XBOX struggelt, Broadcom x Apple, TeraWulf x Anthropic, Easyjet, Solstice, Lockheed Martin, Thales, Novartis, TKMS, Griechenland-Comeback ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
OAWS_Newsletter_black

Gestern war mal wieder Merger Monday, und es gab dabei auch eine kuriose Meldung: Der US-Medienkonzern Versant, dem unter anderem CNBC und der Golf Channel gehören, kauft nämlich für rund 530 Millionen Dollar den Golf-Simulator-Hersteller Full Swing. Klingt erstmal wild, passt aber zur Strategie, rund um die eigenen TV-Marken auch abseits vom klassischen Fernsehen Geld zu verdienen.


Die anderen Deals und weiteren News gibt's unten.

 

Guten Start in den Tag von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 06.07.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.818+0.15%
STOXX 506.398-0.23%
S&P 5007.537+0.72%
NASDAQ26.121+1.12%
Bitcoin63.559 $-0.05%
TKMS93.30 €+11.07%

Zahl des Tages: 3.200. So viele Jobs streicht Microsoft (-1%) in seiner Gaming-Sparte, also rund 20% der Xbox-Belegschaft. Dazu kommen nochmal 3.200 Stellen außerhalb von Xbox, vor allem im Vertrieb. Die neue Xbox-Chefin hat intern ziemlich deutlich geschrieben, dass das Geschäft "nicht gesund" ist und die Margen drei- bis zehnmal niedriger sind als bei vergleichbaren Firmen. Besonders bitter, wenn man bedenkt, dass Microsoft 2023 noch rund 70 Mrd. $ für Activision Blizzard auf den Tisch gelegt hat. 

Thema des Tages:

Broadcom verlängert mit Apple

Broadcom

Apple (+1%) und Broadcom (+4%) haben einen neuen Multi-Jahres-Deal bis 2031 geschlossen. Broadcom entwickelt darin maßgeschneiderte Chips, die in mehreren Generationen von Apple-Produkten landen sollen. Die Aktie war gestern rund 5% im Plus.

 

Ganz neu ist die Partnerschaft nicht. Broadcom liefert Apple schon lange Bluetooth- und 5G-Komponenten fürs iPhone. Spannend ist der Deal trotzdem, weil Apple zuletzt eigentlich versucht hat, unabhängiger von Broadcom zu werden. 

 

Warum ist das so wichtig für Broadcom?

 

Rund 20% vom Jahresumsatz macht die Firma mit Apple. Dass dieser Kunde jetzt bis 2031 gebunden ist, gibt Planungssicherheit für einen erheblichen Teil des Geschäfts. Insgesamt war gestern sowieso ein guter Tag für Chip-Aktien: AMD (+7%), Micron (+1%) und Intel (+2%) waren jeweils im Plus.

 

Jetzt aber zu den Deals des Tages:

  • EasyJet (+9%) hat sich mit dem US-Private-Equity-Investor Castlelake auf eine Übernahme geeinigt. Das Angebot liegt bei rund 7,5 Mrd. $. Castlelake hatte zuvor schon fünf Angebote gemacht, das letzte wurde noch im Juni abgelehnt. Bis Anfang August muss jetzt ein verbindliches Angebot her. Das Timing ist interessant, weil Airlines gerade unter Druck stehen: Der Branchenverband IATA schätzt, dass sich die Gewinne durch gestiegene Kerosinpreise halbieren könnten.
  • Solstice Advanced Materials (-15%) übernimmt Element Solutions für 14,5 Mrd. $, großteils in Aktien. Der Honeywell-Spin-off ist erst vor acht Monaten an die Börse gekommen, die Aktie ist seitdem 75% gestiegen. Diese starke Bewertung nutzt Solstice jetzt als Währung für den Zukauf. Element stellt Spezialmaterialien für Halbleiter her.
  • Lockheed Martin (-2%) kauft für 3,5 Mrd. $ Ultra Maritime, spezialisiert auf U-Boot-Ortung (Sonarsysteme, Sonarbojen, Torpedo-Abwehr). Verkäufer ist der Private-Equity-Investor Advent, der in drei Jahren nur rund 170 Mio. $ investiert hatte. Heißt auf Deutsch: verzwanzigfacht.
  • Thales (+1%) plant die Übernahme des Unterwasserdrohnen-Konzerns Exail (+2%) für 4 Mrd. $. Das entspricht einem Aufschlag von 44% auf den Kurs von Ende Juni. Auch Konkurrent Safran war interessiert, hat die Firma aber nur auf knapp die Hälfte bewertet.
  • Novartis (-2%) kauft das britische Biotech Myricx Bio für bis zu 1,5 Mrd. $, um die Krebs-Pipeline zu stärken. Die Firma wurde erst 2019 gegründet und die wichtigsten Wirkstoffkandidaten sind noch nicht mal am Menschen getestet. Bei der letzten Finanzierungsrunde 2024 hat Myricx gerade mal 120 Mio. $ eingesammelt.

Was sonst noch los war:

  • TeraWulf (+5%) hat einen 20-Jahres-Mietvertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic geschlossen. Der soll fast 20 Mrd. $ Umsatz bringen. Konkret geht's um einen KI-Campus in Kentucky mit rund 400 Megawatt Kapazität. Der Bitcoin-Miner treibt damit seinen Umbau Richtung KI-Infrastruktur voran. Seit Jahresanfang hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.
  • TKMS (+11%) kriegt wohl den Zuschlag für einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada. Konkret geht's um zwölf U-Boote, der Deal soll über 10 Mrd. $ einbringen. TKMS hat sich dabei gegen Hanwha Ocean aus Südkorea durchgesetzt.

In der Kurz-Analyse:

Walmart setzt auf Optiker

Bildschirmfoto 2026-07-06 um 17.34.50

Walmart bildet jetzt eigene Optiker aus. Der Grund: In den USA sind die Nachwuchsprobleme bei Optikern laut Revelio Labs heftiger als bei 85% aller anderen untersuchten Berufe. Walmarts Vision Center in den eigenen Filialen spüren das direkt.

 

Das Programm: zwei Jahre Training, ein Abschluss in "Optician Science", und wer durchkommt, verdient hinterher fast doppelt so viel. Die Lizenz würde normalerweise über 20.000 $ kosten, Walmart übernimmt das komplett. Erstmal starten 30 Mitarbeiter, aber mit über 1,5 Mio. Angestellten ist der Pool riesig.

 

Neu ist das Konzept nicht. Walmart hat schon über tausend Mitarbeitern den LKW-Führerschein finanziert und über 600 Wartungstechniker ausgebildet. Bei Kühltechnik macht das eigene Personal mittlerweile 75% der Arbeiten, das spart Kosten.

 

Von diesen Programmen erhofft sich Walmart künftig Wachstum:

  • Das Optik-Business: Macht weniger als 0,5% vom 700 Mrd. $ Gesamtumsatz aus - sind aber trotzdem über 2 Mrd. $ und damit so viel wie Fielmanns weltweiter Umsatz. Für Fielmann, die mit über 230 US-Filialen den 70 Mrd. $ Markt als größten Wachstumshebel sehen, ist Walmart ein ernsthafter Gegner.
  • Die Finanz-App OnePay: 6 Mio. monatlich aktive Nutzer, doppelt so viele wie vor einem Jahr. Aufs Jahr gerechnet werden 50 Mrd. $ an Zahlungen abgewickelt, auch eine Verdopplung. Zuletzt mit 4 Mrd. $ bewertet. Neue Mitarbeiter können ihr Gehalt in 20 Sekunden auf ein OnePay-Konto bekommen, inklusive vorgezogener Lohnauszahlung und besserer Zinsen. Zwei Drittel nutzen danach mindestens ein weiteres Produkt. Über 80% der Ausgaben auf OnePay-Karten laufen schon außerhalb von Walmart-Filialen.

Aber diese Wachstumswetten gibt's nicht umsonst. Walmart handelt mit einem erwarteten KGV von fast 40, klar über dem Zehn-Jahres-Schnitt von circa 25. Damit ist der Einzelhändler teurer bewertet als viele Tech-Konzerne. Die Nettogewinnmarge liegt bei 3%, in den besten Jahren waren es fast 4%.

 

Würde man da wieder hinkommen, wären das allein 25% Gewinnwachstum und das KGV würde auf 30 sinken. Keine absurde Bewertung, aber auch keine, bei der man die Zukunftswetten kostenlos dazu kriegt. Die Aktie hat seit dem High vor zwei Monaten knapp 20% verloren, weil trotz guter Quartalszahlen die Prognose nicht erhöht wurde.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Pleite Griechen? War einmal

Bildschirmfoto 2026-07-06 um 17.59.35

Vor 15 Jahren titelte die Bild noch "Pleite-Griechen". Heute wächst die griechische Wirtschaft doppelt so schnell wie der Euroraum-Durchschnitt. Der Athex Composite, Griechenlands Leitindex, hat in zwölf Monaten über 30% zugelegt. Beim DAX waren es unter 10%.

 

Das hat auch MSCI gesehen: Im Mai 2027 steigt Griechenland wieder in die entwickelten Märkte auf. Während der Schuldenkrise war das Land rausgeflogen und damit auch nicht Teil des MSCI World. Laut Morgan Stanley sollen nach dem Aufstieg netto 700 Mio. € in den Aktienmarkt fließen. Kurzfristig könnte es Verkaufsdruck geben, weil Emerging-Market-Fonds ihre griechischen Positionen abstoßen müssen.

 

Wie könnte man von der wiedererstarkten Griechen-Wirtschaft profitieren?

  • Der ETF-Weg: Mit dem Amundi MSCI Greece gibt es nur einen in Deutschland handelbaren ETF (+33% in zwölf Monaten). Haken: Über 60% stecken in den vier größten griechischen Banken und im griechischen Coca-Cola-Abfüller. Das Fondsvermögen von 400 Mio. € ist überschaubar.
  • Kri-Kri Milk: Griechischer Joghurt, boomt dank des Trends zur gesunden Ernährung. Umsatz letztes Jahr +28% auf rund 330 Mio. €. An der Börse nur 660 Mio. € wert.
  • Karelia Tobacco: Verantwortlich für jede dreihundertste Zigarette weltweit. Operative Marge von 38%, und auf der Bilanz liegen 700 Mio. € Cash bei nur 1 Mrd. € Börsenwert. Das profitable Business wird also mit knapp 300 Mio. € bewertet. Der Haken: Die Familie hält fast alle Aktien, gehandelt wird kaum was.
  • Lamda Development: Hat den alten Athener Flughafen günstig gekauft. Dort entsteht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas, inklusive Griechenlands erstem Wolkenkratzer. Alle 170 Wohnungen sind verkauft, Durchschnittspreis 3,6 Mio. €. Dazu Hard Rock Casino, Malls und Marinas. Lamda schätzt das eigene Portfolio auf 3,8 Mrd. €, die Börse bewertet die Firma aber nur mit 1,2 Mrd. € plus circa 1 Mrd. € Schulden.

Trotz der guten Voraussetzungen sind das aber keine Selbstläufer.

Alte Folgen durchsuchen:

  • Suchmaschine für Ohne Aktien Wird Schwer.

HIER KÖNNTE DEIN NAME STEHEN

Mit dem Link da unten kannst du diesen Newsletter weiterempfehlen. Wozu? Wenn du mehr als 15 erfolgreiche Empfehlungen hast, packen wir deinen Namen in den Newsletter inklusive Link zu deinem LinkedIn-Profil oder einer Aktie, die du grad spannend findest.*


Antworte dazu einfach auf diese Mail, sobald du die Marke erreicht hast. 



https://omr-de.typeform.com/to/AHuslixQ#name=dein Vorname&user_id=

Erfolgreiche Empfehlungen: 0

*P.S.: Da es schon manche gab, die das System mit Fake-Mails austricksen wollten, entscheiden wir auf Fallbasis, ob die gewonnenen Mails auch wirklich echt sind und verpflichten uns generell nicht, euch zu erwähnen.

Komm in die Gruppe

Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet?
Dann kannst du dich HIER anmelden.

Diesen Newsletter vom 07.07.2026, 7:00 Uhr stellt dir die Podstars GmbH zur Verfügung. Christoph Damm, Timon Wunderlich und Noah Leidinger sorgen dafür, dass auch was drin steht.

Podstars GmbH, Lagerstraße 36, 20357 Hamburg, Deutschland

Abmelden