Big Pharma cancelt Deutschland. Broadcom. Private Equity leidet, Sunbelt-Aktie, Giga-ETF, yFood-Deal, Kioxia steigt ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Keine guten Nachrichten zum Start in den Morgen: Pharma-Riesen canceln den Standort Deutschland wegen neuer Gesetze. Erst hat gestern Boehringer Ingelheim eine 900 Mio. € Investition in Deutschland gecancelt - und das als eine der reichsten Familien Deutschlands.

Dann hat Eli Lilly eine geplante 2,3 Mrd. $ Investition in DE halbiert. Wir haben also an einem Tag rund 2 Mrd. € an Investition verloren.

 

Aber es gab auch gute Nachrichten für Deutschland:

Was war los gestern?

(Stand 03.06.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.796-1.31%
STOXX 506.054-0.89%
S&P 5007.554-0.74%
NASDAQ26.854-0.89%
Bitcoin65.183 $-2.23%
Partners Group687 $-16.33%

Zahl des Tages: 1.000.000.000.000 $. So viel Geld verwaltet der Vanguard S&P 500 ETF und knackt damit als erster ETF die 1.000 Mrd. $ Marke. Seit 2022 hat sich das verwaltete Vermögen vervierfacht, getrieben vom ETF-Boom und steigenden Kursen. Aber auch innerhalb der ETF-Welt hat Vanguard Marktanteile gewonnen. Der Hauptgrund: Kosten von nur 0,03%. Bis Februar 2025 war noch der SPY von State Street der größte, der verlangt aber 0,095% an Gebühren.

Thema des Tages:

Dealmaker am Werk

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Gestern war ein wilder Tag für alle, die gerne Firmen kaufen, verkaufen oder irgendwas dazwischen machen.

 

Nr. 1: Nestlé kauft yFood

Das deutsche Startup yFood ist eins der wenigen Themen, für die der neue Nestlé-CEO gerade Geld ausgeben will. Nestlé hält ja schon seit 2023 49% an yFood und hat den Gründern jetzt ihre restlichen Anteile abgekauft. Angeblich zu einer Bewertung von rund 500 Mio. €. Klingt nach viel, aber yFood macht immerhin um die 150 Mio. € Umsatz.

 

Nr. 2: Rheinmetall trennt sich von der Autosparte

Rheinmetall hat seine Autosparte verkauft (rund 2 Mrd. € Umsatz, aber Verluste). Ursprünglich wollten sie mal 1 Mrd. € dafür, rausgekommen sind jetzt 350 Mio. €. Ziemlich enttäuschend, bei einer Firma mit 56 Mrd. € Börsenwert aber auch ziemlich egal.

 

Nr. 3: Partners Group limitiert Abflüsse

Die Schweizer Partners Group hat limitiert, wie viel Geld Kunden aus einem ihrer Fonds abziehen können. Konkret wollten Kunden letztes Quartal fast 10% rausziehen, erlaubt werden jetzt aber nur noch 5%. Die Aktie ist danach 16% abgeschmiert. Why? Erstens ist es kein Zeichen von Stärke, dass Kunden so viel Geld abziehen wollen. Zweitens ist es auch kein Zeichen von Stärke, dass man das blockiert statt neue Investoren reinzuholen. Nach der Meldung haben auch KKR, Blackstone, Ares und Blue Owl rund 4% verloren.

 

Was sonst noch los war:

  • Alphabet hat bei seiner Kapitalerhöhung nicht wie geplant 80 Mrd. $ eingesammelt, sondern 85 Mrd. $. Nur um das mal einzuordnen: Es gibt nur sechs Firmen an den deutschen Börsen, die insgesamt 85 Mrd. $ wert sind.
  • Kioxia hat gestern zwischenzeitlich Toyota als zweitwertvollste Firma Japans überholt. Und das als Unternehmen, das noch keine zwei Jahre an der Börse ist. Der japanische Private-Equity-Investor Japan Industrial Partners hat damit einen irren Deal gemacht: Die haben 2023 Toshiba für rund 15 Mrd. $ gekauft. Kioxia war früher die Speicherchipsparte von Toshiba, und allein ihr 27%-Anteil an Kioxia ist heute rund 70 Mrd. $ wert.
  • AkzoNobel (-17%) hat verloren, weil die Konkurrenten Nippon Paint und Sherwin-Williams jetzt doch kein Interesse mehr an einer Übernahme des Farben- und Beschichtungsgiganten haben.
  • Trump hat neue Zolldrohungen rausgehauen, die Börse hat aber entspannt reagiert. Man hat sich mittlerweile dran gewöhnt, erstmal abzuwarten, wie die Zölle am Ende wirklich ausfallen. Zusammen mit der weiter angespannten Lage zwischen den USA und dem Iran hat‘s aber gereicht, um die großen Indizes in den USA und Europa ins Minus zu drücken.
  • Und auch in der KI-Welt gab’s zumindest nach Börsenschluss eine kleine Enttäuschung - nämlich die neuen Quartalszahlen von Broadcom. Wobei Enttäuschung schon ein hartes Wort ist. Die Umsätze mit KI-Produkten sind letztes Quartal 143% gestiegen und sollen im laufenden Quartal sogar 200% steigen. Das Wachstum beschleunigt sich also sogar. Trotzdem war die Aktie nach Börsenschluss erstmal leicht im Minus - Broadcom hat aber auch alleine in den letzten 5 Tagen 300 Mrd. $ an Börsenwert zugelegt, die Erwartungen waren also extrem hoch und die Zahlen zwar super aber nicht viel besser als erwartet.

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Ab 2027 kommen die staatlich geförderten Altersvorsorgedepots. Aber was bringen die?

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In der Kurz-Analyse:

Sunbelts Comeback-Wette

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Eine 32 Mrd. $ Firma, von der kaum jemand den Namen kennt. Das liegt daran, dass Sunbelt Rentals erst seit März so heißt. Vorher war das Unternehmen 40 Jahre als Ashtead Group an der Londoner Börse gelistet. Der Wechsel an die NYSE hatte einen klaren Grund: Fast der gesamte Gewinn wird in den USA gemacht, und US-Investoren sind bereit, mehr zu zahlen. Das KGV ist seit dem Wechsel von durchschnittlich 19 auf knapp 24 gestiegen.

 

In den USA kennt man die grünen Bagger und Baugeräte, die sich Firmen mieten können. Sunbelt ist im fast 90 Mrd. $ großen Mietmarkt die Nummer zwei mit ca. 1.500 Standorten und über 10% Marktanteil.

  • Klassisches Geschäft schwächelt: Hohe Zinsen bremsen den Hochbau, der Umsatz ist leicht rückläufig. Aber Sunbelt macht in schlechten Jahren oft mehr Cash, weil weniger in neue Geräte investiert werden muss. In den letzten 9 Monaten sind 1 Mrd. $ in Aktienrückkäufe geflossen (knapp 3% vom Börsenwert), weitere Rückkäufe in gleicher Höhe sollen folgen.
  • KI-Fantasie im Portfolio: Fast ein Drittel vom 11 Mrd. $ Umsatz kommt mittlerweile von Speziallösungen. Dazu gehören temporäre Kühlsysteme und Generatoren, die auch beim Bau von Rechenzentren gebraucht werden.
  • Margenpotenzial: Die operative Marge liegt aktuell bei 22%, früher waren es im Schnitt 27%. Allein eine Rückkehr zum alten Niveau würde den operativen Gewinn um rund 25% steigern. Fairerweise verspricht das Management das aber auch schon seit Jahren.
  • Auf dem Schirm haben sollte man die über 10 Mrd. $ Nettoschulden. Falls es eng wird, könnte Sunbelt aber ältere Geräte verkaufen. Die gesamte Flotte wird auf einen Wert von rund 20 Mrd. $ geschätzt.
Zum Podcast

In der Krypto-Welt:

Saylor verkauft

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"Verkaufe niemals deine Bitcoins." Das hat Michael Saylor, Gründer von Strategy und einer der größten Bitcoin-Investoren der Welt, im Februar 2025 gepostet. Jetzt kam raus: Strategy hat im Mai 2,5 Mio. $ an Bitcoins verkauft. Das erste Mal seit 2022. Bei rund 60 Mrd. $ Bitcoin-Bestand sind das Peanuts, aber das Signal ist wichtig.

 

Seit der News am Montag ist der Bitcoin-Kurs von knapp 73.000 $ auf 67.000 $ gefallen. Ripple, Ether und Solana sind auch abgeschmiert.

  • Das Modell dahinter: Strategy hat in den letzten Jahren funktioniert, weil die Börse die Firma deutlich höher bewertet hat als den eigenen Bitcoin-Bestand. Bitcoin für 10 Mrd. $, Börsenwert 30 Mrd. $. Wenn man dann Aktien für 1 Mrd. $ verkauft, Bitcoin dafür kauft und die Bitcoins auch mit dem Dreifachen bewertet werden, macht man 2 Mrd. $ "Gewinn".
  • Das Problem jetzt: Die Gap ist komplett verschwunden. Der Börsenwert liegt mit unter 50 Mrd. $ mittlerweile niedriger als der Bitcoin-Bestand. Neue Aktien zu verkaufen, um Bitcoin zu kaufen, macht in dem Umfeld keinen Sinn. Der Bitcoin-Verkauf ist da tatsächlich rationaler.
  • Kapital shiftet weg: KI- und Quantencomputing-Aktien gehen durch die Decke, viele Krypto-Trader zocken auf Prediction Markets. Die kleine Aktie K Wave Media wollte noch vor Wochen ein neues Strategy werden und hat dann entschieden, die 500 Mio. $ statt in Bitcoins doch lieber in KI-Rechenzentren zu stecken.

Langfristig kann man argumentieren, dass genau solche Negativphasen die besten Einstiegszeitpunkte sind. Aber anders als bei Aktien gibt's kein echtes Business, das den Kursabfall nach unten abfedert. Rückenwind könnte von neuen US-Krypto-Gesetzen kommen, aber auch da läuft’s nicht. Coinbase drängt darauf, dass Stablecoins Zinsen auszahlen dürfen. Die Banken blocken. JPMorgan-CEO Jamie Dimon hat Coinbase in einem Interview sogar als "Full of Shit" bezeichnet.

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