NVIDIA x China, Cisco steigt wie seit 14 Jahren nicht, Ford kann auch KI, Sandoz kopiert & Markel hat Aktivist ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Schönes Wochenende von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 14.05.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.456+1.32%
STOXX 505.935+2.18%
S&P 5007.501+0.77%
NASDAQ26.635+0.88%
Bitcoin81.236 $+2.46%
Klarna16 $+20.31%

Zahl des Tages: +20% in zwei Tagen. Ford hat diese Woche eine Rally hingelegt, die man von einem 120 Jahre alten Autobauer nicht erwartet. Der Grund: das neue Business Ford Energy. Damit will Ford große Batteriespeicher bauen, unter anderem für Rechenzentren. Ein Analyst von Morgan Stanley traut dem Geschäft bis Ende des Jahrzehnts eine halbe Milliarde Dollar Gewinn zu. Einer von Barclays sieht das eher als Maximalpotenzial, das Ford erstmal erreichen muss. Börsen-Strategisch ist es aber natürlich smart, auf den Rechenzentrum-Boom aufzuspringen.

Thema des Tages:

Mega-IPO

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Als wir am 20. April das erste Mal intensiver über den Chiphersteller Cerebras gesprochen haben, stand eine Bewertung von 35 Mrd. $ im Raum. In den letzten Tagen wurde die dann auf rund 50 Mrd. $ angehoben. Gestern zum Börsenstart hat sich der Kurs dann zwischenzeitlich nochmal fast verdoppelt. Auf rund 100 Mrd. $ Börsenwert.

 

Das für eine Firma mit 500 Mio. $ Jahresumsatz, von dem 86% von zwei Firmen aus Abu Dhabi kamen.

 

Cerebras hat zwar Bestellungen für über 20 Mrd. $ in der Pipeline (unter anderem von Amazon und OpenAI), aber die Deals sind komplex. Im Vertrag mit OpenAI steht laut Börsenprospekt, dass Cerebras nicht an bestimmte OpenAI-Konkurrenten verkaufen darf.

 

Und wie gut ist die Technologie wirklich? Laut SemiAnalysis sind die Chips von Cerebras sehr schnell, können aber nicht so große und komplexe Modelle rechnen. Die Wette ist, dass auch kleinere Modelle in Zukunft extrem leistungsfähig sein werden. SemiAnalysis hält das nicht für unrealistisch, aber auch nicht für einen No-Brainer. Außerdem sehen sie Cerebras als sehr abhängig von OpenAI.

 

Ein Detail, das den Kurs zusätzlich angetrieben haben könnte: Arm und Softbank haben kurz vor dem Börsengang noch versucht, Cerebras zu kaufen. Das kann alles aufgehen, aber 100 Mrd. $ Bewertung für 500 Mio. $ Umsatz ist ambitioniert.

 

Was sonst noch los war:

  • Cisco (+13%) hat den stärksten Kursanstieg seit über 14 Jahren hingelegt. Die Firma will zwar 4.000 Mitarbeiter entlassen (rund 5%), aber nur in Bereichen außerhalb von KI. Darauf fokussiert sich Cisco mit seiner Netzwerktechnologie aktuell. Allein dieses Jahr erwartet die Firma 9 Mrd. $ an Bestellungen von den großen Cloud-Anbietern. Das bisherige Ziel waren 5 Mrd. $.
  • NVIDIA (+4%) hat die Marke von 5.700 Mrd. $ Börsenwert geknackt. Fast das Doppelte von dem, was alle börsennotierten Firmen in Deutschland zusammen wert sind. Auslöser: US-Behörden haben 10 chinesischen Firmen (darunter Alibaba, Tencent und ByteDance) die Genehmigung gegeben, NVIDIAs H200-Chips zu kaufen.
  • Klarna (+20%) hat zum ersten Mal seit dem IPO letztes Jahr keinen Verlust gemacht, sondern 1 Mio. $ Nachsteuergewinn. Die Prognose fürs laufende Quartal war zwar eher unter den Erwartungen, aber nach über 40% Kursverlust dieses Jahr hat‘s trotzdem gereicht.
  • StubHub (+14%) (bei uns eher als Viagogo bekannt) hat nach soliden Zahlen zugelegt. Der CEO meinte, die Nachfrage nach Live-Events sei grad sehr hoch. Passend dazu hat auch Eventim (+4%) zugelegt.
  • Allianz und Siemens haben in den letzten Tagen sehr solide Quartalszahlen geliefert. Siemens hat außerdem für rund 1 Mrd. € den italienischen Bahntechnik-Anbieter Mermec gekauft.
  • Beim Treffen von Trump, Xi Jinping und US-Tech-Größen (Cook, Musk, Huang) hat Xi Jinping angedeutet, dass sich China noch mehr öffnen will.
  • CSG Systems aus Tschechien hat wohl versucht, einen Anteil am Panzerhersteller KNDS zu bekommen, kurz bevor der an die Börse will. CSG steht unter Druck: Die Aktie ist dieses Jahr stark gefallen (von 30 Mrd. € auf 15 Mrd. € Börsenwert), dazu gab's vor wenigen Tagen noch einen Shortseller-Bericht.

In der Kurz-Analyse:

Sandoz kopiert

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Bei Abnehmspritzen denken alle an Novo Nordisk oder Eli Lilly. Sandoz will das Spiel von der anderen Seite aufrollen: als Nachahmer. Die Schweizer stellen Generika und Biosimilars her, also Nachahmerprodukte von Medikamenten, deren Patentschutz abläuft. Damit machen sie 11 Mrd. $ Umsatz im Jahr.

 

70% vom Umsatz kommen aus dem klassischen Generikageschäft (Blutdruckmittel, Antibiotika). Das läuft stabil, wächst aber kaum. Die eigentliche Wette sind Biosimilars: Nachahmer von komplexen, biologisch hergestellten Medikamenten wie Krebstherapien oder Hormonpräparate. Schwerer herzustellen, dafür deutlich weniger Preisdruck.

  • Erster Erfolg: Im Sommer 2025 hat Sandoz als erstes Unternehmen Nachahmerprodukte für Denosumab (Amgen-Blockbuster gegen Osteoporose) in den USA gelauncht. Im ersten Jahr schon 50-62% Biosimilar-Marktanteil.
  • Die Ozempic-Perspektive: Semaglutid-Patente laufen in Kanada und Brasilien bereits aus. Sandoz will dort Erfahrung und Daten sammeln, um vorbereitet zu sein, wenn in Europa und den USA in den 2030ern die Patente fallen. Allerdings werden viele Konzerne versuchen, sich in dem Bereich zu positionieren.
  • Starkes Jahr: Umsatz 2025 +7%, Aktie auf Jahressicht +90%, dazu eine kleine Dividende von knapp 1%.

Der Börsenwert von 35 Mrd. $ bedeutet ein erwartetes KGV von 20. Das liegt deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre (KGV 15). Aber der Markt für Biosimilars wächst stark, weil immer mehr Blockbuster-Patente auslaufen (Keytruda, Enhertu, Eylea).

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Das nächste Berkshire?

Markel

Jetzt, wo Warren Buffetts letztes Jahr zu Ende ist, suchen immer mehr Leute nach dem nächsten Berkshire Hathaway. Einer der Namen, der dabei immer wieder auftaucht: die Markel Group. CEO Tom Gayner sagt selbst, dass er seit Jahren das Berkshire-Playbook studiert. Seit dem Börsengang 1986 hat sich die Aktie mehr als ver-220-facht.

 

Markel ist ein Versicherer und nutzt seinen Float (das Geld aus Prämien und noch nicht ausgezahlten Schäden), um langfristig in Aktien zu investieren und ganze Unternehmen zu kaufen. Über die letzten 10 Jahre hat Markel den S&P 500 mit im Schnitt 2 Prozentpunkten pro Jahr geschlagen. Aber besonders in den letzten Jahren war die Kursperformance schwächer als die von Berkshire selbst.

 

Das ist auch dem aktivistischen Investor Jana Partners aufgefallen. Der fordert seit 2024, dass Markel seine Ventures-Sparte verkauft, eine Sammlung von 20 komplett übernommenen Firmen (Handtaschenhersteller, Hausbauer), die nichts mit Versicherungen zu tun haben.

  • Janas Argument: Die Sparte könnte laut Barrons knapp 10 Mrd. $ wert sein, wirkt aber wie eine „Giftpille", die den eigentlichen Wert des Versicherungsgeschäfts verdeckt und Investoren abschreckt. Mit dem Erlös sollen Aktienrückkäufe von 2 Mrd. $ finanziert werden (fast 10% vom Börsenwert).
  • Bewertungslücke: Spezialversicherer wie W.R. Berkley und RLI handeln beim ca. 2,5-fachen Buchwert. Markel handelt nur 30% über dem eigenen Buchwert. Das Management selbst geht davon aus, dass die Firma knapp 60% mehr wert ist als der aktuelle Börsenwert von 23 Mrd. $.

Der CEO will die Ventures-Sparte aber behalten, als Stabilitätsanker für das Gesamtunternehmen. Auch Chris Davis, der im Aufsichtsrat von Berkshire sitzt und langjähriger Markel-Investor ist, hat Janas Plan als „einen der dümmsten Vorschläge der letzten 20 Jahre" bezeichnet. Ob Jana sich durchsetzt, könnte wichtig für die Kursentwicklung sein.

Tipp der Woche - von Noah

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Ich bin die letzten zwei Wochen nicht wahnsinnig viel zum Medienkonsum gekommen, weil wir selbst grad einiges produzieren. Daher bisschen Eigenwerbung: Seit April gibt's jeden Samstag eine Sonderfolge mit einem Interview. Letzte Woche zum Beispiel Deep-Dive ins Prothesen-Business mit dem CEO von Ottobock. Oder in der Woche davor der CEO von KSB. Diesen Samstag kommt der Gründer von Hyrox.

Und beim X-Account Internal Tech Emails werden grade viele interne Nachrichten rund um OpenAI veröffentlicht. Immer spannend zu lesen, wie Sam Altman, Satya Nadella und Co. kommunizieren.

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