Hermès down. Garmin up. Kombi-Wetten mit Flutter. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Die Welt ist manchmal wirklich absurd: eBay und einige ehemalige Manager müssen einem Paar 56 Mio. $ zahlen. Das Paar hatte damals in Blogs negativ über eBay berichtet. Daraufhin sollen eBay-Manager die beiden bedroht haben, unter anderem indem sie eine blutige Schweinemaske, eine Box mit lebenden Kakerlaken und einen Trauerkranz an deren Adresse geschickt haben.

 

Aber jetzt zu den News:

Was war los gestern?

(Stand 29.07.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.460-0.01%
STOXX 506.249-0.65%
S&P 5007.316-1.52%
NASDAQ24.443-1.74%
Bitcoin63.290 $-0.88%
Garmin295 $+16.23%

Zahl des Tages: 1954. In diesem Jahr hatte BASF in Ludwigshafen das letzte Mal weniger als 30.000 Mitarbeiter. Und genau diese Marke haben sie jetzt auch wieder geknackt. Allein im ersten Halbjahr 2026 hat BASF mehr Stellen abgebaut als in den zwei Jahren davor insgesamt. Solche Effizienzmaßnahmen mag die Börse. Gestern kam dazu auch Wachstum: Die Nachfrage zieht an, die Preise ziehen an und BASF profitiert unter anderem davon, dass Kunden wegen dem Iran-Krieg und aus Sorge vor Lieferunterbrechungen ihre Lager auffüllen. Die Aktie hat gestern 4% zugelegt.

Thema des Tages:

Hermès down, Ford up

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Gestern gab's eine große Überraschung im Luxusmarkt. In den letzten Jahren war Kering mit Gucci eher der Verlierer, weil die Marke für den Luxusmarkt noch vergleichsweise günstig ist und damit Kunden hat, die in schlechten Wirtschaftszeiten sparen müssen. Umso stabiler war dafür immer Hermès, wo‘s für die Birkin Bag eigentlich immer Nachfrage gibt, weil die Kunden noch reicher und die Produkte noch limitierter sind.

 

Gestern hat sich das gedreht. Gucci hat überraschend gute Zahlen geliefert (nur 2% geschrumpft statt deutlich mehr). Die Kering-Aktie ist über 10% gestiegen. Die von Hermès ist über 10% gefallen.

 

Dabei geht's Hermes vom Business her immer noch viel besser. Man war „nur" enttäuscht, dass das währungsbereinigte Wachstum bei 7% lag. Das Problem: Jahrelang war das Wachstum deutlich zweistellig. Für ein KGV von 35 reichen hohe einstellige Wachstumsraten vielen Investoren nicht. Dazu kam, dass der CEO niedrigere Preiserhöhungen fürs nächste Jahr angekündigt hat und der wichtigste Bereich (Lederprodukte) mit gut 10% Wachstum knapp unter den erwarteten 11% lag.

 

Überraschend starke Zahlen gab’s in einem ganz anderen Business in den USA: Ford hat seine Gewinnprognose angehoben und rechnet jetzt mit 10-11 Mrd. $ operativem Gewinn (vorher: 8,5-10,5 Mrd. $). Die Aktie hat 2% zugelegt.

 

Das Rezept ist einfach: weniger Autos verkaufen, dafür die profitableren. Ford fokussiert sich auf SUVs und Trucks wie Bronco, Tremor und Raptor, verkauft die immer öfter zum vollen Preis ohne Rabatte, immer öfter mit teuren Spezialpaketen und über die profitabelsten Vertriebskanäle.

 

Für deutsche Autobauer sind solche Ford-Zahlen eher bitter. BMW war gestern zwar leicht im Plus, aber vor allem wegen eines Sparprogramms: 8.000 Stellen sollen bis Ende 2027 weg, vor allem Bürojobs.

 

Was sonst noch los war:

  • Rheinmetall (+5%) war gestern ganz oben im DAX. Der Umsatz ist letztes Quartal 69% gestiegen, die eigene Prognose lag bei rund 60%. Auch der Gewinn war höher als erwartet.
  • Garmin (+16%) hat seine Umsatz- und Gewinnprognosen angehoben, weil vor allem das Business mit Laufuhren und Fitnesstrackern boomt. Der Bereich ist letztes Quartal 25% gewachsen bei einer operativen Marge von 37%. Das ist mehr als Apple.
  • Ferrari hat laut Financial Times das Ziel gehabt, dieses Jahr rund 500 Stück seines neuen (sehr umstrittenen) Elektroautos zu verkaufen. Dieses Ziel haben sie schon Anfang Juli erreicht.
  • Der Ölpreis (+7%) ist gestiegen, nachdem der Iran in der Nacht auf Dienstag überraschend die USA angegriffen hat. Trump hat daraufhin harte Gegenangriffe angekündigt.
  • DoorDash hat eine Zulassung der US-Luftfahrtbehörde bekommen und darf jetzt einen eigenen Drohnenlieferservice betreiben.

In der Kurz-Analyse:

Zuckerberg vs. KI-Bremser

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SK Hynix hat den operativen Gewinn in einem Quartal fast versiebenfacht auf 42 Mrd. $. Der Umsatz hat sich fast vervierfacht. Trotzdem haben die Zahlen gestern enttäuscht, weil Analysten sogar noch mehr erwartet haben. Der Fluch der hohen Erwartungen, mal wieder.

 

Außerdem hat die Zentralbank der Amis die Stimmung gedrückt. Sie hat den Leitzins nicht angehoben, was zur Sorge geführt hat, dass sie die Inflation unterschätzt.

 

Dann gab's gestern ja heiß erwartete Zahlen von Microsoft & Meta.

 

Die waren bei Meta nicht so berauschend. Der Umsatz ist 28% gewachsen und damit langsamer als die über 30% im Vorquartal. Auch die Anzahl der täglich aktiven Nutzer ist mit 3% bisschen langsamer gewachsen als im Quartal davor. Gleichzeitig hat Meta aber mit 31 Mrd. $ an Capex nochmal deutlich mehr Geld in Rechenzentren und KI-Investments gepumpt.

 

Und auch die Prognose war nicht überzeugend. Im Best-Case will Meta dieses Quartal 25% wachsen - also nochmal einen Tick langsamer.

 

Das sind alles in allem immer noch super Zahlen aber nix, was zum Beispiel darauf hindeutet, dass KI-Investments das Business schneller zum Wachsen bringen. Die Aktie hat nach Börsenschluss um die 6% verloren.

 

Besser sah’s bei Microsoft aus, das die Erwartungen deutlich übertroffen hat. Der Umsatz ist 18% auf 90 Mrd. $ gestiegen und war damit über 2 Mrd. $ höher als erwartet. Dazu kommt, dass bei Microsoft das offizielle Geschäftsjahr auch immer in diesem Quartal endet. Und im letzten Geschäftsjahr hat die Cloud-Sparte Azure das erste Mal die 100 Mrd. $ Umsatz geknackt und ist letztes Quartal über 40% gewachsen. Damit lag auch das über den Erwartungen.

 

Die Aktie hat danach nach Börsenschluss erstmal 2% zugelegt - da gab’s aber noch keine Prognose fürs nächste Geschäftsjahr.

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In der Krypto-Welt:

Börse trifft Blockchain

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Seit zwei Jahren verschmelzen die Börsen- und Kryptowelt immer stärker. Erst haben MicroStrategy und Co. an der Börse Geld eingesammelt, um Kryptos zu kaufen, dazu kamen die Bitcoin- und Ether-ETFs. 2025 läuft der Trend aber auch in die andere Richtung: Immer mehr klassische Börsenprodukte werden auf der Blockchain gehandelt, vor allem Dinge, die noch nicht an der Börse verfügbar sind oder außerhalb der Handelszeiten.

  • Öl am Wochenende: Auf der Kryptobörse Hyperliquid wird seit dem Start des Iran-Kriegs massiv auf Ölkurse gewettet, vor allem samstags und sonntags.
  • Aktien-Futures vor dem IPO: Beim Börsengang von CXMT konnte man auf Hyperliquid Futures auf die Aktie kaufen, obwohl man als Anleger außerhalb Chinas kaum direkt investieren kann. Den IPO-Pop hat man dort aber nicht mitgenommen, die Aktie stand auf Hyperliquid schon vorher eher bei 500 Mrd. $ statt bei den 100 Mrd. $, zu denen CXMT an die Börse gegangen ist.
  • Die Risiken: Am Dienstag ist der Kurs von SK Hynix auf Hyperliquid kurz massiv eingebrochen, vermutlich wegen eines fehlerhaften Trades. Rund 900 Nutzer haben dabei insgesamt 17 Mio. $ verloren, weil gehebelte Positionen zwangsliquidiert wurden.

Und dann noch kurzes Update zu Prediction Markets. Auf Kalshi machen Kombi-Wetten mittlerweile fast 40% aller Wetten aus. Die sind bei Nutzern beliebt, weil im Best Case viel Geld drin ist. Für Wettanbieter sind sie noch attraktiver, weil die Margen höher sind: Die Preise lassen sich schlechter vergleichen, weniger Leute wetten auf exotische Kombinationen. Alleine 2025 haben Nutzer auf Kalshi 294 Mio. $ mit Kombi-Wetten verloren.

 

Spannend ist, wer auf der Gegenseite sitzt. Kalshi nimmt die Wetten ja nicht selbst an, das machen smarte Trader mit Algorithmen. Darunter sind auch große Sportwettenanbieter wie Flutter. Die sehen Prediction Markets nicht mehr nur als Bedrohung, sondern als Chance: Sie nutzen ihre Pricing-Expertise, um auf externen Plattformen die Gegenseite von Wetten einzunehmen. Laut Jefferies kann Flutter damit perspektivisch rund 300 Mio. $ Gewinn pro Jahr machen. Bei 19 Mrd. $ Börsenwert ist das alles andere als Kleingeld.

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