PayPal, Mercedes, Boeing & Gucci - Lowperformer performen. ABB-Update. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Warren Buffett hat's einfach immer noch drauf. Apple hat gestern als zweite Firma ever die Bewertungsmarke von 5.000 Mrd. $ geknackt und damit dieses Jahr um die 20% zugelegt. Ähnlich gut lief's bei einem anderen großen Buffett-Investment - nämlich Coca-Cola. Mehr dazu unten.

Was war los gestern?

(Stand 28.07.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.464+0.41%
STOXX 506.290+0.12%
S&P 5007.429+0.21%
NASDAQ24.877-0.22%
Bitcoin63.823 $+0.18%
Corning126 $-12.10%

Zahl des Tages: 280.000.000 $. So viel muss Boeing nochmal für die neue Air Force One nachschießen. Der Vertrag ist so strukturiert, dass Boeing auf den Mehrkosten wahrscheinlich sitzen bleibt. Ein ehemaliger CEO hat das mal als "sehr spezielle Verhandlung" bezeichnet, bei der Boeing "sehr spezielle Risiken" übernommen hat, die sie wohl besser nicht eingegangen wären. Immerhin: Für eine Firma mit 175 Mrd. $ Börsenwert ist das ein Sondereffekt, kein Gamechanger.

 

Dazu gab’s gestern neben der News auch solide Zahlen – deshalb ist die Aktie auch 5% hoch. Konkret heißt das: Boeing hat im letzten Quartal 171 kommerzielle Jets ausgeliefert (Vorquartal: 143). Die operative Marge war mit -2,7% zwar noch negativ, aber deutlich besser als die -5,1% vor einem Jahr.

Chart der Woche - Worum geht's?

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Es gibt eine nicht ganz legale Branche, in der immer öfter mit Kryptowährungen bezahlt wird. Wer errät die Branche?

Kleiner Hint: Kunden dieser Branche sind oft Menschen mit gutem Einkommen, die lang leben wollen.

 

Auflösung unten.

Thema des Tages:

Low-Performer performen

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Gestern hat die Börse mal wieder gezeigt: Es kommt nicht drauf an, wie gut die Zahlen sind. Sondern wie gut sie im Verhältnis zu den Erwartungen sind. Drei Aktien, die zuletzt massiv unter Druck standen, haben genau davon profitiert.

 

Nr. 1: Mercedes (+3%)

Genau wie VW und BMW hat Mercedes die Jahresprognose gekürzt. Der Umsatz soll dieses Jahr leicht sinken, in China ist der Absatz letztes Quartal um 30% eingebrochen. Aber: In Nordamerika ist Mercedes 10% gewachsen, in Europa 4%. Dazu haben die Van-Sparte und das Finanzgeschäft solide abgeliefert. Weil Investoren ohnehin schlechte Zahlen erwartet haben, hat das gereicht fürs Plus.

 

Nr. 2: PayPal (+4%)

Die Aktie hängt ehrlich gesagt vor allem an der Frage, ob Stripe PayPal kauft oder nicht. Die Zahlen gestern könnten auf jeden Fall geholfen haben, den Preis in den Verhandlungen hochzutreiben. Bei den Transaction Margin Dollars erwartet PayPal jetzt einen kleinen Anstieg statt eines kleinen Rückgangs. Dazu hat der CEO gesagt, er glaube an seine Strategie, sei aber "offen, wenn sich bessere Optionen ergeben". Das klingt ziemlich eindeutig nach Übernahme-Offenheit.

 

Nr. 3: Kering (+15%)

Gucci hat nach jahrelanger Krise endlich outperformt. Organisch ist der Umsatz nur 2% geschrumpft, erwartet wurden 5% Rückgang. Die Restrukturierungsmaßnahmen scheinen also zu ziehen. Besonders stark hat (genau wie bei LVMH) die Schmucksparte performt mit 18% Wachstum. Kering ist natürlich noch weit weg von echtem Wachstum, aber manchmal reicht‘s eben, weniger schlecht zu sein als befürchtet.

 

Was sonst noch los war:

  • Corning (-12%) hat beim KI-Glasfasergeschäft 32% Wachstum geliefert, damit aber nur minimal die Erwartungen übertroffen. Die Gesamtwachstumsprognose fürs laufende Quartal lag mit 16% leicht unter den Erwartungen. Bei einer Aktie, die dieses Jahr schon über 60% zugelegt hatte, war das zu wenig.
  • NVIDIA hat ein Rechenzentrum in Texas für bis zu 50 Mrd. $ geleast. In dem Rechenzentrum stecken dann wieder Chips von NVIDIA. Also wieder so ein Deal, bei dem NVIDIA quasi sein eigener Kunde ist und der an der Börse oft kritisch gesehen wird.
  • Visa (+1%) will rund 7% der Stellen streichen, um effizienter zu werden.
  • Japanische Autobauer haben Gegenwind bekommen, weil BYD in Japan mit einem elektrischen Mini-Auto gestartet ist. Die sogenannten Kei Cars haben in Japan einen überraschend großen Marktanteil.
  • An den deutschen Börsen war die KI-Skepsis spürbar: Siemens Energy und Aixtron gehörten zu den Top-Verlierern. Auf der anderen Seite waren CTS Eventim, SAP und Zalando die stärksten Performer.

In der Kurz-Analyse:

ABBs Milliarden-Tausch

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ABB hat die eigene Robotik-Sparte für 5,5 Mrd. $ an SoftBank verkauft. Jetzt ist klar, was mit dem Geld passiert: Die Schweizer kaufen die britische Firma Rotork für fast die gleiche Summe. Es ist die teuerste Übernahme der ABB-Geschichte.

  • Warum der Verkauf? Die Robotik-Sparte hatte mit 2,5 Mrd. $ Umsatz (ca. 7% vom Konzern) kaum Überschneidungen mit dem Rest des Portfolios. SoftBank will KI mit Robotern verschmelzen, für ABB hat's strategisch nicht mehr gepasst.
  • Was macht Rotork? Die Firma baut elektrische Stellantriebe, also Motoren, die in Raffinerien oder Pipelines Ventile ferngesteuert öffnen und schließen. Rund 1 Mrd. $ Umsatz, ca. 8% Wachstum pro Jahr, bereinigte EBIT-Marge von fast 25% (profitabler als ABB selbst). Dazu ein planbares Service-Geschäft, weil die Antriebe jahrzehntelang laufen.
  • Das Problem: ABB zahlt einen Aufschlag von rund 60% auf den Dreimonatsschnitt. Also ziemlich teuer.
  • Dafür gab’s zuletzt Rekordzahlen im Kerngeschäft von ABB: Auftragseingang im Q2 um 30% auf über 12 Mrd. $ gestiegen. Der Treiber: Elektrifizierung (+60% Aufträge). Allein im Rechenzentrumsgeschäft hat sich der Auftragseingang mehr als verdoppelt. ABB liefert dort Schaltanlagen, Transformatoren und Notstromsysteme.

Weil das Datacenter-Business immer wichtiger wird, wird ABB inzwischen wie ein KI-Gewinner bewertet. Das erwartete KGV liegt bei 26, der Zehnjahresschnitt eher bei 20. Allein auf Jahressicht liegt die Aktie 50% im Plus. Dazu gibt's rund 1% Dividendenrendite.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Coke & Unilever mögen FIFA

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Coca-Cola kann weiterhin Preise anziehen und gleichzeitig mehr verkaufen. In einer Zeit, in der Konkurrenten wie Pepsi Preise senken und trotzdem nicht mehr Volumen bewegen, erwartet Coke jetzt 5% organisches Umsatzwachstum für 2025 (vorher: 4-5%). Die Aktie hat nach den Zahlen gestern 5% zugelegt, auf Jahressicht steht ein Plus von rund 20%.

  • Heißt konkret: 2% Umsatzwachstum durch Preiserhöhungen, dazu 4% reines Volumenwachstum. Coca-Cola Zero Sugar ist um 16% gewachsen.

Die WM hat im Juni als Wachstumstreiber geholfen. Und das nicht nur bei Coke. Unilever (+9% nach Zahlen) hat im selben Quartal ein Volumenwachstum von 6% geliefert, das stärkste seit 2010. Smartes Sponsoring hat geholfen: Das Rexona-Logo direkt unter der Achsel des Schiedsrichter-Assistenten beim Auswechselschild.

 

Übrigens: Die FIFA denkt darüber nach, eine kommerzielle Einheit abzuspalten. Investoren sollen rund 20% kaufen können, zu einer Gesamtbewertung von ca. 20 Mrd. $. Den Deal anführen soll übrigens nicht einer der großen PE-Player, sondern Thrive, der Fonds von Joshua Kushner (Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner). Wer auch sonst bei einem FIFA-Deal?

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