Amazon vs. FedEx & UPS. Palantir wächst 85%. Pinterest überrascht. Norwegian Cruise senkt Prognose. Gamestop will mit Ebay Amazon werden.  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Kurzer Rückblick: Der April war äußerst erfolgreich für die US-Börse. S&P 500 und Nasdaq haben im letzten Monat 10% and 15% zugelegt - der beste Monat für die beiden Indizes seit 2020. Der Start in den Mai war aber wegen neuer Unsicherheiten um den Irankrieg nicht so gut.

 

Von Timon, Christoph & Noah

Was war los gestern?

(Stand 04.05.2026, 22:00 Uhr)

DAX23.991-1.24%
STOXX 505.764-2.00%
S&P 5007.201-0.41%
NASDAQ25.068-0.19%
Bitcoin80.248 $+2.17%
Global Business Travel9 $+57.50%

Zahl des Tages: 110. So hoch ist das erwartete KGV von Palantir. Die Firma hat gestern nach Börsenschluss Zahlen geliefert, die eigentlich beeindruckend sind: Umsatz um 85% gewachsen (schnellstes Wachstum seit dem Börsengang 2020), Gewinn mehr als vervierfacht.

 

Palantir baut Software und KI-Tools vor allem für das US-Militär und Regierungsbehörden, und in Zeiten des Iran-Kriegs läuft das Geschäft entsprechend gut. Auch das Geschäft mit “normalen” Unternehmen hat sich mehr als verdoppelt. Trotzdem hat sich die Aktie danach kaum bewegt. Bei der Bewertung ist eben auch das stärkste Wachstum schon eingepreist.

Thema des Tages:

Amazon gegen FedEx & UPS

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Amazon hat angekündigt, sein Logistiknetzwerk ab sofort auch für externe Unternehmen zu öffnen. Bisher konnten nur Amazon-Händler darauf zugreifen. Jetzt bietet die Firma Transport, Lagerung und Paketzustellung für alle an, alles aus einer Hand.

 

Die Reaktion an der Börse war eindeutig: FedEx (-9%) und UPS (-10%) haben massiv verloren, andere Logistikfirmen auch. Amazon hat leicht gewonnen.

 

Warum ist das so ein Problem für die Konkurrenz?

Amazon hat über Jahre ein riesiges Netzwerk aufgebaut und liefert schon ein Viertel aller US-Pakete aus. FedEx und UPS hatten sich zuletzt bewusst aus dem Massenmarkt zurückgezogen und auf höhermargige Bereiche wie das Gesundheitswesen oder gekühlte Produkte gesetzt.

 

Das Problem: Amazon stößt jetzt auch genau in diese Nischen vor. Die Strategie, dem Preiskampf mit Amazon auszuweichen, könnte damit hinfällig sein.

 

Was sonst noch los war:

  • Pinterest (Nach Börsenschluss: +15%) hatte fünf Quartale in Folge die Erwartungen beim Gewinn verfehlt, zuletzt hat auch der Gegenwind durch Trumps Zölle das Werbegeschäft gedrückt. Jetzt waren die Zahlen besser als erwartet: Pinterest kommt auf 630 Mio. monatliche Nutzer und verdient pro Nutzer mehr als gedacht.

  • Global Business Travel Group (+58%) wird für 6 Mrd. $ übernommen. Käufer ist Long Lake Management, ein Startup, das von General Catalyst finanziert wird (einer der größten Startup-Investoren, bekannt als früher Airbnb-Investor). Der Kaufpreis bedeutet 60% Aufschlag auf den letzten Schlusskurs. American Express hat noch 30% der Anteile gehalten und kassiert knapp 1,5 Mrd. $.

  • GameStop (-10%) hat gesagt, dass die man mit der Übernahme vom deutlich größeren eBay für 56 Mrd. $ einen Konkurrenten zu Amazon schaffen möchte. Der Markt ist nicht überzeugt. eBay selbst hat nur ca. 5% gewonnen, obwohl der Übernahmeaufschlag bei 20% liegt.

  • Norwegian Cruise Line (-9%) hat die Prognose gesenkt. Spannungen im Nahen Osten, hohe Spritpreise und schwache Nachfrage aus Europa belasten das Geschäft. Beim bereinigten Gewinn soll es erstmals seit 2020 auf Jahressicht einen Rückgang geben. Damit trifft die Krise Norwegian härter als Royal Caribbean und Carnival.

  • Tyson Foods (+8%) hat die Prognose angehoben. Starke Nachfrage nach Hühnerfleisch plus günstiges Futter haben die Margen gepusht. Das Rindfleisch-Geschäft schwächelt zwar weiter (verkaufte Menge wegen hoher Preise deutlich gefallen), aber das Hühnchen-Business hat das mehr als ausgeglichen.

In der Kurz-Analyse:

Ich und mein Holz

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Nach 125 Jahren im Forst-Geschäft sitzt Weyerhaeuser auf über 40.000 km² Wald (ungefähr so groß wie Dänemark) und will von den Daten, die sie seitdem gesammelt haben, profitieren. Drohnen filmen die Gebiete, KI-Modelle entscheiden, welche Bäume gefällt werden. Früher mussten Förster das Gelände selbst ablaufen. Das Ziel: den bereinigten operativen Gewinn vor Abschreibungen bis 2030 mehr als verdoppeln.

  • Effizienz plus neue Geschäftsfelder: Nur ein Drittel vom geplanten Wachstum soll durch steigende Holzpreise kommen. In Arkansas entsteht gerade für 500 Mio. $ ein Werk, das aus kleinen, krummen Bäumen hochwertige Holzbalken presst. Dazu will man aus Holzresten einen Ersatz für Kokskohle herstellen, die gerade von der US-Regierung als kritischer Rohstoff eingestuft wurde.

  • Bewertung? Bei 18 Mrd. $ Börsenwert (inklusive Nettoschulden) bewertet die Börse jeden km² Wald mit ca. 550.000 $. Im Schnitt wurde zuletzt aber für fast 700.000 $ pro km² verkauft, knapp 30% mehr. Und bei Weyerhaeuser gibt's noch 33 Holzwerke und das Kanada-Geschäft obendrauf.

  • Die Krux ist der Häusermarkt & Holzpreis: 2021 hat Weyerhaeuser bei Rekord-Holzpreisen über 3,5 Mrd. $ operativen Gewinn gemacht. Letztes Jahr nur noch 700 Mio. $. In schwachen Phasen federt die Landvermietung (Solar, Wind, Rohstoffabbau) den Effekt etwas ab.

Das KGV liegt aktuell bei fast 60, was abschreckend wirkt. Setzt man den Börsenwert aber ins Verhältnis zum Durchschnittsgewinn der letzten zehn Jahre, kommt man auf unter 20. Dazu gibt's eine relativ stabile Dividendenrendite von rund 3%. Wer an eine Erholung des US-Häusermarkts glaubt, hat hier einen der größten Profiteure.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

Elliotts Klimawette

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Daikin ist der größte Klimaanlagenhersteller der Welt. Über 150 Länder, fast 30 Mrd. $ Umsatz, über 90% davon aus dem Kerngeschäft Klimatechnik. Trotzdem hat die Aktie auf Sicht von fünf Jahren 30% verloren, während sich US-Konkurrent Trane fast verdreifacht hat. Der Grund: Die operative Marge liegt bei nur 8%. Trane kommt auf 18%.

 

Genau deshalb hat sich der US-Hedgefonds Elliott 3% an Daikin gekauft und seinen Plan veröffentlicht:

  • Aufgeblähte Strukturen: Daikin hat Zukäufe nie richtig integriert, leistet sich über 50 Forschungszentren (Konkurrenz: unter 40) und investiert fast 7% vom Umsatz in neue Anlagen. Das ist dreimal so viel wie der Branchenschnitt. Das eigene Management hat eingestanden, zu lange auf Wachstum statt Profitabilität geachtet zu haben.

  • Die Forderungen: Aktienrückkäufe von bis zu 6 Mrd. $, Abstoßen von Randgeschäften wie Kühlvitrinen oder Ölhydraulik. Langfristiges Ziel: Die operative Marge soll sich bis 2031 fast verdoppeln.

  • Rechenzentren als Treiber: Daikin will seinen Rechenzentrumsumsatz bis 2030 auf rund 2 Mrd. $ verdreifachen, bei deutlich besseren Margen als im Kerngeschäft.

  • Schwaches Service-Geschäft: Konkurrenten verdienen viel an margenstarken Wartungsverträgen. Daikin hinkt hier hinterher und nennt den Punkt selbst als Priorität.

ABER: Solche Investoren-Pläne sind naturgemäß optimistisch. Ob sich das alles umsetzen lässt, muss sich zeigen. Nächste Woche präsentiert Daikin seinen neuen Mittelfristplan. Mit einem erwarteten KGV von 18 bei 45 Mrd. $ Börsenwert ist die Aktie jedenfalls deutlich günstiger als Trane (KGV 32). Wenn Elliott die Japaner zu mehr Profitabilität drängen kann, könnte es Aufholpotenzial geben.

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