Novo schlägt Lilly, NVIDIA > 5.000 Milliarden, Brasilien boomt, Alphabet investiert in Anthropic ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
OAWS_Newsletter_black

Wir haben zwar in Deutschland eine verkürzte Börsen-Woche, aber dafür eine vollgepackt mit Quartalszahlen:

 

Guten Wochenstart von Timon, Christoph & Noah!

Bildschirmfoto 2026-04-26 um 21.04.29

Was war los gestern?

(Stand 26.04.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.129-0.11%
STOXX 505.883-0.19%
S&P 5007.165+0.80%
NASDAQ24.837+1.63%
Bitcoin78.261 $+0.81%
Novo Nordisk41 $+6.88%

Zahl des Tages: 1.000.000.000 $. So viel drückt der aktuelle Ölpreis den Nachsteuergewinn von Procter & Gamble, wenn er ein Jahr auf dem Niveau bleibt. Für eine Firma mit 16 Mrd. $ Jahresgewinn nicht existenzbedrohend, aber spürbar. Die Aktie hat am Freitag trotzdem rund 3% zugelegt, weil die Zahlen sonst sehr solide waren. Zum ersten Mal seit einem Jahr ist das Volumen an verkauften Produkten wieder gestiegen (um 2%). Für die Börse ist das entscheidend, weil Volumenwachstum deutlich nachhaltiger ist als reines Preis-Wachstum.

Thema des Tages:

KI-Milliarden

Boxing-Mayweather-vs-McGregor-World-Tour

Am Freitag hat Alphabet bis zu 40 Mrd. $ in Anthropic gesteckt. 10 Mrd. $ fließen sofort, weitere 30 Mrd. $ folgen in den kommenden Jahren. Damit zieht Alphabet mit Amazon gleich, die vor Kurzem mit bis zu 25 Mrd. $ bei Anthropic eingestiegen sind. Noch wichtiger als das Geld dürfte für Anthropic der Zugang zu Alphabets Rechenleistung sein.

 

Parallel dazu haben Meta und Amazon einen Milliarden-Deal abgeschlossen. Meta wird über mehrere Jahre CPUs von Amazon nutzen. Das zeigt zwei Dinge: Die Chips von Amazon sind inzwischen sehr solide. Und die Nachfrage nach CPUs geht durch die Decke.

 

Aus Europa gab’s immerhin ein kleines Lebenszeichen: Aleph Alpha wird vom kanadischen KI-Entwickler Cohere übernommen und die Schwarz Gruppe beteiligt sich mit 500 Mio. $ an Cohere. Das sind Peanuts im Vergleich zu den US-Deals. Aber für Aleph Alpha, das massive Probleme hat, ist‘s zumindest eine Perspektive.

 

Was sonst noch los war:

  • Novo Nordisk (+7%) hat im Rennen um Abnehmpillen einen klaren Vorsprung gegenüber Eli Lilly. In der zweiten Woche nach Zulassung kam die Novo-Pille auf 18.000 Verschreibungen in den USA. Die Lilly-Pille? Nur 3.700. Eli Lilly (-4%) hat entsprechend verloren.
  • X-Energy (+27%) ist am Freitag an die Börse gegangen und direkt auf über 10 Mrd. $ Börsenwert gesprungen. Bei nur 90 Mio. $ Umsatz und hohen Verlusten. Das Atomkraft-Startup will Anfang der 2030er kleine Reaktoren ausliefern und hat große Verträge mit Amazon, die auch Investor sind. Am Ende eine Zukunftswette.
  • Jungheinrich (-15%) hat nach einem schwachen Quartal massiv verloren. Der operative Gewinn hat sich halbiert, unter anderem wegen eines großen Streiks am Standort Lüneburg (wo das Werk geschlossen werden soll), Wettbewerbsdruck und internen Konflikten in der Eigentümerfamilie. Aktie ist seit Jahresbeginn schon 30% im Minus.
  • Northrop Grumman & Lockheed Martin haben am Freitag den neunten Börsentag in Folge mit einem Minus beendet. Insgesamt rund 20% Verlust in dieser Zeit. Neben Friedenshoffnungen beim Iran-Thema spielt mit rein, dass Trump den Chef der Navy gefeuert hat. Einerseits will Trump nämlich die Flotte schneller ausbauen (gut für Rüstungsfirmen), andererseits wächst dadurch die Angst vor Trumps Reaktion auf die chronischen Budget- und Zeitüberschreitungen der Branche.
  • Canon (-10%) leidet unter dem Speicherchipmangel. Die Japaner müssen dieses Jahr 300 Mio. $ mehr für Speicher ausgeben als geplant.
  • SpaceX sieht laut geleakten IPO-Dokumenten 90% seines Marktpotenzials nicht im Weltraum, sondern im KI-Bereich.

In der Kurz-Analyse:

Intels Comeback

Trump-Times-person-of-the-year-scaled

Als Trump im August 2025 rund 9 Mrd. $ an Steuergeldern in Intel investiert hat, war die Firma noch komplett in der Krise. KI-Chips? Abgehängt von AMD und NVIDIA. Auftragsproduktion? Hohe Ausfälle und TSMC als übermächtiger Konkurrent. Heute ist der US-Regierungsanteil 36 Mrd. $ wert, fast 30 Mrd. $ Gewinn. Die Aktie hat am Freitag rund 24% zugelegt, der stärkste Kursanstieg seit 1987.

 

Der Hintergrund: Intel hat die Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn massiv übertroffen, weil die Nachfrage nach CPUs durch die Decke geht. Dazu kommen ein paar spannende Details:

  • Yields besser als geplant: Das große Problem in der Auftragsproduktion waren lange die hohen Fehlerquoten. Intel hat sich hier schneller verbessert als gedacht und will die internen Yield-Ziele fürs Gesamtjahr schon Mitte des Jahres erreichen.
  • Nachfrage frisst alles: Laut Analyst Ben Bajaran verkauft Intel inzwischen sogar Chips, die man früher wegen Fehler weggeworfen oder nur für einfachere Anwendungen genutzt hätte. Die Kunden nehmen, was sie kriegen können.
  • Das Game hat sich gedreht: Vor zwei Jahren musste Intel qualitativ an TSMC rankommen. Jetzt reicht solide liefern, weil TSMC die hohe Nachfrage sowieso nicht alleine bedienen kann. Das erklärt auch, wieso am Freitag alle Chip-Aktien gestiegen sind. NVIDIA hat ein neues Allzeithoch erreicht und ist wieder über 5.000 Mrd. $ wert.

Intel selbst kommt auf rund 420 Mrd. $ Börsenwert, das ist das 80-fache vom erwarteten Gewinn. Erstmal natürlich sehr teuer. ABER: Die Bruttomarge liegt aktuell bei 40%, während TSMC und AMD beide bei 60% stehen. Analysten rechnen erst ab 2030 mit über 50% bei Intel. Wenn die Firma aber auf das Margenniveau der Konkurrenz kommt, sind das allein 50% Gewinnwachstum.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Brasiliens Ölboom

BRPETRACNPR6-2026-02-11-05-44-13

Der MSCI Lateinamerika hat seit Jahresbeginn über 20% gewonnen, während sich Eurostoxx und S&P 500 kaum bewegt haben. Der Grund: Die meisten großen Volkswirtschaften der Region verkaufen mehr Öl und Gas ins Ausland, als sie selbst einkaufen müssen. Steigt der Ölpreis, verdienen sie mit.

 

Brasilien hat die Ölproduktion in den letzten Jahren auf 4 Mio. Barrel pro Tag hochgeschraubt. Davon profitiert besonders der staatliche Ölkonzern Petrobras. Seine Aktie hat dieses Jahr schon über 60% zugelegt. Trotzdem gibt's noch 6% Dividendenrendite. Der Abschlag hat einen politischen Grund:

  • Eingefrorene Spritpreise: Petrobras hat zwar den Kerosinpreis um 55% angehoben, aber Benzin und Diesel im Inland trotz steigendem Ölpreis nicht angefasst. Ein Aufsichtsratsmitglied warnt, dass der Konzern seit Beginn des Irankriegs 2 bis 3 Mrd. $ liegen gelassen hat.
  • Wahlkampf-Logik: Präsident Lula will günstige Spritpreise für seine Wähler, weil dieses Jahr Wahlen anstehen. In Stichwahlumfragen liegt er erstmals hinter dem Herausforderer Flavio Bolsonaro, dem ältesten Sohn des inhaftierten Ex-Präsidenten.

Wer die Brasilien-Story im Depot haben will, könnte den iShares MSCI Brazil ETF nutzen. Wichtig: Der ist stark konzentriert auf Petrobras und den Bergbaukonzern Vale, also eher eine Rohstoff-Wette als breites Brasilien-Investment. Wer kein Rohstoff-Exposure will, kann sich Itaú Unibanco anschauen. Die größte Privatbank Brasiliens kommt auf ein KGV von 10 und 7% Dividendenrendite und profitiert vom Wirtschaftswachstum und dem hohen Zinsniveau.

Alte Folgen durchsuchen:

  • Suchmaschine für Ohne Aktien Wird Schwer.

HIER KÖNNTE DEIN NAME STEHEN

Mit dem Link da unten kannst du diesen Newsletter weiterempfehlen. Wozu? Wenn du mehr als 15 erfolgreiche Empfehlungen hast, packen wir deinen Namen in den Newsletter inklusive Link zu deinem LinkedIn-Profil oder einer Aktie, die du grad spannend findest.*


Antworte dazu einfach auf diese Mail, sobald du die Marke erreicht hast. 



https://omr-de.typeform.com/to/AHuslixQ#name=dein Vorname&user_id=

Erfolgreiche Empfehlungen: 0

*P.S.: Da es schon manche gab, die das System mit Fake-Mails austricksen wollten, entscheiden wir auf Fallbasis, ob die gewonnenen Mails auch wirklich echt sind und verpflichten uns generell nicht, euch zu erwähnen.

Komm in die Gruppe

Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet?
Dann kannst du dich HIER anmelden.

Diesen Newsletter vom 27.04.2026, 7:00 Uhr stellt dir die Podstars GmbH zur Verfügung. Christoph Damm, Timon Wunderlich und Noah Leidinger sorgen dafür, dass auch was drin steht.

Podstars GmbH, Lagerstraße 36, 20357 Hamburg, Deutschland

Abmelden