Berkshire kauft. Wise crasht. Softbank wertvollstes Unternehmen Japans. Anthropic IPO-Dokumente. Barry Diller kauft MGM Resort. Carpenter. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Anthropic hat gestern Dokumente für den eigenen Börsengang eingereicht. Die sind zwar erst mal nicht öffentlich, aber es bedeutet, dass der IPO sehr sicher kommen wird. Damit hat Anthropic in der IPO-Zeitleiste sogar OpenAI überholt.

 

Bonus für Europa: Die EU bekommt Zugang zu Anthropics stärkstem KI-Modell Mythos, das auf das Finden von Sicherheitslücken in Software spezialisiert ist.

 

Grüße von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 01.06.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.003-0.40%
STOXX 506.035-0.26%
S&P 5007.600+0.26%
NASDAQ27.087+0.42%
Bitcoin71.443 $-2.89%
Taylor Morrison72 $+22.31%

Zahl des Tages: 328.000.000.000 $. So viel ist Softbank jetzt wert. Die Aktie ist gestern um 21% gestiegen und hat damit Toyota als wertvollstes Unternehmen Japans abgelöst. Über die letzten 12 Monate hat sich der Kurs mehr als vervierfacht. Während Softbank vom KI-Boom profitiert, kämpft Toyota mit dem Gegenwind aus dem Iran-Krieg: höhere Ölpreise, schwächere Nachfrage und ein teurer Umbau Richtung E-Autos. Die Aktie war gestern nochmal 4% im Minus.

Thema des Tages:

Geldwäsche bei Wise

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Wise hat gestern 8% verloren. Der Grund: Die belgische Staatsanwaltschaft bereitet eine Klage gegen das Fintech vor, weil Konten offenbar für Geldwäsche genutzt wurden.

 

Warum ist ausgerechnet Belgien hier so entscheidend? Weil Belgien die Lizenz für den gesamten europäischen Raum vergibt. Das heißt: Das komplette Europa-Geschäft von Wise wird über Belgien reguliert. Und über 30 Länder haben sich mittlerweile bei der belgischen Aufsichtsbehörde gemeldet mit Hinweisen auf mögliche kriminelle Machenschaften über das Wise-Netzwerk.

 

Yannic Joekel vom Alphastar Europafonds (mit dem wir in der letzten Samstagsfolge über Wise gesprochen haben) hat uns gestern seine Einschätzung gegeben: Das Risikoprofil hat sich massiv verschärft. Mögliche Folgen reichen von strengeren Auflagen bei der Neukundengewinnung über extreme Zusatzkosten bis hin zum Worst Case, dass Lizenzen überdacht werden.

 

Sein Fazit: Alphastar hat die Position komplett verkauft. Die Unsicherheit sei so groß, dass sie dieses Risiko nicht mehr im Portfolio haben wollen.

 

Was sonst noch los war:

  • Genau wie Dell und Lenovo gab’s gestern von HP Enterprise krass starke Zahlen und die Aktie ist 30% hoch. Der KI-Engpass hebt alle Boote. Sie wollen dieses Jahr bis zu 33% wachsen. Vorherige Prognose: Bis 22%.
  • Berkshire Hathaway hat unter dem neuen CEO Greg Abel den US-Hausbauer Taylor Morrison (+22%) für 8,5 Mrd. $ (inklusive Schulden) übernommen. Es ist Abels erstes großes Investment seit der Übernahme von Warren Buffett. Berkshire besitzt bereits den Hausbau-Marktführer Clayton Homes und Abel hat angekündigt, die Hausbau-Töchter langfristig zusammenlegen zu wollen. Untypisch für Berkshire, wo Töchter normalerweise eigenständig bleiben.

  • Greg Abel ist generell im Deal-Modus: Gestern Abend kam raus, dass Alphabet 80 Mrd. $ von Aktionären einsammeln will für KI-Ausgaben. 10 Mrd. $ davon kriegen sie direkt von Berkshire Hathaway.
  • Easyjet (+10%) hat ein mögliches Übernahmeangebot von der US-Investmentfirma Castlelake bekommen. Das Angebot würde bei mindestens 4 Mrd. $ liegen. Die Aktie war dieses Jahr wegen Iran-Krieg und Reiseunsicherheit schon über 20% gefallen. Castlelake kennt sich in der Luftfahrt aus: Die Firma verleiht Flugzeuge, vergibt Kredite an Airlines und ist 2023 bei der insolventen SAS eingestiegen.

  • MGM Resorts (+16%) soll komplett von Milliardär Barry Diller übernommen werden. Seine Firma IAC will die restlichen 74% kaufen, die ihr noch nicht gehören. Der Deal würde das Kasino-Geschäft mit knapp 18 Mrd. $ bewerten.

  • Samsung (+10%) und LG (+13%) haben von der KI-Euphorie in Südkorea profitiert. Nvidia-Chef Jensen Huang ist diese Woche zu Besuch in Südkorea.

  • Der Ölpreis (+5%) ist gestiegen, nachdem iranische Medien berichtet haben, dass Teheran die Kommunikation mit den USA komplett abbrechen wird. Hintergrund sind weitere israelische Angriffe im Libanon.

In der Kurz-Analyse:

NVIDIA's PC-Revolution?

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Jensen Huang hat auf der Computex-Messe in Taiwan den RTX Spark vorgestellt - laut ihm der effizienteste PC-Chip aller Zeiten. Die Revolution: PCs werden zu Geräten, auf denen massenhaft KI-Agenten lokal laufen. Dell, HP, Asus, MSI, Lenovo und Microsoft bauen die ersten PCs damit.

 

Wie realistisch ist das? Die Technologie-Welt bewegt sich eigentlich in Richtung kleinerer Geräte und Cloud. Dass jeder Konsument einen PC zuhause stehen hat, der KI-Agenten lokal betreibt, wirkt weniger realistisch als KI-Agenten, die man vom Handy aus steuert und die in der Cloud laufen. Eine spannende Nische? Ja. Ein Produkt, das den Börsenwert einer 5.000 Mrd. $ Firma langfristig pusht? Eher fraglich. Die Börse ist da aber optimistischer als wir. Die Aktie war gestern im die 6% im Plus.

 

Die Gewinner und Verlierer an der Börse:

  • ARM (+16%): Größter Profiteur, weil der RTX-Spark-Chip auf ARM-Technologie basiert.

  • Asus & Mediatek (+10% & +6%): Haben ebenfalls zugelegt, als PC-Hersteller bzw. CPU-Partner.

  • Intel & Qualcomm (-5% & -9%): Mehr Konkurrenz im PC-Markt.

Ein Satz hat außerdem die Software-Aktien gepusht: KI-Agenten sind laut Jensen Huang keine Bedrohung für Software, sondern es wird unendlich viele Agenten geben, die unendlich viele Tools nutzen. Adobe, SAP, ServiceNow, Nemetschek, HubSpot und Atlassian haben zwischen 5% und 20% zugelegt.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Space-OG seit über 125 Jahren

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Viele junge Weltraumfirmen gehen gerade durch die Decke, obwohl sie kaum Umsatz machen. Carpenter Technology ist das Gegenteil: über 125 Jahre alt, fast 3 Mrd. $ Umsatz und ein Börsenwert von über 20 Mrd. $.

 

Die Firma stellt Nickellegierungen her, also Metallgemische, die extremer Hitze standhalten. In Flugzeugtriebwerken (bis zu 1.600 Grad) oder am Rumpf von Raumschiffen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Carpenter-Produkte steckten schon im Flugzeug der Gebrüder Wright, beim ersten Nonstop-Atlantikflug und in der Apollo 11.

  • Enger Markt: Weltweit gibt es neben Carpenter nur zwei Firmen auf dem gleichen Niveau. Kunden wie Boeing, Airbus oder SpaceX wechseln nicht wegen minimal günstigerer Preise.

  • Preissetzungsmacht: Im Aerospace & Defense-Segment (70% vom Umsatz) hat Carpenter die Preise um 10% gegenüber dem Vorjahr angezogen. Die operative Marge soll 2026 von 18% auf 22% steigen.

  • Hohe Eintrittsbarrieren: Bau und Zertifizierung neuer Kapazitäten dauern bis zu fünf Jahre. Neue Konkurrenz wird also so schnell nicht kommen.

  • KI-Fantasie: Kraftwerke und Rechenzentren brauchen Industriegasturbinen, und hier mischt Carpenter mit. Nur 6% vom Umsatz, aber im dritten Quartal mit +44% am schnellsten gewachsen.

Das Risiko: Carpenter ist stark von der Luftfahrt abhängig, und die ist zyklisch. Bei der Bewertung wird's ebenfalls sportlich: Das erwartete KGV liegt bei 34, doppelt so hoch wie im Schnitt der letzten drei Jahre. Barron's traut der Aktie trotzdem noch fast 40% Luft nach oben zu.

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