer mit?) an den US-Box-Offices ein. Zum Trost: In der Gesamt-Kalkulation spielen Kinoerlöse gegenüber Streaming und Merchandise eine immer untergeordnetere Rolle. (Bild: Disney)

    Hat dir der heutige Newsletter gefallen?

    2   1

    Du findest unseren Newsletter ganz cool? Dann empfiehl uns gern weiter: Einfach deinen Freunden diesen Link schicken und dann können sie sich anmelden.

    Dir ist eine wöchentliche Zusammenfassung lieber als tägliche Mails? Dann klicke hier und melde dich für "Rolands Recap" an. Jeden Freitag schaut der OMR Chefredakteur auf die Woche zurück und fasst für dich die wichtigsten News zusammen.

    Oder du passt hier deine Präferenzen für individuellen Marketing-Content an.
    Und wenn du Bock auf Rabatte als Geburtstagsgeschenk oder Spitzname aus dem Freundeskreis hast, kannst du uns gern ein paar Infos zu dir lassen. Danke, dass du ein Teil der OMR-Community bist!

    Instagram
    LinkedIn
    TikTok
    Facebook
    X
    Website

    OMR | Ramp106 GmbH, Lagerstraße 36, 20357 Hamburg, Deutschland

     

    Vertreten durch: Philipp Westermeyer, Jasper Ramm, Isabelle Gardt, Philipp Isfort

    ⁠Eintragung im Handelsregister, Registergericht: Amtsgericht Hamburg
    ⁠Registernummer: HRB113109
    ⁠

    Abmelden