Trump-Zölle auf 15%, OpenAI-Margen, Moncler-Comeback ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Heute mal eine etwas längere Ausgabe. Denn: Das Zoll-Thema ist zurück und wir müssen über den Software-Abverkauf sprechen.

 

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Guten Wochenstart!

 

Hier noch die Quartalszahlen der Woche:

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Was war los gestern?

(Stand 22.02.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.261+0.87%
STOXX 506.131+1.18%
S&P 5006.910+0.69%
NASDAQ22.886+0.90%
Bitcoin67.370 $-0.91%
CrowdStrike389 $-7.95%

Zahl des Tages: 30.000.000.000 $. So viel will NVIDIA laut Financial Times in OpenAI investieren. Eigentlich hatten sich die beiden im September auf ein 100 Mrd. $ Investment geeinigt. Jetzt werden's bei einem Deal, der ein bisschen anders aufgebaut ist, nur noch 30 Mrd. $. Vielleicht ist NVIDIA nicht ganz so happy mit den aktuellen Zahlen von OpenAI. Dazu gleich mehr.

Thema des Tages:

Zölle sind back

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Der Oberste Gerichtshof der USA hat Trumps Zollpolitik am Freitag torpediert. Das Urteil: Der Präsident darf nicht im Alleingang mit der Begründung von nationalen Notständen alle möglichen Zölle verhängen. Sogar zwei Richter, die von Trump nominiert wurden, haben gegen ihn gestimmt.

 

Trumps Team war aber vorbereitet. Direkt danach hat er einen globalen Zollsatz von 10% verkündet. Dieses Mal auf Basis eines Gesetzes von 1974, das sich auf kurzfristige Notstände bezieht. Der Haken: Die Zölle gelten nur für 150 Tage und müssen danach vom Kongress verlängert werden. Und der Zollsatz ist auf maximal 15% begrenzt.

 

Am Samstag hat Trump dann direkt die vollen 15% angekündigt. Das trifft jetzt auch Länder wie das Vereinigte Königreich, die sich bisher auf einen 10%-Zoll geeinigt haben. Branchenspezifische Zölle, zum Beispiel für die Autoindustrie, bleiben erstmal unberührt.

 

Was heißt das jetzt? Trump wird nach weiteren Gesetzen suchen, um vor allem einzelne Länder mit höheren Zöllen zu belegen. Spannend ist, dass Trump die als illegal eingestuften Zölle möglicherweise an Firmen zurückzahlen muss - geschätzt geht's um 175 Mrd. $. 

 

Als Investmentcase darauf zu spekulieren, dass Firmen Zölle zurückkriegen, ist aber extrem risky, weil das Umfeld rund um Trumps Zollpolitik weiter sehr unsicher bleibt.

 

Die Börse hat am Freitag entspannt reagiert: DAX, S&P 500 und NASDAQ haben alle knapp unter 1% zugelegt. Das war aber noch vor der Anhebung auf 15%.

 

Was sonst los war:

  • OpenAI hat laut The Information im letzten Jahr 13 Mrd. $ Umsatz gemacht - mehr als eine Verdreifachung. Klingt gut, aber die Rechenzentrumskosten sind noch schneller gestiegen. Die adjustierte Bruttomarge lag bei 33% statt der geplanten 46%. Cash verdienen will OpenAI erst 2030. Dann aber direkt 40 Mrd. $.
  • Moncler (+10%) hat andere Luxus-Aktien wie LVMH, Hermès und Prada um die 4% mitgezogen. Der Umsatz ist im letzten Quartal währungsbereinigt um 7% gestiegen und damit mehr als doppelt so schnell wie im Gesamtjahr 2025. Vor allem die Tochtermarke Stone Island (+16%) und starkes China-Wachstum haben überzeugt. Für die ganze Luxusbranche eine sehr wichtige Nachricht.
  • Comfort Systems (+7%) und Corning (+7%) profitieren vom KI-Boom. Comfort baut an Rechenzentren mit und hat starke Quartalszahlen geliefert, Corning liefert Glasfaserkabel und hat eine Analystenempfehlung kassiert. Solange OpenAI, Anthropic und Google sich gegenseitig überbieten, bleibt das Umfeld für die Schaufelverkäufer gut.

In der Analyse:

Software unter Feuer

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Okta, CrowdStrike und Zscaler haben am Freitag zwischen 5% und 10% verloren. Nicht wegen Quartalszahlen, sondern wegen eines neuen Produkts. Anthropic hat mit Claude Code Security ein KI-Tool vorgestellt, das Schwachstellen in Programmen findet und selbst fixen kann. Ein direkter Angriff auf Cybersecurity-Aktien.

 

Die Sorge vor KI-Konkurrenz bei Softwarefirmen ist in den letzten Wochen massiv gestiegen. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF ist dieses Jahr über 20% im Minus. Der schlechteste Jahresstart seit der Finanzkrise.

 

Aber wie groß ist das Risiko? Und gibt’s hier Chancen?

 

Wichtig erstmal: So gut wie niemand glaubt, dass SAP oder Salesforce in zwei bis drei Jahren ersetzt werden. Sogar Anthropic nutzt Workday. Und OpenAI nutzt Slack, obwohl KI locker ein Chat-Programm bauen könnte.

 

Die eigentliche Frage ist eine andere: Werden die Geschäftsmodelle von Software-Firmen durch KI unattraktiver - mehr Konkurrenz, weniger Burggraben? Wenn ja, ist eine Softwarefirma nicht sofort tot.

 

Aber dann ist sie vielleicht nicht mehr das 30-fache vom Gewinn wert, sondern nur noch das 15-fache. Allein durch ein niedrigeres KGV kann eine Aktie 50% einbrechen, ohne dass sich an Umsatz oder Gewinn was geändert hat.

 

Welche Burggräben haben Softwarefirmen überhaupt?

  • Nutzer-Know-how: Designer haben jahrelang gelernt, mit Adobe umzugehen. Ein Wechsel heißt: komplettes Personal umschulen. Wenn aber Menschen nur noch die Ideen haben und KI sie umsetzt, wird dieser Burggraben viel schwächer.
  • Hohe Wechselkosten: ERP-Einführungen dauern oft länger als gedacht und kosten mehr, deshalb wechseln Firmen nur sehr ungern. Wenn KI-Agenten Migration übernehmen, könnte das ein kleineres Thema werden. Wird aber ein größeres Thema bleiben als das Nutzer-Know-How.
  • Software-Komplexität: Firmen wie SAP, Dassault Systèmes oder Cadence haben ihre Produkte über Jahrzehnte mit Kunden gebaut. Die decken so viele Edge-Cases und Branchenwissen ab, dass KI sie schwerer nachbauen kann.
  • Regulatorik: Wer wie Fiserv Bankensoftware verkauft, über die jeden Tag hunderte Milliarden fließen, kann KI gegenüber entspannter sein als jemand, der Software an Schulen verkauft.
  • Daten & Netzwerkeffekte: Am verwundbarsten sind Firmen, die einfach Daten zusammenfassen. FactSet hat in den letzten zwölf Monaten über 50% an Börsenwert verloren. Spannender bei SAP und Salesforce: Als Marktführer haben sie mehr Daten als die Konkurrenz. Benchmarks wie „Wie effizient ist meine Lieferkette im Branchenvergleich?" kann KI nicht wegnehmen. Manche Firmen wie Bloomberg haben dazu noch Netzwerkeffekte, die KI schwer wegnehmen kann.

Wo fließt das Geld am Ende hin?

 

KI-basierte Software kostet bei jedem Arbeitsschritt Geld. Das ist von den Kosten her unattraktiver als “klassische” Software.

 

Aber Software wird heute von Menschen genutzt, die auch bei jedem Arbeitsschritt Geld kosten. Es wird also Effizienz geschaffen. Die kann zu drei Parteien gehen: Kunden, Softwarefirmen oder Anthropic und OpenAI.

 

Wie schnell die KI-Führerschaft zwischen den großen Anbietern (OpenAI, Anthropic, Gemini) hin und her wechselt, deutet darauf hin, dass ihre Produkte halbwegs austauschbar sein werden. 

 

Also hängt's am Ende davon ab, wie viel Burggraben die Softwarefirmen selbst haben. Sonst frisst der Wettbewerb die Margen auf und sie schenken den Effizienzgewinn den Kunden.

 

Neben dem Verständnis des Burggrabens, werden drei Dinge für Investoren jetzt wichtiger als früher: 

  • Erstens die Produkte tiefer anschauen, nicht nur die Zahlen. Die KI-Bedrohung wird nur schleichend sichtbar. 
  • Zweitens Management und Kultur. Wer nicht extrem schnell ist, hat ein Problem.
  • Drittens die Bewertung: Nur weil Softwareaktien günstiger als im Schnitt der letzten Jahre sind, sind sie nicht günstig. Man sollte sich eher an Cashflows oder Bewertungsregeln von “traditionellen” Branchen orientieren.
Zum Podcast

Wenn das Thema noch tiefer interessiert, kann ich unter anderem die zwei Artikel empfehlen und den Anfang vom Podcast zwischen dem Stripe- und Ramp-Gründer.

  • 10 Years Building Vertical Software: My Perspective on the Selloff
  • Will Agentic AI Disrupt SaaS?
  • Ramp founder Eric Glyman on the many ways AI is changing corporate spending

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