Risk-Off-Modus bei Tech. Micron, Sandisk, SK Hynix, Samsung, Hochtief, Siemens Energy, Meta, Avis, Microsoft, Amazon, Infleqtion, D-Wave ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Das Wall Street Journal hat einen großen Bericht übe Gehaltspakete in den USA veröffentlicht. Ganz oben: Elon Musk mit über 100 Mrd. $. Direkt danach kommt aber nicht etwa ein Tech-CEO, sondern Shankh Mitra von Welltower. Das ist ein Seniorenwohnheim-Immobilienkonzern. Sein Gehaltspaket liegt bei rund 820 Mio. $. Die Hälfte kriegt er, wenn er bis 2031 bleibt. Die andere Hälfte, wenn sich die Aktie in den kommenden Jahren gut entwickelt. Insgesamt haben fast zwölf Manager Pakete mit über 200 Mio. $ Gegenwert bekommen.

 

Anders als bei Shankh Mitra war an der Börse gestern aber schlechte Stimmung (s. unten).

 

Guten Start in den Tag von Timon, Noah und Christoph.

Was war los gestern?

(Stand 23.06.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.894-0.98%
STOXX 506.231-1.28%
S&P 5007.365-1.44%
NASDAQ25.587-2.21%
Bitcoin62.380 $-2.46%
Qualcomm204 $-8.01%

Zahl des Tages: 299 $. So viel kosten die neuen Smart Glasses von Meta (±0%), die erstmals unter eigener Marke auf den Markt kommen. Das sind 80 $ weniger als die bisherige Ray-Ban-Variante. Dazu gibt's ein teureres Modell in Zusammenarbeit mit Kylie Jenner für die jüngere Zielgruppe. Gebaut werden die Brillen weiterhin von EssilorLuxottica. Der Grund für die Billig-Offensive: Meta will den Markt erobern, bevor Apple nächstes Jahr mit einer eigenen Brille einsteigt. Spannend ist auch, dass Meta über eine kameralose Version nachdenkt, nur mit Mikrofon und Audio, für Leute, die keine Kamera am Kopf tragen wollen. Das würde den Preis nochmal drücken.

Produkt der Woche - Wer errät die Firma?

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Die Firma, die diesen Snack entwickelt hat, macht damit über 1 Mrd. $ Umsatz im Jahr. In den letzten Jahren gab's da unfassbares Wachstum.

Wer errät die Firma? Auflösung unten.

Thema des Tages:

Risk-Off an der Börse

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Ihr habt’s wohl alle gemerkt: Gestern war keine gute Stimmung an den Märkten. Vor allem Tech-Aktien hat's erwischt. Micron (-13%) und Sandisk (-14%) haben kräftig verloren und auch in Asien war's heftig: SK Hynix und Samsung haben jeweils 12% abgegeben, der koreanische Leitindex KOSPI stand 10% im Minus. Auch in Deutschland wurden die KI-Highflyer abgestraft. Hochtief und Siemens Energy haben jeweils rund 4% verloren.

 

Was war der Auslöser?

 

Neben den üblichen Sorgen vor einer KI-Blase hat vor allem die Angst vor steigenden Leitzinsen den Markt belastet. Der US-Dollar war deshalb stark, was wiederum Gold und Silber gedrückt hat (weil die Edelmetalle in Dollar gehandelt werden). Die Deutsche Bank und Goldman Sachs haben gestern auch gleich ihre Goldpreisprognosen für das laufende Jahr gesenkt.

 

Auffällig war, wer nicht abverkauft wurde:

  • Die Big Techs wie Amazon (+1%) oder Microsoft (+2%) haben den Sturm relativ entspannt überstanden. Die gelten mittlerweile schon eher als die stabilen, langweiligen Aktien im Vergleich zu den KI-Highflyern.
  • Auch Quantencomputing-Aktien liefen gegen den Trend: Trump hat am Montag zwei Verordnungen unterschrieben, die die Entwicklung von Quantentechnologie beschleunigen sollen. Eine davon startet sogar eine nationale Initiative zum Bau des ersten wirklich leistungsfähigen Quantencomputers. IBM hat deutlich gewonnen, Infleqtion (+12%) und Quantinuum (+13%) waren kräftig im Plus, D-Wave Quantum (+2%) leicht.

Was sonst noch los war:

  • Beim Autovermieter Avis (+2%) gab's einen der absurdesten Hedgefonds-Verluste seit Langem. Die Avis-Aktie hat sich dieses Jahr in der Spitze fast versiebenfacht (Short Squeeze), bevor die Gewinne in wenigen Tagen wieder weg waren. Jetzt hat Avis den eigenen Großaktionär Pentwater verklagt, weil der angeblich die Volatilität angeheizt hat. Avis hat die sogenannte Short-Swing-Profit-Rule genutzt, die Großaktionären verbietet, innerhalb von sechs Monaten Aktien mit Gewinn zu kaufen und wieder zu verkaufen. Ergebnis: Pentwater zahlt 650 Mio. $ an Avis, um den Streit beizulegen.
  • Qualcomm (-8%) steht offenbar kurz vor der Übernahme von Modular, einem KI-Software-Startup, für 4 Mrd. $. Noch vor neun Monaten wurde Modular nur mit 1,5 Mrd. $ bewertet. Modular macht Software, die eine Art Übersetzer zwischen KI-Modellen und den Chips ist, die sie ausführen. Für Qualcomm ein weiterer Schritt raus aus dem Smartphone-Chip-Geschäft, rein in den KI-Infrastrukturmarkt. Der Kursverlust gestern lag wohl eher an der allgemein schlechten Stimmung.
  • Indiens größter Aktienfonds wettet auf indische IT-Beratungen wie HCL oder Infosys und damit gegen den KI-Trend. Accenture kam zuletzt ja wegen KI-Sorgen stark unter Druck. Der Flexi Cap Fund (15 Mrd. $ Kapital) sieht das anders, weil er nicht an die KI-Gefahr für Beratungsfirmen glaubt. Übrigens ein krasser Highperformer: rund 18% Rendite pro Jahr im letzten Jahrzehnt.
  • SpaceX (+1%) hat für seinen geplanten Anleiheverkauf (ca. 20 Mrd. $) offenbar schon Interesse von rund 90 Mrd. $ eingesammelt.

In der Kurz-Analyse:

SAP-Bewertungsfalle

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Wieso fällt die SAP-Aktie immer weiter? Das haben uns viele von euch gefragt (unter anderem auf Whatsapp). Erstmal muss man sagen: Mit minus 35% seit Jahresanfang ist SAP immer noch eine der besseren Software-Aktien. Salesforce, ServiceNow, Adobe und Hubspot liegen alle bei minus 40% oder schlechter. Der Hauptgrund ist bei allen gleich: die Sorge, dass KI-Tools klassische Software ersetzen.

 

Bei SAP wirkt diese Sorge erstmal weit hergeholt. Der CEO vom Pumpenhersteller KSB und der Finanzchef von Hensoldt haben unabhängig voneinander in unseren Samstagsfolgen erzählt, dass sie gerade große SAP-Upgrades durchführen. Bei KSB ist es sogar die größte Investition der Firmengeschichte. Procter & Gamble läuft komplett über ein zentrales SAP-System, bei Nestlé laufen 90% des Business über SAP.

SAP ist so tief und komplex integriert, dass es KI-Tools erstmal schwerer haben als bei anderen Software-Produkten.

 

Warum fällt die Aktie dann trotzdem?

  • Kein Zuhause mehr: Software-Aktien waren jahrelang teuer und bei risikoaffinen Tech-Investoren beliebt. Die wechseln jetzt zu Halbleiter- und KI-Aktien mit mehr Wachstumsdynamik. Gleichzeitig sind die Bewertungen in den Value-Bereich gefallen, aber Value-Investoren tun sich mit Software schwer und wollen eine Margin of Safety, die es bei allgemeinen KI-Sorgen nicht gibt.
  • Schwaches Momentum: Institutionelle Anleger, die stabile Portfolios bauen, holen sich Aktien mit so einem Kursverlauf nicht ins Depot.
  • Noch nicht spottbillig: SAP kommt auf ein KGV von 18. Weniger als in den letzten Jahren, aber Salesforce ist auf ein 10er KGV abgeschmiert. Für Dividendenjäger sind die 2% Rendite auch kein Argument.
  • Upgrade-Paradox: Die tiefen SAP-Integrationen bei KSB und Co. zeigen zwar ein stabiles Business. Aber solche Upgrades sind riesige Investitionsentscheidungen. In unsicheren geopolitischen Zeiten sind Firmen damit deutlich vorsichtiger als im Boom.

Langfristig kann das Investment aufgehen. Aber die Börse kann bei bestimmten Bereichen auch lang sehr günstig bleiben. Das war bei Bank- und Tabak-Aktien jahrelang so, die erst in den letzten Jahren richtig aufgeholt haben.

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Auflösung: Es geht um J.M. Smucker und Uncrustables. Mehr dazu hier.

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