Metas neue Produkte. Oracle, Bloom Energy & Blue Owl verlieren. Zinsen steigen. Shelly gekauft. Delivery Hero CEO bleibt. Rollins comeback. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Es gab wohl doch einen Profiteur von Leopold Aschenbrenner. Goldman Sachs hat wohl dieses Jahr 200 Mio. $ durch Gebühren mit ihm gemacht.

 

Schönes Wochenende von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 24.09.2026, 22:00 Uhr)

DAX25.267-0.57%
STOXX 506.273-0.43%
S&P 5007.704-0.02%
NASDAQ26.939+0.01%
Bitcoin84.438 $+0.08%
Shelly Group67 $+4.53%

Zahl des Tages: 207.000.000.000 $. So groß soll laut Speicherhersteller Everpure (+11%) der Markt für Datenspeicher in Rechenzentren in vier Jahren sein. Aktuell liegt er bei rund 50 Mrd. $. Everpure (ehemals Pure Storage) hat auf seinem Analystentag am Mittwoch eine Prognose fürs Geschäftsjahr 2028 veröffentlicht, die deutlich über den Erwartungen lag. Der Umsatz soll um bis zu 45% auf über 7 Mrd. $ steigen, Analysten hatten nur mit 6,5 Mrd. $ gerechnet. Der operative Gewinn soll sich sogar fast verdoppeln.

Thema des Tages:

Meta präsentiert

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Der neue KI-Agent von Meta bewegt seit Tagen die Börsen. Einerseits treibt er den eigenen Kurs, andererseits hat er Aktien wie Planet Fitness gedrückt, weil die Angst ist, dass der Agent Abos und Verträge optimiert und zum Beispiel das Gym-Abo cancelt, wenn man nie hingeht.

 

Am Mittwochabend kam die Antwort auf die entscheidende Frage: Wie verdient Meta damit Geld? Die App soll größtenteils kostenlos bleiben. Sobald der Agent aber eine Buchung durchführt oder etwas kauft, nimmt Meta einen kleinen Teil der Transaktionsgebühren. Partnerschaften mit Walmart, Best Buy, Sephora und Expedia stehen schon, dazu PayPal als Zahlungsabwickler.

 

Aber das war nicht alles. Meta hat auch eine neue VR-Brille vorgestellt: nur 1.300 $, also rund ein Drittel vom Preis der Apple Vision Pro, und nur 100 Gramm schwer. Das geht, weil Batterie, Speicher und andere Teile in einem externen Kästchen stecken, das per Kabel verbunden ist.

 

Das spannendste Produkt ist aber wahrscheinlich der Muse Charm. Ein kleines Gerät mit Display und Kamera, ungefähr so groß wie ein Schlüsselanhänger. Laut Zuckerberg der schnellste Weg, um mit der Muse-KI zu reden. Das Gerät soll schon zu Weihnachten kommen. Damit wäre Meta schneller als OpenAI, die ein vergleichbares Gerät angekündigt, aber zuletzt Probleme damit gehabt haben. Die Meta-Aktie war gestern 5% im Plus.

 

Was sonst noch los war:

  • Oracle (-4%) baut zusammen mit Blue Owl ein riesiges Rechenzentrum in New Mexico. Jetzt hat Oracle eine sogenannte Force-Majeure-Mitteilung verschickt. Aussteigen will Oracle nicht, sich damit aber das Recht sichern, Zahlungen aufzuschieben, falls das Rechenzentrum 2028 nicht fertig wird. Das Problem: Der Strom soll aus Brennstoffzellen von Bloom Energy kommen, die mit Gas laufen, und die Gasleitung geht fast ein halbes Jahr später an den Start, weil der Bundesstaat die Genehmigung mehrfach abgelehnt hat. Oracle sagt trotzdem, dass alles im Zeitplan liegt. Blue Owl (-4%) und Bloom Energy (-3%) haben ebenfalls verloren.

  • Schneider Electric kauft den bulgarischen Smart-Home-Hersteller Shelly (+5%) für über 1 Mrd. € (ohne Schulden). Shelly verkauft smarte Sensoren, Lampen und Steckdosen. Der Übernahmepreis liegt knapp 10% über dem Schlusskurs von Dienstag. Die Gründer halten zusammen fast 60% der Aktien und sind für den Deal. Wir hatten im Mai den CEO von Shelly im Podcast (hier die Folge).

  • Delivery Hero (-1%) CEO Niklas Östberg sollte eigentlich seinen Posten abgeben, hat sich jetzt aber umentschieden und bleibt doch. Das Unternehmen steckt mitten im Übernahmeprozess durch Uber. Vorher hatte der aktivistische Investor Aspex fast 15% an Delivery Hero gehalten und mehrfach Östbergs Rücktritt gefordert. Jetzt hat Aspex seine Aktien an Uber verkauft, und damit ist der Druck weg.

  • US-Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit haben den höchsten Zinssatz seit 2004 erreicht. Die Börse hat darauf morgens negativ reagiert, am Abend hat sich die Stimmung aber gedreht. Das könnte am versöhnlich klingenden Treffen zwischen Trump und Xi Jinping liegen, und an Berichten, dass sich die Friedensverhandlungen rund um den Iran-Konflikt wohl ganz gut entwickeln.

In der Kurz-Analyse:

Schädlinge als Geschäftsmodell

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Der Ursprung von Private Equity hat viel mit Schädlingsbekämpfung zu tun. In den 1960ern hat die Radio- und TV-Firma Rollins Broadcasting den Schädlingsbekämpfer Orkin übernommen, obwohl der Kaufpreis fast siebenmal so hoch war wie der eigene Umsatz. Die Banken haben sich auf Orkins Gewinne verlassen. Der Deal gilt als einer der ersten großen Leveraged Buyouts der USA.

 

Kein Zufall, denn das Geschäftsmodell ist stark:

  • Wiederkehrende Umsätze: Schädlinge kommen wieder. Wer nur die Tiere tötet, hat nicht die Ursache beseitigt. Deshalb laufen ca. 75% der fast 4 Mrd. $ Umsatz über Serviceverträge. Krankenhäuser, Restaurants und Supermärkte brauchen dauerhaften Schutz.

  • Zersplitterter Markt: Rollins hat rund ein Fünftel vom US-Markt, der Rest sind lokale Firmen. Die Strategie: kleine Firmen kaufen, Marke stehen lassen, Marketing und Finanzen übernehmen, Produktpalette erweitern. Das hat geholfen, rund 8% Wachstum pro Jahr über zwei Jahrzehnte zu bringen.

  • Zusatzleistungen als Hebel: Nur bis zu 3% der Kunden kaufen Extras wie bauliche Vorkehrungen gegen Ungeziefer. Da ist noch viel Luft.

Trotzdem hat sich die Aktie seit Jahresanfang fast halbiert (-45%). Rollins hat die Prognose für 2026 auf mindestens 6% organisches Wachstum gesenkt. Schwach läuft vor allem das Privatkundengeschäft. Da ist das Wachstum auf unter 4% abgerutscht, weil ausgerechnet das margenstarke Einmalgeschäft schwächelt. Der Rollins-Chef nennt als möglichen Grund KI: Chatbots sollen Kunden eher zum Selbermachen raten. Dazu schauen die Amerikaner genauer auf ihre Ausgaben.

 

Nach dem Absturz liegt das erwartete KGV bei 27. Klingt immer noch nicht günstig, aber im Schnitt der letzten fünf Jahre hat Rollins das 45-Fache gekostet.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Insider kaufen Fresenius

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Wenn gleich mehrere Vorstände eines DAX-Konzerns für viel Geld eigene Aktien kaufen, lohnt sich ein genauerer Blick. Bei Fresenius ist genau das passiert.

  • CEO kauft konsequent: Vorstandschef Michael Sen hat seit März für rund 1,3 Mio. € eigene Aktien gekauft, den ganzen Weg nach unten von rund 47 € bis runter auf 37 € und nach der Erholung im September nochmal. Finanzchefin Sara Hennicken hat im September für rund 100.000 € nachgelegt.

  • Biosimilars als Wachstumstreiber: Nach der Trennung von Fresenius Medical Care konzentriert sich der Konzern auf Kabi (Medikamente, Infusionen, Klinikernährung) und Helios (Europas größter privater Krankenhausbetreiber). Im August hat Fresenius die Gewinnprognose angehoben, vor allem wegen Kabi. Das Biopharma-Geschäft bei Kabi ist im zweiten Quartal um fast 40% gewachsen. Biosimilars sind günstigere Nachbauten teurer biologischer Medikamente nach Patentablauf. Besonders stark laufen das Tocilizumab-Biosimilar Tyenne und Denosumab-Biosimilars gegen Osteoporose.

  • Schuldenabbau zahlt sich aus: Fresenius war jahrelang hoch verschuldet und hat den Schuldenberg abgebaut. S&P und Fitch haben den Ausblick auf positiv angehoben. Die Zinslast sinkt, deshalb wächst der Gewinn aktuell schneller als der Umsatz. Bei einer Ratinganhebung könnte sich Fresenius günstiger umschulden.

Risiken gibt's trotzdem. Bei Kabi gab es zuletzt Qualitäts- und Aufsichtsthemen an US-Standorten. Und ein neues deutsches Gesetz begrenzt ab 2027 die Vergütungssteigerungen für Krankenhäuser, was Helios belasten kann. Der Erfolg der Biosimilars hängt zudem stark an den Zulassungen, und der Markt ist hart umkämpft: Sobald ein Patent fällt, drängen oft viele Anbieter gleichzeitig rein und drücken den Preis.

 

Der Börsenwert von 26 Mrd. € steht für ein KGV von 12, dazu gibt's 2% Dividendenrendite. Im Schnitt der letzten Jahre war's eher das Elffache. Klingt nicht sehr teuer, wenn der Umbau weiterhin so gut klappt.

Tipp der Woche - von Noah

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Diese Woche kam der ganze Trailer von You Can See Everything raus - die Doku von Nathan Fielder, die die Startup-Betrügerin Elizabeth Holmes kurz vor ihrer Zeit im Knast begleitet hat. Schon der erste kurze Trailer war genial. Hier der neue.

Da man leider noch nicht mehr sehen kann, hat mir ein Freund eine Serie von Nathan Fielder empfohlen. Und zwar ist er in der Serie zu kleinen Firmen gereist und hat sie als vermeintlicher Business-Experte mit tollen Ideen versorgt. Fand die erste Folge ganz lustig.


Wer mehr Lust auf Aktien hat: Christian Röhl hat mich in seinen Asset-Class-Podcast eingeladen und wir haben über unsere frühen Zeiten in Facebook-Gruppen geredet, aber vor allem auch darüber, wie wir Aktien analysieren, wieso wir nicht in alle selbst investieren und und und. Hier die Folge.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.

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