Micron boomt, Rüstung auch, Unilever x Heinz? Strategy sammelt ein. HelloFresh schrumpft. Lululemon will volle Preise. Vincorion-IPO ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Hellmann's & Heinz Ketchup hätten fast zu einer Firma gehört.

 

Unilever denkt nämlich drüber nach, sein Essens-Business abzuspalten und sich auf Beauty und Pflege (Dove, Axe) zu fokussieren.

Deshalb gab's Gespräche mit Kraft Heinz, die Hellmann's Mayonnaise von Unilever mit Heinz Ketchup in eine Firma gebracht hätten. Die Gespräche wurden zwar beendet, zeigen aber: Beide Firmen sind nicht happy mit dem Status quo.

Was war los gestern?

(Stand 18.03.2026, 22:00 Uhr)

DAX23.502-0.96%
STOXX 505.737-0.56%
S&P 5006.625-1.36%
NASDAQ22.152-1.46%
Bitcoin71.347 $-3.50%
HelloFresh4 $-14.90%

Zahl des Tages: 35%. So hoch soll bei Lululemon der Umsatzanteil neuer Produkte dieses Jahr steigen. Letztes Jahr waren‘s 23%. Das ist wichtig, weil neue Produkte helfen, aus dem Rabatt-Modus rauszukommen und wieder zu vollen Preisen zu verkaufen.

 

Laut Finanzchefin Meghan Frank funktioniert das schon deutlich besser als noch Ende 2025. Deshalb ging’s bei der Aktie gestern auch 5% hoch. Insgesamt bleibt die Lage aber schwierig: In den USA haben Kunden im Weihnachtsquartal 4% weniger für Lululemon ausgegeben, und auch 2026 soll's insgesamt maximal 4% Wachstum geben.

Thema des Tages:

Giganten unter sich

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Gestern haben zwei der wichtigsten Tech-Firmen der Welt Zahlen geliefert. Die wertvollste Firma Chinas (600 Mrd. $) und einer der größten Speicherchip-Hersteller der Welt (500 Mrd. $).

 

Nr. 1: Tencent

 

Keine großen Überraschungen, aber das Business läuft. Das fünfte Quartal in Folge ist der Umsatz über 10% gewachsen, alle Bereiche laufen solide: Gaming genauso wie die Cloud. Generell ist KI auch bei Tencent das große Thema. Beim Cloud-Business wachsen sie zwar langsamer als Konkurrenten wie Alibaba und ByteDance. Dafür hat Tencent über die Super-App WeChat die perfekte Plattform, auf der auch KI-Agenten in Zukunft laufen können.

 

Nr. 2: Micron

 

Micron hat starke Quartalszahlen geliefert. Der Umsatz hat sich verdreifacht, die Bruttomargen sind von unter 40% auf über 70% gestiegen. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen sogar Margen von über 80% und einen Umsatz von 34 Mrd. $ (Analysten-Erwartung deutlich unter 30 Mrd. $).

 

So sehen die Zahlen aus, wenn du ein Produkt hast, das alle haben wollen, von dem’s aber einfach nicht genug gibt. Die Aktie hat sich trotzdem kaum bewegt. Die große Frage ist natürlich wie lang die Situation so bleibt.

 

Was sonst noch los war:

  • HelloFresh (-15%) kommt einfach nicht aus der Abwärtsspirale raus. Der Umsatz ist 2025 um 9% gesunken, und zwar nicht nur bei den klassischen Kochboxen, sondern auch bei den Fertiggerichten. Prognose für 2026: bis zu 6% weiterer Umsatzrückgang.
  • Vincorion (IPO Freitag) hat die Bücher für institutionelle Investoren schon einen Tag früher als geplant geschlossen, weil die Nachfrage so hoch war. Die ehemalige Rüstungssparte von Jenoptik geht am Freitag an die Börse.
  • Heidelberger Druck (+9%) startet ein Joint-Venture mit der Drohnenabwehr-Firma Ondas. Der Druckmaschinenhersteller will sein Produktions-Know-How nutzen, um Rüstungssysteme erst mitzuverkaufen, dann zu produzieren und langfristig vielleicht eigene Produkte zu entwickeln.
  • US-Leitzins bleibt unverändert. Die Fed rechnet weiter mit einem Cut in diesem Jahr. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs einzupreisen sei laut Zentralbank noch zu früh.
  • Ölpreis unter Druck: Israel hat die größte bekannte Gasreserve der Welt im Iran angegriffen. Das hat die Angst vor einer aggressiveren iranischen Antwort erhöht. Gleichzeitig könnten Angriffe auf Öl- und Gasanlagen die Produktion auch nach dem Krieg noch eine Zeit lang stören. Der Ölpreis hat danach deutlich zugelegt gestern.

In der Kurz-Analyse:

In der Nische liegt das Geld

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Peter Harf ist einer der unbekanntesten global relevanten Investoren der Welt. Und er kommt auch noch aus Deutschland. Er hat als Manager von Benckiser (heute Reckitt Benckiser) und als Kopf hinter dem Vermögen der Reimann-Familie selbst ein geschätztes Vermögen von rund 1 Mrd. € aufgebaut. Und nebenbei hat er die Knochenmarkspende-Organisation DKMS aufgebaut.

 

Er war gestern im OMR-Podcast zu Gast und hatte paar ganz spannende Gedanken rund um Geschäftsmodelle & Investments.

 

Peter Harf sucht gern Nischen, die keinen Platz für zwei große Player haben.

Seine Logik: Man sucht sich Märkte, die groß genug sind für eine dominante Marke, aber zu eng für einen zweiten Anbieter. Beispiel Calgon. Mit über 70% Marktanteil konnte Benckiser jeden Angreifer plattmachen, weil sich der nötige Werbeaufwand für die Konkurrenz nicht gerechnet hat.

 

Normale Waschmittel findet er dagegen eine total unattraktive Kategorie, weil der Markt so groß ist, dass auch ein neuer Player schnell genug Umsatz macht, um hohe Werbeausgaben zu rechtfertigen.

 

Eine andere Denkweise steckt hinter seiner großen Kaffee-Wette – er hat mit der Reimann-Familie nämlich die JAB Holding rund um Marken wie Peet's Coffee oder Jacobs aufgebaut. Harfs Argumente für eine große Kaffee-Marken-Holding:

  • Krisensicher: Kaffee ist eine Droge. Selbst in Kriegsländern bleibt der Pro-Kopf-Konsum oft stabil.
  • Pricing Power als Burggraben: Kaffeepreise sind extrem volatil. Wer Preiserhöhungen von 25% beim Handel durchsetzen will, braucht eine massive Vertriebsorganisation. Das ist nichts für Leichtgewichte, so Harf. Kleine Anbieter fliegen aus dem Regal, wenn sie ihre Margen verteidigen wollen. Einen großen Player mit zig Marken kann man nicht so einfach aus dem Regal nehmen.

Fairerweise hat die Kaffee-Strategie an der Börse bisher nicht gezündet. Bloomberg hat 2024 sogar vorgerechnet, dass die Reimann-Familie um einige Milliarden reicher wäre, hätte sie statt der ganzen unternehmerischen Projekte einfach den MSCI World gekauft.

Zum Podcast

In der Krypto-Welt:

Krypto-Karussell

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Strategy feiert ein kleines Comeback. Die Aktie hat seit dem Tief Anfang Februar über 30% zugelegt, und die Bitcoin-Holding sammelt wieder fleißig Geld ein. Zwischen dem 9. und 15. März hat Strategy für fast 1,6 Mrd. $ Bitcoin gekauft, finanziert vor allem über sogenannte Stretch Perpetual Preferred Aktien (Vorzugsaktien mit monatlicher Dividende, aktuell rund 11,5% Rendite).

 

Das Spannende: Die Dividende wird so angepasst, dass der Kurs immer bei circa 100 $ bleibt. Steigt der Kurs zu stark, senkt Strategy die Dividende und umgekehrt. Attraktiv für Investoren, die ordentliche Verzinsung wollen und langfristig an Bitcoin glauben.

 

Das Problem: Strategy bietet eine fixe Verzinsung auf einen Vermögenswert, der selbst keine Zinsen abwirft. Und Bitcoin verkaufen wollen sie nicht. Die Bitcoin-Holding Strive von Vivek Ramaswamy hat dafür eine kreative Lösung gefunden: Die haben einfach für 50 Mio. $ Stretch-Aktien von Strategy gekauft. So kriegen sie 11,5% Verzinsung und sind trotzdem in Bitcoin investiert.

 

Mal schauen, ob das alles gut geht.

 

Wo es noch absurder wird:

  • 5-Minuten-Wetten: Auf Polymarket und Kalshi kann man darauf wetten, ob Bitcoin, Ether oder Solana in 5 Minuten höher oder tiefer stehen. Tägliches Volumen dieser 5-Minuten-Wetten: 70 Mio. $. In Arizona wurde Kalshi diese Woche angeklagt, ein illegales Glücksspiel-Business zu betreiben. Fast nachvollziehbar.

Aber die Kryptowelt hat auch seriöse Seiten: Mastercard hat für 1,8 Mrd. $ die Stablecoin-Infrastruktur-Firma BVNK gekauft. Auch Coinbase hatte vorher versucht, BVNK zu übernehmen.

 

Nicht kaufen könnt ihr übrigens erstmal Kraken-Aktien. Die Kryptobörse hat ihren geplanten Börsengang wegen der schwierigen Wirtschaftslage abgesagt.

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