Pferdewetten mit Churchill Downs, indischer SpaceX-Moment, AbbVie, Fujikura & Berenberg ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
Im Browser anzeigen
OAWS_Newsletter_black

Freitag war ja Feiertage in den USA, entsprechend gab's da keine großen Bewegungen. Aber im Hintergrund ist einiges passiert:

 

Guten Wochenstart von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 21.06.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.986-0.16%
STOXX 506.293-0.48%
S&P 5007.501+1.08%
NASDAQ26.518+1.91%
Bitcoin64.135 $-0.16%
Fujikura5.161 $+15.69%

Zahl des Tages: 39,28%. Beim Übernahmeangebot, das gerade gelaufen ist, hat die Unicredit nochmal über 10% der Aktien von Aktionären eingesammelt. Sobald sie die haben, kommen sie auf eine Beteiligung von fast 40%. Und mit knapp 40% könnte die Unicredit bei einer Hauptversammlung der Commerzbank sogar schon die Mehrheit kriegen, weil erfahrungsgemäß nie alle Aktionäre abstimmen.

Thema des Tages:

Indisches SpaceX

ae982096b3fd9a54f1f64535532f5f88

Indien plant den größten Börsengang seiner Geschichte. Multi-Milliardär Mukesh Ambani will seine Telekommunikationsfirma Jio an die Börse bringen und dabei rund 4 Mrd. $ einsammeln. Er will dafür aber nur 2,5% der Aktien verkaufen. Bei SpaceX haben schon viele kritisiert, dass nur 5% auf den Markt kommen. Hier ist's die Hälfte davon.

 

Bei einer Bewertung von 160 Mrd. $ wäre Jio die zweitwertvollste indische Firma an der Börse. Auf Platz eins steht Reliance Industries, das Konglomerat von Ambani selbst. Jio hat übrigens rund 500 Mio. Kunden und will genau wie SpaceX in den nächsten Jahren Satelliten ins All bringen, um die Netzabdeckung zu verbessern.

 

Apropos SpaceX: Nach dem krassesten Börsenstart aller Zeiten hat die Aktie ja gegen Ende der Woche etwas nachgelassen. Trotzdem hat SpaceX in seinen ersten fünf Handelstagen 670 Mrd. $ an Börsenwert zugelegt. Das ist ziemlich genau so viel wie Intel insgesamt an der Börse wert ist.

 

Aber muss so ein Start langfristig was heißen? Auf Platz zwei der besten Erstwochen steht Rivian mit fast 90 Mrd. $ Wertzuwachs. Die Aktie ist seitdem um rund 90% gecrasht.

 

Was sonst noch los war:

  • Die Straße von Hormus könnte wieder zum Krisenherd werden. Der Iran hat am Samstag angekündigt, die Meerenge zu sperren, weil Israel weiterhin den Libanon angreift. Gestern haben sich dann US-Vizepräsident JD Vance und iranische Vertreter in der Schweiz getroffen. Es wird also weiter verhandelt, aber die Meldung zeigt, wie fragil der ganze Deal bleibt.
  • Google hat das zweite Top-KI-Talent innerhalb einer Woche verloren. Nachdem letzte Woche schon ein Spitzenforscher zu OpenAI gewechselt ist, geht jetzt John Jumper zu Anthropic. Jumper hat für seine Arbeit bei Googles KI-Einheit DeepMind sogar den Nobelpreis gewonnen.
  • Die BaFin hat alle drei Geschäftsführer der Privatbank Berenberg abberufen lassen. Im Kern soll es um Produkte und Transaktionen gehen, die nicht zum Profil der Bank passen, aber von der Führung durchgewunken worden sind. Als Nachfolger hat die BaFin Hans-Walter Peters eingesetzt, der jahrelang gemeinsam mit dem jetzt abberufenen Hendrik Riehmer die Bank geführt hat.
  • AbbVie will laut Financial Times die Biotech-Firma Apogee Therapeutics für 11 Mrd. $ kaufen. Apogee war letzten Donnerstag noch 7 Mrd. $ wert. Übrigens sind dieses Jahr bereits Pharma-Deals im Volumen von über 200 Mrd. $ verkündet worden.
  • Ryanair hat den Vertrag von CEO Michael O'Leary bis 2032 verlängert. Das dürfte viele Aktionäre freuen.
  • Fujikura (+16%) in Japan profitiert von der extrem starken Nachfrage nach Glasfaserprodukten. Japan hat generell erstaunlich viele Profiteure im Chip-Markt: Vom Toilettenhersteller Toto (der Komponenten für die Chipproduktion herstellt) über Chemie-Aktien wie Resonac bis zu den klassischen Halbleiter-Aktien wie Tokyo Electron oder Renesas.

In der Kurz-Analyse:

Substrat-Boom

werkeroeffnung-ats-hattmannsdorfer-c-ats-wasmayer

Die Aktie von AT&S liegt seit Jahresbeginn fast 600% im Plus. Der Grund steckt tief in der KI-Lieferkette: Jeder KI-Chip braucht ein sogenanntes Substrat. Das ist quasi der Adapter zwischen dem winzigen Chip und der großen Platine im Gerät.

  • Der Engpass: KI-Chips werden immer komplexer, die Substrate immer aufwendiger. Nur eine Handvoll Firmen weltweit kann sie in der nötigen Qualität herstellen. Morgan Stanley rechnet damit, dass die Angebotslücke bis 2030 auf rund 15% steigt.
  • Strategische Sonderstellung: AT&S ist der einzige nennenswerte Substrat-Hersteller in Europa. Fast die gesamte Konkurrenz sitzt in Asien. Für westliche Kunden, die Abhängigkeiten reduzieren wollen, ist das ein echtes Argument.
  • Boom-Modus: AT&S hat angekündigt, bis zu 2 Mrd. € in den Ausbau der Werke in Malaysia und China zu investieren. Hauptkunde ist AMD, dazu kommt ein zweiter, ungenannter Abnehmer. Die Kunden tragen die Investition über langfristige Zusagen praktisch komplett mit. Dieses Jahr will AT&S rund 50% wachsen.
  • Doppelter Hebel: AT&S macht nicht nur Substrate, sondern auch die großen Leiterplatten, auf denen alles zusammenkommt. Auch dort gibt's ein Bottleneck.

ABER: AT&S bedient nur einen kleinen Teil der Lieferkette. Das ist eine Wette, die auch drehen kann. Der Börsenwert liegt bei fast 9 Mrd. €, letztes Jahr hat die Firma noch Verlust gemacht. Analysten rechnen erst 2029 mit über 700 Mio. € Gewinn (KGV dann 13). Die Aktie ist heißgelaufen, auf große Ausschläge muss man sich einstellen.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Pferderennen-Monopol

Kentucky-Derby-Shutterstock-photo-via-Stacker.com_

Das Kentucky Derby gibt's seit 1875, es ist eins der ältesten Sportevents der USA. Jedes Jahr profitiert davon die 6 Mrd. $ schwere Firma Churchill Downs. 150.000 Menschen strömen zur Rennbahn in Louisville für die angeblich spannendsten zwei Minuten im Sport. Aber das eigentlich Interessante liegt abseits der Rennbahn.

  • Regulatorischer Burggraben: Der Interstate Horseracing Act schützt Pferdewetten vor Konkurrenz durch Prediction Markets und Sportwetten-Anbieter wie DraftKings. Wer Pferdewetten anbieten will, braucht die Zustimmung von Rennbahn-Betreibern, Pferdebesitzern und der Rennkommission. Mit neun Rennbahnen betreibt Churchill die größte Pferdewett-Plattform TwinSpires. Marktanteil: über 60%.
  • Wachstumsmaschine: Die sogenannten Historical Horse Racing Machines sind der spannendste Bereich. Spieler setzen auf anonymisierte, vergangene Rennen. Die Maschinen fallen unter Pferdewetten-Recht statt Glücksspiellizenz und können deshalb theoretisch überall aufgestellt werden. Inzwischen hat Churchill das so weiterentwickelt, dass Spieler mit historischen Renndaten sogar legal Blackjack und Roulette spielen können. Das gesamte Wetten-Business macht fast 50% vom Umsatz und wächst zweistellig.

Trotzdem hat die Aktie 2025 über 20% verloren. Louisiana hat die Historical Horse Racing Machines für illegal erklärt, Churchill musste dort Maschinen abbauen und hat die Umsatzerwartungen im Q1 verfehlt. Bei einem erwarteten KGV von 12 ist das aber zum Teil eingepreist. Der Schnitt der letzten drei Jahre lag bei 18.

Alte Folgen durchsuchen:

  • Suchmaschine für Ohne Aktien Wird Schwer.

HIER KÖNNTE DEIN NAME STEHEN

Mit dem Link da unten kannst du diesen Newsletter weiterempfehlen. Wozu? Wenn du mehr als 15 erfolgreiche Empfehlungen hast, packen wir deinen Namen in den Newsletter inklusive Link zu deinem LinkedIn-Profil oder einer Aktie, die du grad spannend findest.*


Antworte dazu einfach auf diese Mail, sobald du die Marke erreicht hast. 



https://omr-de.typeform.com/to/AHuslixQ#name=dein Vorname&user_id=

Erfolgreiche Empfehlungen: 0

*P.S.: Da es schon manche gab, die das System mit Fake-Mails austricksen wollten, entscheiden wir auf Fallbasis, ob die gewonnenen Mails auch wirklich echt sind und verpflichten uns generell nicht, euch zu erwähnen.

Komm in die Gruppe

Jemand hat dir diesen Newsletter weitergeleitet?
Dann kannst du dich HIER anmelden.

Diesen Newsletter vom 22.06.2026, 7:00 Uhr stellt dir die Podstars GmbH zur Verfügung. Christoph Damm, Timon Wunderlich und Noah Leidinger sorgen dafür, dass auch was drin steht.

Podstars GmbH, Lagerstraße 36, 20357 Hamburg, Deutschland

Abmelden