bald ist schon wieder Black Friday. Und jedes Jahr muss ich zu diesem Verkaufsevent an den Markenrechtsstreit denken, der vor wenigen Jahren dafür gesorgt hat, dass viele Unternehmen in Deutschland ihre Rabatt-Tage ganz individuell benannt haben. Pink Days, Black Week, alles war dabei. Steht der gehypten Dubai-Schokolade jetzt Ähnliches bevor?
Das sind die Themen im heutigen OMR Daily-Newsletter :
Wie denkt der mächtigste deutsche Bänker über Work-Life-Balance?
Warum siehst du bei Facebook und Instagram bald weniger personalisierte Werbung?
Wird Donald Trump Tiktok in den USA retten?
Hat Netflix endlich ein funktionierendes Werbegeschäft?
Was steckt hinter dem Markenstreit um Dubai-Schokolade?
Und am Ende noch Marketing-Stunt eines argentinischen Fußball-Erstligisten, der die Fans so gar nicht hat jubeln lassen.
Nur noch 80 Stunden pro Woche? Top-Banker erklärt Work-Life-Balance-Modell
Er war Deutschland-Chef der wertvollsten Bank der Welt, jetzt ist er Co-Head Global Corporate Banking in Europa: Stefan Povaly. Seit mehr als 20 Jahren ist er bei J.P. Morgan, jener Bank, die mehr Gewinn macht pro Jahr als die Deutsche Bank insgesamt an der Börse wert ist. Im OMR Podcast spricht der Banker über seine größten Deals, die Gründe für die starke Entwicklung von J.P. Morgan – und eine neue Regelung für mehr Work-Life-Balance, die vorschreibt, dass viele Mitarbeitende "nur" noch 80 Stunden pro Woche arbeiten.
Es gibt viele Berufe, in denen es eigene Vokabeln gibt für bestimmte Dinge, die speziell hier üblich sind. Der "Magic Roundabout" hat es im Investment-Banking zu einiger Berühmtheit gebracht, weil er zum Synonym für die Arbeitsbelastung in der Branche geworden ist. Beim "Magic Roundabout" bringt das Taxi die Banker nach Hause, wartet vor der Tür, während diese duschen und sich frische Kleidung anziehen und bringt sie zurück ins Büro.
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Stefan Povaly geht nicht so ins Detail, wenn er über seine Anfänge bei J.P. Morgan spricht. Aber er sagt: "Es war wirklich keine leichte Zeit, das war schon eine harte Schule". Langweilig wird den Banker*innen bei J.P. Morgan auch in Zukunft nicht, dennoch hat die Bank nun einen kleinen Kulturwandel angekündigt – den Feierabend. Von Freitagabend mit Samstagmittag sollen die Mitarbeitenden nach Möglichkeit nicht gestört werden. Bei jungen Banker*innen soll die Arbeitszeit auf 80 Stunden pro Woche begrenzt werden."Die Arbeitsstunden sind nach wie vor extrem hoch. Das kann man auch gar nicht schönreden", sagt Stefan Povaly. Dennoch sei die Begrenzung der Versuch, mehr Work-Life-Balance zu ermöglichen.
EU vs Meta: Das ändert sich jetzt bei Facebook und Instagram
Ist das der letzte Triumph der scheidenden EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im Ringen mit den großen Tech-Plattformen? Auch wenn sie sich selber noch nicht geäußert zu haben scheint, könnte man die gestrige Pressemitteilung von Meta so lesen. So reduzieren Facebook und Instagram in Europa die Preise für anzeigenfreie Accounts deutlich; die Anzeigen der kostenfreien Mitgliedschaften werden auf Wunsch der User weniger personalisiert sein. Die Änderungen sind teilweise schon in Kraft und sollen in den kommenden Wochen weiter ausgerollt werden.
Was genau ändert sich? Die von Meta kommunizierten Anpassungen für Europa umfassen zwei Bereiche: Zum einen reduziert der Konzern die monatlichen Kosten für die werbefreien Accounts von 9,99 Euro auf 5,99 Euro im Browser und von 12,99 auf 7,99 Euro bei iOS und Android. Die Änderungen sollen bereits heute live sein – und User, die für eine solche Mitgliedschaft bezahlen, sollen laut Meta nicht selber aktiv werden müssen. User, die hingegen die kostenfreien Versionen nutzen, sollen in den kommenden Wochen abgefragt werden, ob sie weniger personalisierte Anzeigen sehen wollen, deren Ausspielung auf weniger Daten basiert und kontextbezogen auf das Verhalten der aktuellen Session ist.
Warum macht Meta das? Das Zähneknirschen des Facebook-Konzerns hört man in fast jeder Zeile der Pressemitteilung. Anzeigen werden mit weniger Daten weniger relevant, Studien würden zeigen, dass User und Unternehmen personalisierte Anzeigen bevorzugen, weil sie Jobs und wirtschaftliches Wachstum ermöglichen. Man mache als Antwort auf die Forderung der EU-Regulierungsbehörden – und gehe mit den Anpassungen sogar über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Man bleibe trotzdem immer von personalisierter Werbung überzeugt – die immer nicht weniger als der Grundstein für ein freies Internet sein werde. Um Werbetreibenden trotz weniger Daten weiterhin einen Mehrwert zu bieten, werde ein neues Unskippable-Format eingeführt. Und um den Stellenwert von Ads für Unternehmen zu unterstreichen, nennt Meta auch mal eben den durchschnittlichen ROAS in Europa: Pro in Ads investierten Euro würden 3,79 Euro Umsatz bei Advertisern generiert.
Rettung: Ein echte Entscheidung gibt es zwar noch nicht. Das enge Umfeld von Donald Trump gehe aber davon aus, dass der künftige US-Präsident das drohende Tiktok-Verbot in den USA stoppen wird, schreibt The Washington Post. Mitte Januar läuft die Frist für den chinesischen Mutterkonzern Bytedance ab, einen Käufer für das US-Geschäft der App zu finden. Trump hatte sich bereits als Fan von Tiktok positioniert und die App im Wahlkampf genutzt. "Ich werde Tiktok retten", hieß es direkt in einem der ersten Videos.
Startelf, keinen einzigen Ballkontakt, Auswechslung nach zwei Minuten, und das nicht auf Grund einer Verletzung. Was für Fußball-Profis einem Horror-Szenario gleicht, war für Ivan Buhajeruk kein Problem. Im Gegenteil: Der unter dem Namen "Spreen" aktive Streamer (etwa zehn Millionen Follower auf Twitch, rund sieben Millionen auf Youtube) war für den Erstliga-Club Deportivo Riestra Argentinien im geplanten PR-Einsatz unterwegs. Richtig gut kam der beim Gegner, Fans und Verband allerdings nicht an...
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