Amazon-Anleihe kaufen? Europa-Gaspreise +20%. EZB hält Zinsen bei 2%. Vonovia mit Zinsangst. Alibaba fällt. Uber investiert in Rivian. IONOS wächst. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Die koreanische Popgruppe BTS geht nach vier Jahren wieder auf Tour und das Finanzunternehmen IBK Investment & Securities geht davon aus, dass die Tour konservativ geschätzt 2 Mrd. $ einspielen wird. Aktuell hält Taylor Swift noch den Rekord für die größte Tour ever mit 2,2 Mrd. $. BTS könnte ihr jetzt Konkurrenz machen.

 

Schönes Wochenende von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 19.03.2026, 22:00 Uhr)

DAX22.840-2.82%
STOXX 505.614-2.14%
S&P 5006.606-0.27%
NASDAQ22.091-0.28%
Bitcoin70.044 $-1.70%
Alibaba Group125 $-7.09%

Zahl des Tages: 300.000. So viele neue Kunden hat IONOS allein im letzten Jahr gewonnen. Die Aktie hat nach den Zahlen um die 10% zugelegt. Nicht weil das Wachstum so krass war, sondern weil die Firma das schafft, was Investoren gerade bei allen Tech-Firmen sehen wollen: Beschleunigung. Dieses Jahr rechnet IONOS mit ca. 7% Umsatzwachstum, nach unter 6% im Vorjahr. Dazu steigende Margen, weil die Firma ihren fast 7 Mio. Kunden immer mehr Tools verkauft.

Thema des Tages:

Vonovia hat Zinsproblem

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Die EZB hat gestern die Zinsen bei 2% belassen und signalisiert, dass die Inflation stärker als erwartet steigen könnte (auf über 2,5%). Heißt: Zinssenkungen sind erst mal vom Tisch. Eurostoxx und DAX sind danach über 2% gefallen.

 

Das hat vor allem Vonovia (-12%) stark getroffen. Warum? Die Immobiliengesellschaft hat über 40 Mrd. € Schulden in der Bilanz. Das ist knapp die Hälfte vom Wert der 530.000 Wohnungen, die ihr gehören. Allein bis 2028 müssen 14 Mrd. € refinanziert werden. Wenn die Zinsen wieder steigen, wird das richtig teuer. Und bei hohen Zinsen kaufen auch weniger Leute Immobilien, was die Preise drückt. TAG und LEG Immobilien haben deshalb ebenfalls über 5% verloren.

 

Sonst sieht das operative Geschäft eigentlich gut aus. Der angepasste operative Gewinn vor Abschreibungen ist letztes Jahr 6% gestiegen. Spannend ist vor allem, dass das nicht nur an Mieterhöhungen lag, sondern auch daran, dass Vonovia immer mehr Zusatzleistungen wie Gartenpflege oder Hausmeister-Dienste verkauft. Diese Zusatz-Services sollen 2028 ganze 12% vom operativen Gewinn ausmachen (aktuell: 7%).

 

Was sonst noch los war:

 

  • Cheniere Energy (+5%), NextDecade (+5%), Vermilion Energy (+15%): Der Iran hat in der Nacht auf Donnerstag Energieanlagen in den Golfstaaten angegriffen. Laut QatarEnergy wurden dabei Anlagen beschädigt, die für 17% von Qatars Flüssiggasproduktion verantwortlich sind. Die Reparaturen könnten bis zu fünf Jahre dauern. Gaspreise in Europa sind um ca. 20% gestiegen, US-Flüssiggasanbieter haben profitiert.

  • Alibaba (-7%) hat das Ziel, den Umsatz im KI- und Cloudsegment in den nächsten fünf Jahren auf 100 Mrd. $ zu verfünffachen. Die Aktie ist trotzdem abgestürzt. Im Kerngeschäft Onlinehandel gibt's mehr Wettbewerb, Alibaba hat mit Rabattaktionen reagiert, die drücken auf die Marge und der Nettogewinn ist 70% eingebrochen.

  • Gold (-5%) und Silber (-5%) haben verloren. Weil die EZB signalisiert, dass die Zinsen hoch bleiben, werden Anleihen als Alternative zu Edelmetallen wieder attraktiver.

  • Samsung Electronics (-3%) will eine Rekordsumme von 70 Mrd. $ in den Kapazitätsausbau und Forschung für KI-Chips stecken. Auch SK Hynix (-5%) hat verloren. Bei beiden dürfte die Lage im Nahen Osten mit reingespielt haben, denn Korea ist einer der größten Flüssiggasimporteure der Welt.

  • Lanxess (-10%) will wegen schwacher Nachfrage die Kosten um 100 Mio. € senken. 550 Mitarbeiter werden entlassen, weitere müssen in Teilzeit.

  • Uber (-2%) will in den nächsten fünf Jahren über 1 Mrd. $ in Rivian (+4%) investieren, um eine Robotaxi-Flotte aufzubauen. Uber hat 2020 seine eigene Sparte für selbstfahrende Autos geschlossen und seitdem Deals mit über 20 Herstellern gemacht.

  • Ecolab, eigentlich bekannt für Reinigungs- und Hygieneartikel, will wohl für knapp 5 Mrd. $ den Rechenzentrums-Kühlspezialisten CoolIT von KKR kaufen.

  • DWS: CEO Stefan Hoops rückt in den Vorstand der Deutschen Bank auf. Er bleibt weiterhin DWS-Chef, hat aber mehr Einfluss.

In der Kurz-Analyse:

Vincorion-IPO

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Diese Woche gab's den absurdesten IPO seit Langem: Der US-Drohnensoftware-Konzern Swarmer ist mit 300.000 $ Umsatz an die Börse und hat sich seitdem mehr als verzehnfacht auf über 600 Mio. $ Bewertung. Genau in dem Umfeld geht heute eine Rüstungsfirma aus Hamburg an die Börse.

 

Vincorion war mal die Rüstungssparte von Jenoptik. Der Halbleiterkonzern hat sie 2022 für grade mal 130 Mio. € verkauft. Heute soll Vincorion zu einer Bewertung von 850 Mio. € an die Börse. Star Capital, die damals zugegriffen haben, verkaufen beim IPO Aktien für 350 Mio. €, haben ihr Investment damit fast verdreifacht und halten immer noch rund 50%.

  • Was macht die Firma? Vincorion ist Zulieferer für große Rüstungskonzerne. Generatoren für Panzer, Stabilisierungstechnik für die Panzerhaubitze 2000, Energieversorgung für Patriot-Luftabwehrsysteme, dazu Teile für Helikopter und Flugzeuge.

  • Der Burggraben: In den meisten Fällen ist Vincorion der einzige Lieferant für seine Komponenten. Dazu laufen die Waffensysteme oft über 30 Jahre, was lukrative Wartungsumsätze und Ersatzteilgeschäft bringt. Das macht aktuell ca. 50% vom Umsatz aus.

  • Die Ziele: Mittelfristig 15% Umsatzwachstum pro Jahr und eine EBIT-Marge von 20%. 2025 sollen bis zu 320 Mio. € Umsatz reinkommen.

  • Die Rechnung: Wenn das klappt, ist das 2030 eine Firma mit rund 100 Mio. € operativem Gewinn. Wer 15% Rendite p.a. erwartet, landet bei 1,7 Mrd. € Börsenwert in 2030. Das entspricht dann dem 17-fachen Gewinn, also leicht über dem Niveau von Lockheed Martin.

Für 15% Rendite kann der Case also aufgehen. Wer aber 20-25% erwartet, muss schon sehr optimistische Annahmen treffen. Und für einen relativ kleinen Konzern sind die Risiken immer größer als bei den großen Playern. Zum Beispiel:

  • Serienfehler-Risiko: Vincorion hat Serienfehlerklauseln in den Verträgen. Wenn Fehler bei einer Komponente auffallen, müssen sie auf eigene Kosten komplett neu produzieren. Besonders kritisch jetzt, wo die Produktion hochgefahren wird und große Mengen betroffen sein könnten.

  • Fixpreise als Problem: Viele Verträge haben feste Preise oder begrenzte Inflationsanpassung. Steigende Rohstoffkosten oder Exportbeschränkungen bei seltenen Erden aus China könnten wehtun.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Tech-Anleihen

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Unternehmensanleihen der Tech-Giganten fluten die Kapitalmärkte. Noch bis vor Kurzem haben sie ihre Geschäfte vor allem aus dem Cashflow finanziert, aber KI-Rechenzentren kosten Hunderte Milliarden.

 

Amazon hat im März 54 Mrd. $ über Anleihen eingesammelt - das ist ein neuer Rekordwert. Die Google-Mutter Alphabet hat sich 32 Mrd. $ geholt. Eigentlich war eine deutlich geringere Summe geplant, aber die Nachfrage war groß. Auch der Softwarekonzern Salesforce hat sich vor paar Tagen mit 25 Mrd. $ frischem Kapital eingedeckt. Der Plan: Im großen Stil eigene Aktien zurückkaufen, weil KI-Sorgen den Kurs fast halbiert haben.

 

Lohnt sich der Einstieg in die Anleihen?

  • Die Tech-Anleihen sind besonders interessant für geduldige Anleger. Alphabet hat eine 100-jährige Anleihe ausgegeben. Interessanterweise in britischem Pfund. Mit einer Dollar-Amazon-Anleihe können sich Anleger bis 2076 binden. Beide Wertpapiere werfen aktuell bisschen mehr als 6% ab.

  • Kurzläufer sind weniger interessant. Aufgrund der hohen Bonität unterscheiden sich die Tech-Anleiherenditen dort kaum von US-Staatsanleihen, in beiden Fällen bekommen Anleger aktuell circa vier Prozent Zinsen.

  • Außerdem bleibt das Währungsrisiko. Bei Amazon gibt’s neuerdings auch Euro-Anleihen. Alphabet hat sogar Anleihen in Schweizer Franken, aber nur mit Minizinsen. Für alle anderen Anleihen ist das Dollar-Risiko entscheidend und der Dollar wirkt aktuell weder klar über- noch unterbewertet.

Bisher sind die neuen Tech-Anleihen vor allem für Anleger interessant, die sich für Jahrzehnte binden wollen. Interessant könnte es bei einem Tech-Ausverkauf werden, falls dann auch die kürzer laufenden Anleihen deutlich mehr abwerfen als Staatsanleihen.

Tipp der Woche - von Noah

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Wir hatten es hier am Donnerstag auch schon erwähnt, aber ich war wirklich beeindruckt vom OMR Podcast mit Peter Harf (DKMS-Gründer, Calgon-Milliardär etc.). Smarte Business-Gedanken, geile Anekdoten, bewegende Lebensgeschichte. Hier auf YouTube.

Die Woche war generell gute Podcast-Woche: Ich hab nämlich auch die neue Folge vom David-Senra-Podcast mit dem legendären Startup-Investor Marc Andreessen gehört. Vor allem spannend, weil sie sehr über Business-Geschichte gesprochen haben.

Und letzter Hinweis: Wir haben jetzt endlich mal eine Website, wo ihr unsere Inhalte auch als Artikel nachlesen könnt. Ihr könnt außerdem Podcast-Folgen durchsuchen und alte Newsletter lesen. Unsere ganzen Medientipps sind auch verlinkt. oaws.de.

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