SpaceX verhandelt offenbar extrem hart mit Banken rund um den IPO. Die Gebühr an Investmentbanken soll unter 0,75% vom IPO-Volumen liegen (bei kleinen IPOs sind bis zu 7% üblich, bei großen trotzdem über 1%).
Außerdem haben sich über 1.000 aktuelle und ehemalige SpaceX-Mitarbeiter zusammengeschlossen, um ihre Gewinne durch den IPO bei Vermögensverwaltern möglichst günstig anlegen zu können (fordern maximal 0,5%).
Grüße von Christoph, Noah und Timon
Was war los gestern?
(Stand 02.06.2026, 22:00 Uhr)
DAX
25.124
+0.48%
STOXX 50
6.108
+1.21%
S&P 500
7.610
+0.13%
NASDAQ
27.094
+0.03%
Bitcoin
67.290 $
-5.65%
Victorias Secret
80 $
+47.07%
Zahl des Tages:1.000.000.000.000 $. So viel könnte Marvell Technology laut NVIDIA-CEO Jensen Huang bald wert sein. Nach der Aussage ist die Aktie über 30% gestiegen, der Börsenwert liegt jetzt bei fast 250 Mrd. $. Was man dabei wissen sollte: NVIDIA selbst hat vor drei Monaten 2 Mrd. $ in Marvell investiert.
Wer kennt diesen Mann?
Kleiner Hint: Er verwaltet viel Geld und verdient dabei sehr viel Geld. Er kann sich gut konzentrieren und mag viele Sachen nicht.
Auflösung unten.
Thema des Tages:
Berkshire investiert in Alphabet
Wie gestern geschrieben hat Alphabet angekündigt, neue Aktien im Wert von 80 Mrd. $ rauszugeben, um den Ausbau von KI-Rechenzentren zu finanzieren. Allein 10 Mrd. $ davon kommen von Berkshire Hathaway. Aber wieso macht Berkshire das?
Klar, die Firma hat schon im letzten Quartal über 10 Mrd. $ in Alphabet gesteckt und auch vorher Aktien gehalten. Aber damals war die Bewertung deutlich niedriger. Jetzt liegt das KGV bei fast 30 und es stehen massive Investitionen an.
Unter dem neuen CEO Greg Abel kauft Berkshire also offensichtlich auch mal teurere Tech-Aktien, als Warren Buffett es vielleicht getan hätte. Einen Tag vorher hat Abel schon sein erstes großes Investment in den Hausbauer Taylor Morrison bekannt gegeben.
Berkshire hat bei dem Deal die Aktien übrigens für 350 $ das Stück bekommen, der aktuelle Kurs liegt ca. 5% höher. Auch in der Finanzkrise hat Berkshire schon bei Kapitalerhöhungen investiert. Da gabs aber nochmal extra gute Konditionen.
Was sonst noch los war:
Victoria's Secret (+47%) hat Quartalszahlen geliefert, die deutlich über den Erwartungen lagen. In bestehenden Läden ging der Umsatz 13% hoch, besonders das BH-Segment ist stark gewachsen. Dass die Aktie so extrem explodiert ist, liegt auch an einem Short Squeeze: Knapp 20% der Aktien gehörten Short-Sellern, die bei steigenden Kursen selbst kaufen mussten, was den Anstieg weiter befeuert hat.
ST Microelectronics (+15%) rechnet dieses Jahr mit 1 Mrd. $ Umsatz im Rechenzentrumsbereich. Die bisherige Prognose lag bei der Hälfte. Auch deutsche Chip-Aktien wie Infineon haben nach der Meldung stark zugelegt.
Tencent (+9%) will noch diesen Monat den Zulassungsprozess für einen eigenen KI-Agenten in WeChat starten. Das war der stärkste Tagesanstieg seit 2022. Tencent gilt in China bisher als KI-Nachzügler hinter ByteDance und Alibaba, hat über WeChat aber direkt Zugang zu fast 1,5 Mrd. Nutzern.
Northern Star Resources (+14%) hat den größten Tagesanstieg seit über sechs Jahren hingelegt, nachdem der aktivistische Investor Elliott Management eine Beteiligung von über 700 Mio. $ aufgebaut hat. Elliott fordert, dass der größte australische Goldproduzent einen Komplettverkauf prüft. Passend dazu hat die EZB einen Bericht veröffentlicht, dass Gold US-Staatsanleihen als Top-Reserve-Vermögenswert von Zentralbanken abgelöst hat.
Abivax (-44%) hat 5 Mrd. $ Börsenwert verloren. Das wichtigste Medikament der französischen Biotech-Firma hat zwar die Studienziele erreicht, aber es gibt Signale, dass es krebserregend sein könnte.
Fulcrum Therapeutics (-51%) hat ein Forschungsprojekt wegen schwacher Daten eingestellt.
In der Kurz-Analyse:
Honeywell zerlegt sich
Quantinuum geht an die Börse und könnte bis zu 14 Mrd. $ wert sein, bei gerade mal 30 Mio. $ Umsatz. Der größte Aktionär mit rund 50% Anteil: Honeywell. Die Beteiligung ist direkt 7 Mrd. $ wert, dazu könnten durch eine steuerliche Struktur nochmal fast 3 Mrd. $ über 25 Jahre kommen.
Noch spannender ist aber was sonst bei der Firma passiert. Honeywell spaltet sich auf, genau wie Siemens und GE vor paar Jahren.
Erster Spin-Off bereits durch: Die Chemiesparte Solstice Advanced Materials ist im Oktober für rund 8 Mrd. $ an die Börse gegangen.
Der große Brocken: Am 29. Juni geht Honeywell Aerospace als eigenständige Firma an die Börse. Cockpit-Systeme, Blackboxes, Navigationssysteme für US-Raketen, Triebwerke für Privatjets. Allein dieses Business könnte mit rund 100 Mrd. $ bewertet werden.
Der Kern: Übrig bleibt eine Automatisierungs-Firma mit ca. 20 Mrd. $ Umsatz, aufgeteilt in drei Bereiche: Gebäude-Automatisierung (Kameras, Rauchmelder, Thermostate), Prozess-Automatisierung (vor allem Sensoren, Technik und Katalysatoren für die Energie-Industrie) und Industrie-Automatisierung (Sensoren in Maschinen, spannend im Kontext Robotik).
Geografisch breit: Je ein Drittel des Umsatzes kommt aus Asien, Amerika und Europa.
Der CEO glaubt, dass auch der Kern rund 100 Mrd. $ wert sein kann. Ob das in 3, 5 oder 7 Jahren passiert, hängt von der Börsenstimmung ab.
AutoZone ist der größte Händler für Kfz-Ersatzteile in den USA mit fast 8.000 Filialen und rund 18 Mrd. $ Umsatz. Der entscheidende Treiber: Das Durchschnittsalter der Autos auf US-Straßen liegt auf Rekordniveau bei über zwölf Jahren. Ältere Autos brauchen mehr Ersatzteile, und weil Neuwagen und Kredite teuer sind, dürfte der Trend anhalten.
Zwei Kundengruppen: 70% vom Umsatz kommen von Leuten, die selbst schrauben (DIY). Der Rest von Werkstätten. Das Werkstattgeschäft wächst stark, weil moderne Autos zu komplex für Hobby-Mechaniker werden.
Burggraben durch Größe: Fast jeder Amerikaner hat eine Filiale in wenigen Minuten Reichweite. Dazu baut AutoZone sogenannte Mega Hubs auf (aktuell 156, Ziel: 300), riesige Filialen mit über 100.000 Teilen, die als lokale Lager für kleinere Standorte funktionieren.
Letzte Zahlen gemischt: Umsatz hat im letzten Quartal zwar 8% zugelegt, aber die Erwartungen verfehlt. Die DIY-Kundenzahl ist um fast 5% gesunken, das Wachstum kam fast komplett über höhere Preise. Dazu bringen Werkstattkunden schlechtere Margen, weil sie mit Rabatten einkaufen.
Langfristrisiko E-Autos: Deutlich weniger Verschleißteile als Verbrenner.
Was AutoZone zum Großmeister der Kapitalallokation macht: Keine Dividende, aber seit 1998 insgesamt rund 40 Mrd. $ in Aktienrückkäufe gesteckt. Das Ergebnis: +3.300% in 20 Jahren, fast 20% pro Jahr. Nach einem Kursrücksetzer kommt AutoZone mit 50 Mrd. $ Börsenwert auf ein KGV von knapp 18. Das entspricht ziemlich genau dem Schnitt der letzten 10 Jahre.
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Auflösung: Das ist Chris Hohn. Einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit. Manche sagen: Der britische Warren Buffett. Mehr zu ihm könnt ihr, hier nachlesen.
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