SpaceX: 40 Milliarden für NVIDIA-Chips. GameStop & Bitcoins. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Zinsen auf Staatsanleihen sind gestern wieder durch die Bank gestiegen. In den USA und Frankreich haben sie Niveaus erreicht, die man das letzte Mal 2002 gesehen hat. Entsprechend negativ war die Stimmung am Gesamtmarkt.

Was war los gestern?

(Stand 07.10.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.104-1.35%
STOXX 506.180-1.47%
S&P 5007.802-0.22%
NASDAQ27.539-0.22%
Bitcoin83.335 $-2.58%
Fresenius Medical Care21 $-7.72%

Zahl des Tages: 40.000.000.000 $. So viel will sich SpaceX (-3%) im nächsten Jahr über Anleihen und Bankkredite leihen, um NVIDIA-Chips zu kaufen. Das Problem: SpaceX hat gerade noch ein Investment-Grade-Rating, aber die Anleihen sind bereits stark gefallen und handeln über 2 Prozentpunkte über US-Staatsanleihen. Damit bewegen sie sich eher im spekulativen Bereich. Ob SpaceX das Geld zu vernünftigen Zinsen einsammeln kann, ist alles andere als sicher.

Thema des Tages:

Porsche: Weniger ist mehr

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Porsche hat gestern eine neue Strategie bis 2035 vorgestellt. Kernbotschaft: Die Firma soll schon mit 200.000 verkauften Autos profitabel sein. Bisher ist man bei vielen Prozessen und Komponenten eher auf 350.000 Autos eingestellt.

 

Wie soll das gehen? Der Anteil exklusiver Modelle soll von einem Drittel auf fast die Hälfte steigen. Der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 Autos soll von 270.000 € auf 330.000 € in 2030 zulegen. Und überall wird gespart. Im Management werden sogar 40% der Stellen gestrichen, insgesamt sind‘s rund 30%.

 

Wenn das aufgeht, sollen 41-45 Mrd. € Umsatz und eine operative Marge von bis zu 15% rauskommen. Im Best Case wäre das eine Firma, die dann 7 Mrd. € operativen Gewinn macht. Bei der aktuellen Bewertung von 39 Mrd. € wäre das nur das 6-Fache davon.

 

Die Aktie hat gestern minimal zugelegt, was an einem Tag, an dem sonst alles rot war, schon okay ist. Aber bis 2030 oder 2035 ist eben noch ein langer Weg. Und wenn man mit der Aktie 15% pro Jahr machen will und die Ziele in acht Jahren erreicht werden, müsste Porsche auf rund 120 Mrd. € Börsenwert kommen. Das wäre dann fast das 20-Fache vom operativen Gewinn.

 

Was sonst noch los war:

  • Fresenius Medical Care (-8%) hat überraschend die Vorstandschefin entlassen. Der Grund: Ihre Wachstumsstrategie vom Kapitalmarkttag letztes Jahr hat offenbar nicht funktioniert, während Konkurrent DaVita deutlich schneller wächst. Ein Wechsel mag langfristig sinnvoll sein, aber die Überraschung und das Signal, dass die aktuellen Zahlen wohl nicht berauschend sind, haben die Aktie belastet.
  • Under Armour (+10% in 5 Tagen) hat einen bekannten neuen Aktionär: Mike Ashley hat sich mit seiner Frasers Group Anfang Oktober fast 10% der Aktien gekauft. Ashley ist dafür bekannt, sich große Anteile an strauchelnden Marken zu kaufen oder sogar Übernahmen zu versuchen (wie zuletzt bei Puma und Hugo Boss).
  • HubSpot (+1%) will über 5% der Belegschaft entlassen (660 Leute). Begründung: Man will effizienter und schneller werden.
  • Straße von Hormus: Kapitäne, die durch die Meerenge fahren, bekommen aktuell pro Trip Boni von rund 50.000 $. Wer auf den Shuttle-Schiffen quasi dauerhaft unterwegs ist, verdient bis zu 100.000 $ im Monat. Aber sie riskieren ihr Leben: Seit Februar wurden über 90 Schiffe attackiert und 24 Menschen an Bord getötet.

In der Kurz-Analyse:

Meme-King wird Kartenhändler

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Vor 3 Wochen hat Pokémon zum 30. Geburtstag ein neues Sammelkarten-Set rausgebracht. GameStop hat die Box, die eigentlich 50 $ kosten soll, für das Doppelte verkauft.

 

Seit das Frankreichgeschäft verkauft ist und der Switch-2-Hype vorbei, machen Videospiele und Konsolen nur noch knapp die Hälfte vom Umsatz aus. Die andere Hälfte kommt aus Collectibles: Pokémon-Karten, Magic: The Gathering, Figuren, Plüschtiere. Im letzten Quartal ist der Bereich um 60% gewachsen.

  • Bessere Margen: Von jedem Dollar Umsatz bleiben nach Einkaufspreis jetzt über 40 Cent übrig, vor einem Jahr waren's noch knapp 30. Collectibles sind deutlich profitabler als Konsolen.
  • Cleveres Modell: GameStop kauft auch Karten von Kunden, die dafür Ladenguthaben bekommen. Quasi ein zinsloser Kredit, ein Teil davon wird nie eingelöst.
  • PSA-Partnerschaft: In den rund 1.600 US-Filialen kann man Karten vom Marktführer PSA bewerten lassen. Der Chef vom PSA-Mutterkonzern sitzt bei GameStop im Verwaltungsrat.
  • Insider kaufen: CEO Ryan Cohen (Chewy-Gründer) und andere Insider haben allein seit September Aktien für fast 80 Mio. $ nachgekauft.

Wie teuer ist die Aktie wirklich? Bei 12,5 Mrd. $ Börsenwert, ca. 2 Mrd. $ Nettocash, 350 Mio. $ in Bitcoin und knapp 5 Mrd. $ in Ebay-Anteilen bekommt man das operative Geschäft für rund 5 Mrd. $. Bei geschätzt 400 Mio. $ Nachsteuergewinn ergibt das ein KGV von 12.

 

ABER: Nach dem letzten Hype zum 25. Pokémon-Geburtstag sind die Kartenpreise um 30 bis 40% gefallen. Dazu entscheidet die Pokémon Company, wie viel Ware GameStop bekommt, und dürfte von Boxen zum doppelten Preis wenig begeistert sein. Und selbst wenn das Geschäft weiter boomt, bleibt die Frage, was Cohen mit dem Geld macht. Der gescheiterte Ebay-Übernahmeversuch hat viele Investoren irritiert, und die Bitcoin-Position (500 Mio. $ investiert, jetzt 350 Mio. $ wert) war auch kein Meisterstück.

Zum Podcast

In der Krypto-Welt:

GameStops Bitcoin-Trick

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GameStop hält ja eben Bitcoin im Wert von rund 350 Mio. $. Aber statt einfach zu halten, fährt die Firma eine Covered-Call-Strategie.

  • So funktioniert's: GameStop verkauft Call-Optionen auf seine Bitcoins. Investoren können damit zu einem bestimmten Preis kaufen. GameStop kassiert dafür eine Prämie, muss die Coins aber abgeben, wenn der Kurs über den vereinbarten Preis steigt.
  • Wann das Sinn macht: Wenn man glaubt, dass Bitcoin kurzfristig eher seitwärts läuft oder fällt. Dann kassiert man Cash und behält die Coins trotzdem. Im ersten Halbjahr hat GameStop damit 18 Mio. $ eingenommen.
  • Der Haken: Bitcoin hält man eigentlich als riskantes Investment mit viel Upside. Die Covered-Call-Strategie begrenzt genau dieses Upside. Steigt der Kurs stark, muss GameStop die Coins abgeben. Wahrscheinlichste Erklärung: Sie wollen die Bitcoins eh verkaufen, aber erst ab einem bestimmten Kurs, und lassen sich fürs Warten bezahlen.

Abseits von GameStop hat die Bitcoin-Dynamik zuletzt nachgelassen. Nach den neuen Zinsanstiegen gestern ging's stark bergab, verstärkt durch gehebelte Long-Positionen, die liquidiert wurden.

 

Spannend aber: BlackRock hat ein Paper namens "The Machine-Native Economy" veröffentlicht und argumentiert, dass KI-Agenten mit Krypto-Wallets bezahlen könnten. Die große Frage bleibt, wer davon profitiert. Wenn KI-Agenten vor allem Stablecoins nutzen, hat man als Bitcoin- oder Ether-Investor zum Beispiel nichts davon.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.

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