Rolands Recap: OpenAIs Werbe- und Umsatzsteigerungspläne --- Studie: Such-Traffic bricht gar nicht ein? ---  Youtubes Commerce- und Anti-Slop-Pläne --- Featurama (Neues auf den Plattformen) --- Plus ein bisschen Tüddelkram ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Rolands-Recap

Werbung, Verkaufsprovisionen, Lizenzen: So will OpenAI Geld verdienen --- Studie: Search-Traffic bricht trotz AI Hype nicht ein ---  Youtubes Commerce- und Anti-Slop-Pläne --- Featurama (Neues auf den Plattformen) --- Plus ein bisschen Tüddelkram

Moin Harald,

    "dieses Video ist geheim, das können nur ganz wenige Leute sehen!" Videos mit einem solchen oder ähnlichen Einstieg fluten gerade den Reels-Feed auf Instagram. Dahinter steckt der neueste Reichweitentrick von Creator*innen. Mehr Infos dazu gibts in der neuesten Folge von OMR Takeaway.

     

    Roland

     

    PS: Wenn dir mein wöchentlicher Recap gefällt, hilft es mir GANZ ENORM, wenn du ihn weiter empfiehlst. Das geht ganz einfach über diesen Link und dauert nur wenige Sekunden. Vielen Dank – und jetzt viel Spaß beim Lesen!

     

    PPS: Bei dieser Newsletter-Ausgabe haben mich unsere Hospitantin Marie Traub sowie mein Kollege Martin Gardt unterstützt – vielen Dank!

     

    Werbung, Verkaufsprovisionen, Lizenzmodelle: So will OpenAI jetzt Geld verdienen

     

    Über Monate gab es Gerüchte und ein Hin und Her, nun ist es offiziell: OpenAI hat angekündigt, die Ausspielung von Werbung innerhalb von ChatGPT zu testen. In einem Blog-Post mit Screenshots ist zu sehen, dass unter- und oberhalb von ChatGPT-Antworten passende Produkte und Services eingeblendet werden sollen. Bei einer Frage nach mexikanischen Rezepten beispielsweise eine "Hot Sauce", bei einer Frage zu Informationen über die Stadt Santa Fe ein Hotel. Offenbar soll es auch möglich sein, aus der Anzeige heraus einen Chat mit dem jeweiligen werbenden Unternehmen (bzw. mutmaßlich dessen KI-Chatbot) zu starten.

    Werbung bei ChatGPT

      Die Anzeigen sollen zunächst nur in den USA an Nutzer*innen über 18 Jahre ausgespielt werden, die die kostenlose Variante von ChatGPT oder das neue, günstigere Abonnement "ChatGPT Go" zum Preis von acht US-Dollar pro Monat nutzen. Sehr viel mehr verrät OpenAI noch nicht. Laut The Information (€) soll die Werbung nicht wie in der Plattform-Welt üblich auf Klick-, sondern zunächst auf View-Basis stattfinden. Manche in der Online-Marketing-Szene unken deswegen bereits, dass die Werbevermarktung für OpenAI nicht funktionieren wird. Trotzdem rechnet OpenAI laut Financial Times (€) bereits in diesem Jahr mit mehreren Milliarden Umsatz aus der Werbevermarktung.

       

      Der Einstieg ins Werbegeschäft, den CEO Sam Altman vor zwei Jahren einmal als "letzten Ausweg" für das eigene Geschäftsmodell bezeichnet hatte,  ist nicht der einzige Schritt, mit dem OpenAI die Einnahmen steigern will. Laut einem weiteren Artikel von The Information (€) wird der KI-Vorreiter von Händler*innen, die künftig den "Instant Checkout", also den direkten Kaufabschluss innerhalb von ChatGPT anbieten wollen (wir berichteten), vier Prozent Provision verlangen. Darüber soll Shopify zuletzt die eigenen Merchants informiert haben. 

       

      Außerdem erwägt OpenAI offenbar das eigene Geschäftsmodell um Lizenzen zu erweitern. So könnte sich das Unternehmen von Nutzer*innen, die ein Produkt mit Hilfe von OpenAIs KI-Technologien entwickeln, an dessen Umsatz beteiligen lassen. "Nehmen wir an, wir lizenzieren unsere Technologie in der Pharma-Forschung und du erzielst dann einen Durchbruch. Das Medikament startet voll durch und wir erhalten einen Lizenzanteil an allen Verkäufen", so Finanzchefin Sarah Friar zuletzt in einer Episode des OpenAI-Podcasts.

       

      OpenAI muss offenbar dringend Geld verdienen. In Medienberichten war zu lesen, dass das Unternehmen möglicherweise erst 2029 oder 2030 die Gewinnzone erreicht. CEO Sam Altman soll laut Bloomberg gerade dabei sein, von Investoren aus dem Nahen Osten noch einmal 50 Milliarden US-Dollar Funding einzusammeln. Trotzdem könnte OpenAI möglicherweise bald das Geld ausgehen. Das haben zuletzt zumindest manche Branchenvertreter*innen prognostiziert. Konkurrenten wie Google könnten Geld aus ihrem milliardenschweren Kerngeschäft in die KI-Entwicklung und -Infrastruktur investieren; dies sei OpenAI nicht vergönnt. OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar hatte zuletzt in einem Blog-Post hervorgehoben, dass es ein Umsatzwachstum wie das von OpenAI bisher nicht gegeben habe, räumte aber auch ein, beim weiteren Wachstum vom (teuren) Ausbau der Rechenleistung abhängig zu sein.

       

      Mehr News gibt es nach dem Break.

      Der OMR-Content der Woche

      • Diese Woche Thema bei OMR Takeaway: Julia und ich lassen uns von Social-Media-Experte Felix Beilharz die Flut an Verlosungs-Test-Reels von Creator*innen auf Instagram erklären, sprechen über die Werbepläne von ChatGPT und erzählen Euch noch zwei kuriose Anekdoten aus der Online-Marketing-Welt.
      • Diese Tools liebt Deutschland: Das Top 100 Tool Ranking von OMR Reviews
      • Zuletzt im OMR Podcast: Linkedin-Queen Céline Flores-Willers und LAP-Coffee-Gründer Ralph Hage.
      • Im OMR Education Podcast: Jan Flemming von Penny und Paula Schumann von Charles & Charlotte über Pennys Marketing Coup mit einer Schafherde.

        SEO-Abgesang verfrüht: Warum der Such-Traffic 2026 stabil bleibt – und viele Unternehmen trotzdem leiden

         

        Totgesagte leben länger: Eine neue, groß angelegte Studie von Graphite und Similarweb nimmt das Narrativ vom Niedergang der organischen Suche auseinander. Zuletzt hatten viele Medien – auch wir – von starken Einbußen beim unbezahlten Search-Traffic berichtet. Die Studie hat über 40.000 der größten US-Websites untersucht, um den tatsächlichen Einfluss von ChatGPT und Googles AI Overviews auf den SEO-Traffic zu messen. Das Ergebnis widerspricht den Schreckensszenarien von massiven Einbrüchen: Statt der oft prophezeiten Verluste von 33 Prozent oder mehr soll der organische Traffic im Jahresvergleich lediglich um moderate 2,5 Prozent gesunken sein. Ist also doch alles nicht so schlimm? 

         

        Das Gesamtsuchvolumen ist laut Studie erstaunlich stabil. Trotz des rasanten Wachstums von KI-Chatbots verzeichneten Google und andere Suchmaschinen im Jahr 2025 sogar ein leichtes Plus bei den Suchanfragen. Ein Grund dafür liegt in der (noch?) begrenzten Ausspielung der KI-Antworten: Googles AI Overviews würden demnach nur bei etwa 30 Prozent der Suchanfragen ausgespielt. Zudem seien bei vielen dieser Anfragen bereits zuvor Featured Snippets eingeblendet worden, die ebenfalls Klicks kosteten. Die Graphite-Stude verdeutlicht außerdem, dass die organische Suche mit einer zehnmal höheren Klickrate gegenüber Paid Ads nach wie vor der wichtigste Traffic-Kanal im digitalen Marketing bleibt.

         

        Doch der Durchschnittswert von minus 2,5 Prozent organischem Search-Traffic verteilt auf alle untersuchten Webseiten erzählt nur die halbe Wahrheit. Während die zehn traffic-stärksten Websites der Analyse in Summe sogar ein Wachstum von 1,6 Prozent verzeichneten, geraten mittelgroße Player massiv unter Druck. Websites auf den Plätzen 100 bis 10.000 verlieren deutlich überproportional an Sichtbarkeit. Der Markt scheint sich also zugunsten der ganz großen Brands zu konsolidieren, die ihre Autorität in der KI-Ära festigen, während Nischenanbieter und mittelständische Plattformen um verbleibende Klick-Anteile kämpfen.

         

        Nicht alle Sektoren sind gleichermaßen von der Transformation betroffen. Größere Search-Traffic-Verluste verzeichnen laut der Analyse klassische Informations-Hubs wie News-Portale, Gesundheitsratgeber oder Kochseiten, die teils zweistellige Einbußen hinnehmen mussten. Hier liefert die KI oft direkt die komplette Antwort, was den Klick auf die Website obsolet macht. Im Gegensatz dazu konnten E-Commerce-Kategorien wie Bekleidung und Marktplätze zulegen.

         

        Die Analyse weist neben nackter Zahlen auch auf das veränderte Nutzungsverhalten hin. Ein Punkt, der etwa auf Linkedin unter einem Post zum Thema diskutiert wird, ist eine neue Rolle der Google-Suche als reine Navigationsmaschine. Wenn Nutzende ein Produkt über ChatGPT entdecken und die Marke anschließend bei Google suchen, wird dieser Traffic zwar als Search-Traffic-Erfolg verbucht, die eigentliche Lead-Generierung fand jedoch bereits in der KI statt. Diese Verschiebung der Discovery-Phase macht es für Marketeers schwieriger denn je, den tatsächlichen Wert ihrer SEO-Maßnahmen zu isolieren und die Effektivität von KI-Plattformen als neue Startpunkte der Suche zu bewerten. Und: Wenn ChatGPT & Co. in Zukunft den Weg zum Kauf eines empfohlenen Produkts innerhalb des Chats ermöglichen, könnte es dem Search-Traffic Stück für Stück doch stärker an den Kragen gehen.

         

         

        Youtube 2026: Zwischen Shopping-Macht, KI-Avataren und dem Kampf gegen Slop

         

        Youtube-CEO Neal Mohan hat in der neuesten Auflage seines "Annual Letters" in einer Mischung aus technologischem Optimismus und aggressiven Markterweiterungsplänen die strategische Marschrichtung der Google-Tochter für 2026 skizziert. Im Zentrum der Ankündigungen stehen der Ausbau von E-Commerce, neue generative KI-Werkzeuge für Creator*innen sowie eine verstärkte Präsenz auf den TV-Bildschirmen. Doch hinter den visionären Versprechen steckt ein massiver Wettbewerbsdruck: Youtube muss Wege finden, die Plattform in einer Ära von KI-generiertem Überfluss zu monetarisieren, ohne die Authentizität zu verlieren, die diese einst groß gemacht hat. 

         

        Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Transformation von Youtube in eine Shopping-Plattform, die direkt mit Tiktok Shop konkurriert. Mohan kündigt an, dass Transaktionen künftig vollständig innerhalb der App abgewickelt werden sollen, um die Reibungsverluste beim Kaufabschluss zu minimieren. Interessant für Marken, aber noch mehr für Creator*innen dürfte die Einführung der Möglichkeit sein, gesponserte Segmente in bereits veröffentlichten Videos im Nachhinein auszutauschen. So können Creator*innen auch mit Evergreen-Content immer wieder neu Geld verdienen.

         

        Im Bereich der Künstlichen Intelligenz plant Youtube den Rollout von Tools, mit denen Creator*innnen digitale Avatare von sich erstellen und innerhalb des Kurzvideoformats Shorts verwenden können. Diese KI-Klone sollen dabei helfen, den Output zu steigern, weil Creator*innen für neuen Content nicht mehr physisch vor der Kamera stehen müssen. Während Mohan dies als “Erweiterung menschlicher Kreativität” sieht, wie es einst Photoshop möglich gemacht hat, warnen Kritiker*innen vor einer Entwertung des persönlichen Bezugs zwischen Creator*innen und Fans. Wenn Avatare die Plattform bevölkern, droht Youtube seinen USP der echten menschlichen Verbindung an eine Flut von synthetischen Inhalten zu verlieren.

         

        Besonders kritisch wird Mohans Umgang mit dem Phänomen des “AI Slop” gesehen, also qualitativ minderwertigen, KI-generierten Inhalten. In seinem Blog-Post vergleicht er die aktuelle Schwemme an automatisiertem Content mit ehemals belächelten Trends wie ASMR oder Let’s Plays, die sich schließlich im Mainstream etabliert haben. Diese Relativierung deutet darauf hin, dass er zumindest bereit ist, eine gewisse Menge an generischem Füllmaterial zu tolerieren, solange es die Watchtime-Metriken stützt. Immerhin verspricht die Plattform fortschrittliche Filtersysteme gegen den KI-Spam.

         

        Parallel dazu treibt Youtube seinen Angriff auf das klassische Fernsehen und Streaming-Dienste wie Netflix weiter voran. In den USA verzeichnet die Plattform bereits seit drei Jahren die höchste Streaming-Watchtime. Jetzt soll die Modularisierung von Youtube TV in spezialisierte Pakete für Sport und Entertainment die Plattform endgültig zum bevorzugten Zerstreuungsstartpunkt im  Wohnzimmer machen. Die Plattform werde immer mehr zum Hybrid aus sozialem Netzwerk und globalem TV-Sender, der die Prime Time der nächsten Generation definiere.

         

         

        Featurama: Neuerungen auf den digitalen Plattformen

        • Google
          • …ist offenbar dabei, im Bereich Koch- und Backrezepte nachzubessern, wie Search Engine Roundtable berichtet. In den vergangenen Wochen waren in KI-Antworten immer wieder mehrere Rezepte miteinander vermischt worden ("Frankenstein Recipes") und damit (für die User nicht erkennbar) unbrauchbar gemacht.
        • Instagram
          • …testet gerade in USA gerade die Umbenennung des Following-Feeds in "Friends".
          • ...erweitert die KI-basierte Übersetzung der Audio-Spuren von Reels um weitere Sprachen.
          • Tiktok
            • …erweitert das KI-gestützte Werbeformat Smart+ um weitere Funktionen, die den Werbekund*innen noch mehr Aufgaben abnehmen sollen. With the best of intentions only, natürlich.
            • ...hat beim Sundance Film Festival in den USA neue Formate für Streaming- und andere Bewegtbild-Anbieter vorgestellt.

           

          Tüddelkram: Tiktok, Apple, Instagram, Threads, Anthropic, Bot Traffic, EU Inc., Keeta & Hollywood

          • Vollzug: Fast sechs Jahre zog sich das Hin und Her über einen Verbot und dann schließlich einen Verkauf von Tiktok in den USA. Nun melden die New York Times und Semafor, dass der Verkauf offenbar endgültig über die Bühne gegangen sei. Weitere Tiktok-News aus dieser Woche: Das Unternehmen hat in den USA unter dem Namen eine eigene Micro-Drama-App namens "Pinedrama" in den App Store gebracht. Und es will offenbar Unternehmen offenbar ermöglichen, mittels eines Tracking-Pixels ("Off-site Performance Analysis") Verkäufe außerhalb der eigenen Plattform zu tracken, 
          • Dominanz: Laut dem jüngsten "State of Mobile"-Report von Sensor Tower war Tiktok im vergangenen Jahr nicht nur erneut die am häufigsten herunter geladene App, sondern zog auch die meisten In-App-Ausgaben und die längste Nutzungszeit auf sich. Daneben verzeichneten KI-Apps, allen voran ChatGPT, ein enormes Wachstum.
          • Wearable-Wettrennen: The Information berichtet (€), dass Apple gerade einen "AI Wearable Pin" entwickelt. Auch OpenAI will laut Axios noch in diesem Jahr ein oder sogar mehrere KI-Geräte auf den Markt bringen. Daneben plant Apple laut Bloomberg den Ausbau von Siri zum "KI-Chatbot" noch für dieses Jahr.
          • Reely Important: Reels ziehen nicht nur enorme Nutzungszeit bei Instagram auf sich, sondern entwickeln sich für Meta auch zum Geldbringer:  Mehr als die Hälfte der Werbeanzeigen auf Instagram wurde letztes Jahr in Reels gespielt. Das entspricht einem riesigen Plus von 35 Prozent zum Vorjahr
          • X'ed out: Metas Text-Plattform Threads ist in Sachen Mobile-Nutzerzahlen offenbar an X vorbeigezogen.
          • In der Erfolgsspur: Anthropics KI-Chatbot Claude erlebt gerade durch den Coding-Asisstenten Claude Code und den Desktop-Agenten Claude Cowork einen enormen Wachstumsschub. Laut Similarweb soll sich der Web-Traffic von Claude im Dezember im Vorjahresvegleich mehr als verdoppelt haben.
          • Bot-Studie: Hostinger hat 66,7 Milliarden Bot-Anfragen auf über 5 Millionen gehosteten Websites analysiert. Das Ergebnis: KI-Training-Bots werden immer häufiger geblockt, aber KI-Search-Bots verstärken ihre Aktivitäten.
          • Jubel in der Gründerszene: Bald soll es eine neue und einheitliche Unternehmensform – die EU inc. – in der EU geben. Mit der sollen Gründer*innen ihr Unternehmen unbürokratisch online und innerhalb von 48 Stunden anmelden können.
          • Lektüre-Tipp: Ist Meituans Keeta das nächste Temu und Shein, also der nächste chinesische Tech-Player, der außerhalb seines Heimatmarktes Erfolge feiert?
          • Albtraum in der Traumfabrik: Wie sehr Hollywood und die US-Entertainment-Branche mit den Veränderungen durch KI ringen, haben in den zurückliegenden Wochen gleich mehrere Ereignisse gezeigt. So haben sich rund 800 Künstler*innen, darunter Scarlett Johansson, Cyndi Lauper, R.E.M. und Cate Blanchett der Kampagne "Stealing isn't Innovation" angeschlossen, die den großen Tech-Playern Urheberrechtsverstöße beim Training von KI-Modellen vorwirft und ein rechtskonformes Vorgehen einfordert. Nicht unter den Unterzeichner*innen findet sich Schauspieler Matthew McConaughey: Der versucht laut WSJ (€) im Kampf gegen KI gerade sich selbst und seine Wendung "Alright alright alright" als Marke eintragen zu lassen. Und dann haben Ben Affleck und Matt Damon auch noch in der neuesten Folge des Joe-Rogan-Podcasts zum anderen gezeigt, wie eng sie die Entwicklungen bei den AI- und Streaming-Playern verfolgen, zum anderen aber auch, wie sehr sie von diesen angenervt sind. So verlange Netflix mittlerweile bei Scripten, dass Handlungszüge im Dialog mehrfach wiederholt werden, weil die Leute während des Films an ihren Handys hängen und nicht immer alles mitbekommen...

          So, das war es für diese Woche... Hat Dir der heutige Newsletter gefallen? Freue mich über Feedback und Weiterempfehlungen!

           

          Bis nächste Woche,

           

          Roland

           

          PS: Der meistgeklickte Link im vorherigen Newsletter war der zu unserem Youtube-Video über den Downfall der Influencer-Ikone Chiara Ferragni.

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