Vans & North Face unterbewertet? OpenAI-Sorgen. Unitree-IPO. Ziegen-Versicherungen. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
OAWS_Newsletter_black

OpenAI liefert schwache Zahlen: Vom ersten aufs zweite Quartal ist der Umsatz nur 18% gewachsen, der Verlust ist gestiegen. Anthropic hat sich im selben Zeitraum beim Umsatz mehr als verdoppelt.

 

Schlecht für die gesamte KI-Branche, weil OpenAI eine der wenigen Firmen ist, die mit KI schon im großen Stil Umsatz macht. Wenn das stockt, stellt das auch das mittelfristige Gesamtpotenzial in Frage.

Was war los gestern?

(Stand 19.08.2026, 22:00 Uhr)

DAX26.091-0.14%
STOXX 506.444-0.37%
S&P 5007.708+0.21%
NASDAQ26.331+0.16%
Bitcoin68.631 $+6.11%
Marvell237 $+9.85%

Zahl des Tages: 460%. So viel hat die Aktie des chinesischen Roboterherstellers Unitree am ersten Handelstag zugelegt. Der Börsenwert ist damit direkt auf 50 Mrd. $ geschossen. Klingt absurd, war aber absehbar: Börsengänge in China werden systematisch zu günstig bepreist. Auf der dezentralen Kryptobörse Hyperliquid hatte der Markt den Wert schon vorher eher bei 50 Mrd. $ gesehen als bei den knapp 10 Mrd. $, zu denen Unitree gestartet ist. Im Schnitt haben chinesische Aktien, die dieses Jahr neu an die Börse gekommen sind, am ersten Tag 279% Rendite gemacht.

Thema des Tages:

Moderna verdoppelt sich

ZJHARCFFFFHWHMTVCVBAFEGPKA

Moderna (+176%) hat den vielleicht wichtigsten Durchbruch in der mRNA-Krebsforschung geliefert. Ein gemeinsam mit dem US-Konzern Merck entwickelter Impfstoff gegen Hautkrebs hat in einer späten Studienphase sehr starke Ergebnisse gezeigt. Es ist das erste Mal, dass eine finale Studienphase mit einem mRNA-Krebsmedikament erfolgreich war.

 

Was macht den Impfstoff so besonders? Er wird genau auf den Krebs des jeweiligen Patienten zugeschnitten. Also keine Standardtherapie, sondern individualisierte Medizin.

 

Die eigentliche Fantasie liegt aber nicht in dieser einen Krebsart. Investoren sind sogar skeptisch, wie groß das Medikament für genau diese Indikation wird. Gut möglich, dass es nicht mal ein Blockbuster wäre (also unter 1 Mrd. $ Umsatz macht). Die Hoffnung ist eine andere: Wenn die Technologie bei Hautkrebs funktioniert, kann man sie auf weitere Krebsarten ausrollen. Und genau das hat die Euphorie ausgelöst.

 

Auch BioNTech (+22%) hat profitiert, weil der Durchbruch die gesamte mRNA-Krebsforschung validiert. Merck (+13%) hat auch zugelegt, allerdings weniger stark, weil das Medikament bei denen eben eins von vielen Produkten ist und den Gesamtumsatz relativ gesehen nicht so stark pushen wird wie bei Moderna.

 

Was sonst noch los war:

  • Marvell (+10%) hat einen großen Deal mit Alphabet abgeschlossen. Alphabet kriegt Optionen, Marvell-Aktien für bis zu 12 Mrd. $ zu kaufen. Im Gegenzug bauen die beiden ihre Partnerschaft weiter aus, einen Teil der Optionen gibt's aber nur, wenn gemeinsam entwickelte Chips bestimmte Umsatzziele erreichen. Broadcom (-5%) hat im Gegenzug verloren, weil Marvell in dem Bereich der härteste Konkurrent ist und Alphabet für Broadcom der wichtigste Kunde.
  • US-Staatsanleihen bekommen Unterstützung: Finanzminister Scott Bessent hat verkündet, das Volumen an Staatsanleihen-Rückkäufen zu verdoppeln. Die Zinsen auf 30-Jährige hatten zuletzt den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Nach der Meldung von Bessent sind die Zinsen erstmal gesunken.
  • SK Hynix (+1%) hat ein Aktienrückkaufprogramm über 29 Mrd. $ angekündigt und will generell in den nächsten Jahren mehr Geld an Aktionäre zurückgeben.
  • Estée Lauder (+16%) feiert ein Comeback. Der Umsatz war jahrelang gesunken, letztes Quartal ist er organisch (also ohne Übernahmen und Währungseffekte) um 5% gewachsen.
  • Viking zeigt, dass Kreuzfahrten weiter boomen. Die Firma ist für 2027 schon zu über 50% ausgebucht. Die Aktie ist gestern nicht gestiegen, dieses Jahr aber schon 35% im Plus.
  • Carlsberg liefert einen spannenden Einblick ins Trinkverhalten: Die Bier-Volumen sind letztes Quartal 1% gesunken, alkoholfreies Bier hat aber über 10% zugelegt. Aktie hat nicht stark reagiert.

In der Kurz-Analyse:

Versteckte Werte?

67d77a53cd80c

Outdoormarken boomen. Amer Sports (Arc'teryx, Salomon) hat am Dienstag Zahlen gebracht und den Umsatz wieder um 30% gesteigert. Problem: Die Aktie hat sich seit dem Börsengang 2024 fast verdreifacht. Wer günstiger vom Outdoor-Trend profitieren will, sollte die VF Corp. auf dem Schirm haben.

 

Mit 6 Mrd. $ Börsenwert ist die Firma heute so viel wert wie vor 17 Jahren in der Finanzkrise. Dabei stecken dahinter große Marken: The North Face und Timberland machen 60% vom Umsatz und sind währungsbereinigt letztes Jahr um 5% gewachsen. Das Problem liegt aber woanders:

  • Vans zieht alles runter: Der Umsatz hat sich in vier Jahren knapp halbiert. Neue Modelle fehlen, günstige Kopien gibt's überall. Ähnliches Bild wie bei Nikes Tochtermarke Converse.
  • Aufräumen läuft: VF hat Problemmarken wie Supreme und Dickies verkauft und damit Schulden getilgt. Die Nettoschulden sind mit fast 3 Mrd. $ aber immer noch hoch, ein Grund für das niedrige KGV von 13 (Schnitt der letzten 10 Jahre: 21).
  • Die Rechnung: Wenn VF die restlichen Taschen- und Lifestyle-Marken (Eastpak, Vans) verkauft, sollten selbst mit ordentlich Abschlag gut 3 Mrd. $ rauskommen. Nach Steuern und Verkaufskosten würde das reichen, um alle Nettoschulden zu tilgen.
  • Was dann übrig bleibt: Ein schuldenfreies, wachsendes Outdoor-Business, das rund 1 Mrd. $ operativen Gewinn macht zu einer Bewertung von 6 Mrd. $. Dazu kommt die Laufschuhmarke Altra, die letztes Jahr 30% auf über 250 Mio. $ Umsatz gewachsen ist.

Die Krux: Das Management will den Turnaround bei Vans selber schaffen. Damit bleibt das Risiko, dass genau das schiefgeht und die Marke weiter Wert verliert, statt verkauft zu werden.

In der Krypto-Welt:

Wale, Wetten & Ziegen

1676

Der Bitcoin hat gestern über 5% zugelegt. Grund: Ein Treffen zwischen Trump und Krypto-Managern von Coinbase, Blockchain.com und weiteren Playern im Weißen Haus, das heute stattfindet. Dazu helfen die niedrigeren Zinsen.

 

Auch positiv: Die Wale sind zurück. Große Bitcoin-Investoren haben in den letzten 60 Tagen Coins im Wert von rund 3 Mrd. $ gekauft, nachdem sie zuvor monatelang unterm Strich verkauft haben. Das betrifft sowohl die "kleinen Wale" (100-1.000 BTC) als auch die Buckelwale (über 10.000 BTC).

 

Aber es gibt weiter Gegenwind für die Kryptowelt. Die Konkurrenz heißt Sportwetten: Laut einer Umfrage unter 1.000 US-Kleinanlegern sehen 26% der GenZ Sportwetten als dauerhaften Teil ihrer Altersvorsorge. Mehr als die Hälfte hat im letzten Jahr Geld in Sportwetten gesteckt, das eigentlich zum Investieren gedacht war. Das trifft vor allem spekulative Assets wie Krypto, weniger den ETF-Sparplan.

 

Getrieben wird dieser Trend sehr stark von Prediction Markets. Zumindest haben die aber auch paar Anwendungen, die im Kern ganz sinnvoll wirken. Ein Beispiel: Tim Arrowsmith hat eine Herde von 4.000 Ziegen in den USA, die Wiesen abgrasen, um das Brandrisiko zu senken.

 

Weil in Kalifornien ein Gesetz für Ziegenhirten-Gehälter gekippt werden könnte (Kosten würden sich vervierfachen), hat er über die Prediction-Plattform Kalshi eine Art Versicherung gebaut. Falls das Gesetz nicht geändert wird, bekommt er 500.000 $ ausgezahlt, bei einem Einsatz von 50.000 $. Investor Susquehanna nimmt die Gegenseite ein.

 

Wie wir im Podcast diskutieren, hat das aber nicht nur positive Seiten.

Zum Podcast

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.

Alte Folgen durchsuchen:

  • Suchmaschine für Ohne Aktien Wird Schwer.

Dir gefällt der Newsletter? Bitte teile ihn! Das hilft uns sehr. Link zum Teilen: oaws.de/newsletter

Komm in die Gruppe

Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet?
Dann kannst du dich HIER anmelden.

Diesen Newsletter vom 20.08.2026, 7:00 Uhr stellt dir die Podstars GmbH zur Verfügung. Christoph Damm, Timon Wunderlich und Noah Leidinger sorgen dafür, dass auch was drin steht.

Podstars GmbH, Lagerstraße 36, 20357 Hamburg, Deutschland

Abmelden