LKW-Aktien boomen. NVIDIA bürgt. Ferrari versteigert. Fugro misst. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Ferrari hat eine spezielle Variante seines ersten E-Autos versteigert. Erlös: 40 Mio. $, die an die eigene Stiftung gehen. So teuer war noch nie ein neues Auto bei einer Auktion.

 

Wer sich in Deutschland grade 100 solcher Autos leisten kann, seht ihr unten:

Was war los gestern?

(Stand 17.08.2026, 22:00 Uhr)

DAX26.339-0.38%
STOXX 506.530-0.14%
S&P 5007.745-0.52%
NASDAQ26.645-0.32%
Bitcoin64.323 $+2.38%
L3Harris278 $-4.61%

Zahl des Tages: 15 Jahre. So lange können Bob Iger und Josh Kushner den Kaufpreis der Los Angeles Lakers steuerlich abschreiben. Kushner und Iger haben das NBA-Team letzte Woche für über 12 Mrd. $ gekauft. Wenn Kushner zum Beispiel hohe Investmentgebühren aus seinen eigenen Fonds kassiert, kann er die Abschreibung gegenrechnen und so hunderte Millionen an Steuern sparen. Abschreibungen sind ja grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Nur nutzt sich ein Sportteam im Gegensatz zu einer Maschine nicht wirklich ab.

Thema des Tages:

Erfolgreichste Grundschulklasse

GruppenbildKlassenkmeraden

Es war gestern Merger Monday. Und zwar ein historischer, weil die erfolgreichste Grundschulklasse der deutschen Geschichte involviert war.

Reinhold Würth, Albert Berner (ebenfalls Milliarden-Schraubenhändler) und Gerhard Sturm, der Gründer von EBM-Papst, waren vor Jahrzehnten in einer Klasse und haben alle danach Milliardenkonzerne aufgebaut.

 

EBM ist heute einer der Weltmarktführer für Ventilatoren und Lüftungstechnik. Und genau die Firma wurde gestern für rund 5 Mrd. € an den US-Konzern Madison Air verkauft.

 

Die Logik dahinter: Madison Air will besseren Zugang zum europäischen Markt. EBM kriegt im Gegenzug Zugang zum US-Markt, wo man unter anderem mehr Kühlungen für Rechenzentren verkaufen will. Natürlich ein bisschen schade, dass wieder ein deutscher Hidden Champion in die USA geht.

 

Aber es gibt auch eine gute Seite für Aktionäre. Man kann das erste Mal ever in EBM investieren. Madison Air ist insgesamt nämlich nur 13 Mrd. € wert. EBM macht da jetzt einen großen Teil aus. Und das Ganze bleibt familiengeführt: Über 60% der Aktien von Madison gehören Gründer und Milliardär Larry Gies.

 

Die Madison-Aktie hat nach der Meldung nur 5% verloren, was bei so großen Übernahmen eher ungewöhnlich ist. Die Börse sieht das also positiv.

 

Was sonst noch los war:

  • RTX (±0%) hat einen Mega-Auftrag über 22,9 Mrd. $ für Tomahawk-Raketen gekriegt. Die jährliche Produktion soll von aktuell rund 100 auf 1.000 Stück steigen. Auch L3Harris und General Dynamics dürften als Komponentenlieferanten profitieren. Die Aktien haben aber nicht zugelegt, die Börse hatte die starke Nachfrage scheinbar schon eingepreist.
  • L3Harris (-5%) hat seinen CEO Chris Kubasik rausgeworfen, weil er gegen den Code of Conduct verstoßen hat. Details gab’s keine. Kubasik sollte aber 2012 schon CEO von Lockheed Martin werden, wurde damals aber wegen einer Beziehung mit einer Mitarbeiterin gefeuert.
  • NVIDIA (±0%) hat 1,5 Mrd. $ in SB Energy investiert (Softbank-Tochter, baut ein Riesen-Rechenzentrum für OpenAI) und bürgt zusätzlich für bis zu 105 Mrd. $, falls OpenAI Strom oder Leasing-Raten in dem Rechenzentrum nicht zahlen kann. Ursprünglich war von 250 Mrd. $ die Rede. Kritiker lesen den Deal so: NVIDIA hat zunehmend Angst vor der Konkurrenz und drückt die eigenen Chips mit indirekten Rabatten in den Markt.
  • Micron (+4%) profitiert davon, dass die US-Regierung Apple wohl nicht erlauben wird, Speicherchips vom chinesischen Hersteller CXMT zu verwenden. Handelsminister Howard Lutnick hat gesagt, dass Washington das nicht gern sieht.
  • OHB (+5%) hat den Auftrag für 18 größere Satelliten im Wert von rund 1 Mrd. € erhalten.
  • Peter Thiel hat letztes Quartal einiges an Geld in Energie-Aktien gepumpt, unter anderem fast 80 Mio. $ in Vista Energy aus Argentinien. Thiel ist ja vor Kurzem selbst nach Argentinien ausgewandert.
  • Shein will immer noch an die Börse, aber die Bewertung ist von 100 Mrd. $ (2022) auf wohl unter 30 Mrd. $ gefallen. Temu und Co. machen dem Onlinehändler ordentlich Konkurrenz.
  • General Atlantic will ebenfalls an die Börse. Der Tech-Investor verwaltet 130 Mrd. $ und ist damit einer der größten weltweit.

In der Kurz-Analyse:

Milliarden mit Karten

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Die niederländische Fugro kartiert den Meeresgrund per Sonar, bevor irgendwo ein Windpark, ein Kabel oder eine Ölplattform gebaut wird. Bezahlt wird pro Projekt, meist nach Schiffstagen. Weil Fugro immer als Erstes an einem Projekt arbeitet, ist das Business ein spannender Frühindikator für die Windkraftbranche.

 

Bis 2024 lief's gut: fast 2,5 Mrd. € Umsatz, EBIT-Marge bei knapp 14%. Dann kam 2025 der Rückschlag: Umsatz minus 15%, Verlust, Dividende gekürzt, über tausend Stellen gestrichen. Windprojekte sind reihenweise gestoppt worden.

 

Freitag kamen die Halbjahreszahlen. Operativ sah's auf den ersten Blick besser aus: Umsatz plus 5%, solider Gewinn. Aber die heftige Reaktion (fast -15%) hatte einen anderen Grund:

  • Schrumpfendes Auftragsbuch: Minus 14% insgesamt, bei erneuerbaren Energien sogar fast minus 50%. Der Frühindikator schlägt also wieder Alarm. Fugro selbst verschiebt die Erholung auf 2027.
  • Geopolitik im Ergebnis: 15 Mio. € operative Belastung durch den Nahostkonflikt. Nicht wegen zerstörter Anlagen, sondern weil in den Emiraten und Katar Navigationssignale gestört und gefälscht werden. Wenn ein Vermessungsschiff nicht weiß, wo es steht, kann es nicht arbeiten.
  • Diversifizierung: Die Hälfte vom Umsatz kommt inzwischen wieder aus Öl und Gas. Dazu nennt Fugro zwei Hotspots: Kernkraft (rund 80 Reaktoren weltweit im Bau, so viele wie seit 30 Jahren nicht) und Rechenzentren.

Analysten erwarten ab 2027 wieder mindestens 5% Wachstum pro Jahr und steigende EBIT-Margen. Mit 950 Mio. € Börsenwert steht die Aktie beim 11-fachen des erwarteten Gewinns. Nicht super teuer, aber die Wind-Wette braucht Geduld.

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In der Kurz-Analyse:

LKW-Comeback

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Es wird nicht so viel drüber geredet, aber 2026 ist auch das Jahr der amerikanischen LKW-Logistiker. Knight-Swift, Old Dominion, XPO, JB Hunt, Schneider National: alle schon über 30% im Plus dieses Jahr.

 

Der normale Zyklus erklärt einen Teil davon (in schwierigen Zeiten machen kleine Konkurrenten dicht, Angebot sinkt, Preise steigen). Aber es gibt noch ein paar andere Treiber:

  • Trumps Durchgreifen: Seit er im Amt ist, hat die Regierung über 30.000 als illegal eingestufte LKW-Führerscheine zurückgezogen und fast 10.000 Anbieter geschlossen, wo man solche Führerscheine machen konnte. Dazu werden Englischkenntnisse härter geprüft. Die Zahl der verfügbaren LKW-Fahrer ist dadurch deutlich gesunken.
  • Neue Haftungsregeln: Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs hat entschieden, dass Speditionen für Fehler ihrer ausgewählten Carrier haften. Das war bisher anders und macht es für Speditionen wichtiger, vertrauenswürdige (also große) Carrier zu nehmen.
  • Kriminalität seit Corona: Fake-Carrier, die Lieferungen klauen, sind ein echtes Problem geworden. Auch das treibt Aufträge zu den großen, etablierten Playern.

Die Bewertungen sind mit KGVs von über 30 bei allen großen Playern schon echt teuer. Wenn aber neben dem geschrumpften Angebot auch noch die Nachfrage deutlich anzieht, könnten die LKW-Firmen ordentlich Geld machen. Einem muss aber bewusst sein, dass das wahrscheinlich eine zyklische Branche bleibt. In guten Zeiten bestellen alle LKWs, das führt zu Überkapazität, Preise sinken, die Schwächsten gehen unter, und das Spiel beginnt von vorn.

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