Software boomt, Carlsberg ohne Bier, Dollar General mag hohen Ölpreis ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Praktikanten in Indien verdienen laut Bloomberg teilweise 31.346 $ pro Monat. Der Grund: Die Nachfrage nach jungen Talenten, die Algorithmen für Hochfrequenz-Aktienhandel entwickeln können, ist aktuell extrem hoch.

 

In dem Sinne: Schönes Wochenende von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 27.08.2026, 22:00 Uhr)

DAX26.367+0.31%
STOXX 506.425-0.71%
S&P 5007.731+0.72%
NASDAQ26.541+1.57%
Bitcoin80.002 $+1.23%
Salesforce252 $+22.58%

Zahl des Tages: 21.000. Dollar General (+3%) hat gestern mit starken Quartalszahlen überrascht: 3,5% Wachstum in bestehenden Filialen, deutlich mehr als erwartet. Ein spannender Treiber: Weil die Benzinpreise hoch sind, achten Leute offenbar darauf, nicht so weit zum Einkaufen zu fahren. Mit über 21.000 Läden hat Dollar General da einen riesigen Vorteil. Walmart hat zwar viel größere Stores, kommt aber nur auf knapp 10.000.

Thema des Tages:

KI & Software: top

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Eigentlich war's die letzten Wochen immer ein Entweder-oder: Entweder die klassischen Software-Aktien sind gestiegen (weil die Börse die KI-Bedrohung doch nicht mehr so hoch eingeschätzt hat) oder die KI-Aktien. Gestern haben beide performt.

 

Nr. 1: Software-Aktien feiern Earnings

 

Angetrieben von Salesforce, CrowdStrike und Okta haben Software-Aktien quer durch die Bank stark performt. SAP, Nemetschek, TeamViewer, alle über 5% im Plus. Auch US-Player wie Palo Alto, ServiceNow und Adobe haben ordentlich zugelegt. Bei Salesforce und CrowdStrike selbst gab's sogar an die 20% Rendite.

 

Nr. 2: NVIDIA legt nach den Zahlen nochmal 9% drauf

 

Ich hatte letzte Folge gesagt, dass NVIDIA starke Zahlen hatte, die Börse aber erstmal skeptisch war. Gestern ist der Kurs trotzdem um die 10% hoch. Der Grund: NVIDIA hat nach den Zahlen noch die Prognose rausgehauen, dass sie nächstes Jahr nochmal mit 70% Wachstum rechnen. Analysten hatten eher 50% erwartet. Dazu kommt, dass NVIDIA eigentlich keine so langfristigen Prognosen macht. Aber sie sind sich bei den 70% sehr sicher. Würde es keine Produktionsengpässe geben, wär’s wohl sogar noch mehr.

 

Wenn die 70% aufgehen, könnte NVIDIA nächstes Jahr fast 400 Mrd. $ Gewinn nach Steuern machen. Der Börsenwert wäre dann nur noch das 14-fache davon. Aber die Börse bleibt skeptisch, wie lange NVIDIA diese Marktposition halten kann.

 

Nebenbei kam noch die News, dass NVIDIA laut The Information die KI-Plattform Hugging Face übernimmt. Hugging Face ist eine Plattform, auf der offene KI-Modelle gespeichert und zugänglich gemacht werden. Das passt zur Open-Source-Strategie von NVIDIA.

 

Die Logik: Die großen KI-Firmen wie Google und OpenAI haben genug Geld, um eigene Chips zu entwickeln. Wenn viele Open-Source-Modelle existieren, kann NVIDIA die Macht und Finanzpower dieser Player reduzieren. Hugging Face macht aufs Jahr hochgerechnet grade mal 150 Mio. $ Umsatz. Die 13 Mrd. $ Kaufpreis sind also saftig.

 

Was sonst noch los war:

  • Pernod Ricard (-5%) kämpft weiter mit schwacher Nachfrage. Vor allem die USA und China bleiben sehr schwierig, dort erwartet der Alkoholkonzern auch in den nächsten Monaten schrumpfende Umsätze. Im Rest der Welt gibt's leichtes Wachstum, in Indien sogar deutlich mehr, weil dort der Trend zur Premiumisierung läuft.
  • Vista Global (Privatjetbetreiber) überlegt, einen Börsengang in Europa mit einer möglichen Bewertung von 10 Mrd. $. Privatjets sind ein stark wachsender Markt. Spannende Gründerstory: Thomas Flohr wollte eigentlich Lufthansa-Pilot werden, hat die Aufnahmeprüfung nicht geschafft, war dann in der Wirtschaft erfolgreich und hat 2004 seine eigene Privatjet-Firma gegründet. Nebenbei fährt er Autorennen und seine Tochter ist mit Prinz Philippos von Griechenland und Dänemark verheiratet.

540 € pro Jahr bis zur Rente

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Mehr Infos

In der Kurz-Analyse:

Carlsbergs Cola-Wette

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Mainstream-Bier macht bei Carlsberg nur noch 49% des Volumens aus. Der Rest sind Softdrinks, Premium-Biere und alkoholfreies Zeug. In Westeuropa haben Softdrinks sogar schon die Hälfte überschritten.

Der Grund: Die junge Generation trinkt weniger Alkohol. Carlsberg versucht, das mit anderen Kategorien aufzufangen.

  • Starkes Wachstum abseits von Bier: Softdrinks haben in letzter Zeit um 9% zugelegt, alkoholfreies Bier um 11%. Alkoholfrei ist übrigens doppelt attraktiv, weil keine Alkoholsteuer anfällt, verkauft wird's aber zum gleichen Preis.
  • Britvic-Übernahme: Für rund 3,5 Mrd. € hat Carlsberg letztes Jahr den britischen Pepsi-Abfüller gekauft. Das Modell ist ein anderes als beim eigenen Bier: Man besitzt die Marke nicht, produziert und vertreibt sie als Lizenzpartner. Dünnere Marge, dafür Volumen und ausgelastete Werke.
  • Pepsi statt Coca-Cola: Ab 2029 füllt Carlsberg auch in Dänemark, Finnland und dem Baltikum Pepsi statt Coca-Cola ab. Für den Konkurrenten Royal Unibrew ist das bitter, die hatten den Pepsi-Vertrag bisher. Wie stark so ein Wechsel wirken kann, zeigt Kasachstan: Da hat Carlsberg Ende 2025 die Pepsi-Lizenz übernommen und das Volumen ist um 70% hochgeschossen.
  • Asien-Umbau: Das Geschäft in Ländern wie Vietnam und Malaysia wandert in ein Joint Venture mit der japanischen Brauerei Sapporo, die dafür rund 640 Mio. $ zahlt.

Die Aktie bleibt eine Wette darauf, dass der Umbau schneller geht als der Bierrückgang. Der Börsenwert von knapp 20 Mrd. $ steht für ein KGV von 14. In den letzten fünf Jahren lag der Schnitt bei 17.

Zum Podcast

Tipp der Woche - von Noah

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Hab mich anlässlich des Todes von Klaus-Michael Kühne (zu dem es leider viel zu wenige gute lange Artikel, Dokus etc. gibt) nochmal an zwei Pieces auf dem Reederei-Business erinnert, die ich sehr gut fand.
  • Vor paar Jahren hab ich das Buch The Box gelesen, wo's um die Entstehung der Containerschifffahrt ging. Schon faszinierend, wie so eine einfache Idee so viel ändern kann.
  • Faszinierender Artikel zur Aponte-Familie, die mit MSC in den letzten Jahren alle Player im Markt überrollt hat. Ohne Paywall, mega gemacht.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.

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