Fresenius Medical Care crasht. Shopify & PayPal enttäuschen. Intel x Apple. HSBC verliert wegen Betrugsfall. Wieder mehr Bier von AB InBev. ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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Nachdem am Montag Iran und USA sich weiter beschossen hatten, ist der Dax gestern trotzdem mehr als eineinhalb Prozent gestiegen. Dass die Situation nicht weiter eskaliert ist, hat Anleger wohl beruhigt.

 

Viele Grüße von Noah, Christoph und Timon

Was war los gestern?

(Stand 05.05.2026, 22:00 Uhr)

DAX24.402+1.71%
STOXX 505.870+1.84%
S&P 5007.259+0.81%
NASDAQ25.326+1.03%
Bitcoin81.685 $+2.33%
PayPal46 $-7.74%

Zahl des Tages: 100.000.000.000 $. So viel Warenvolumen ist im letzten Quartal zum ersten Mal über Shopify gelaufen. Der Umsatz ist mit über 30% auf über 3 Mrd. $ gestiegen und lag über den Erwartungen. Trotzdem hat die Aktie über 10% verloren, weil der Ausblick enttäuscht hat. Shopify rechnet fürs laufende Quartal nur noch mit Wachstum in den hohen Zwanzigern. In den letzten vier Quartalen waren's noch über 30%. Bei einer Bewertung mit dem 70-fachen vom erwarteten Gewinn reicht das schon für ordentlich Druck.

Chart der Woche - Worum geht's?

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Welche Krise? Dieser US-Tech-Gigant hat sich auf Sicht von einem Jahr verfünffacht. Dabei war der Konzern damals in einer dicken Krise. Tipp: Das Comeback macht auch Donald Trump froh.

Auflösung unten.

Thema des Tages:

UniCredit will Commerzbank

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Die UniCredit hat gestern offiziell ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Geboten wird knapp eine halbe UniCredit-Aktie für jede Commerzbank-Aktie. Damit liegt das Angebot knapp 5 Mrd. € unterm Börsenwert der Commerzbank von rund 40 Mrd. €.

 

Was sagt die Commerzbank dazu?

 

Noch bevor das offizielle Angebot über die Ticker gegangen ist, hat Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp gestern hier bei uns in Hamburg auf der Bühne des OMR-Festivals Stellung bezogen. Orlopp hat gesagt, die UniCredit habe das Geschäftsmodell der Commerzbank trotz zehn Gesprächen noch nicht so ganz verstanden. In UniCredit’s Übernahmepräsentation würden ganz viele falsche Sachen drinstehen.

 

Beide Aktien haben gestern um die 5% zugelegt.

 

Was sonst noch los war:

  • Intel (+10%) hat von einer Meldung profitiert, dass Apple nach Alternativen zu TSMC sucht und erste Gespräche mit Intel und Samsung geführt hat. Konkrete Aufträge gibt's noch nicht, aber Apple hat gerade einen echten Chip-Engpass. Der KI-Boom hat die Nachfrage so explodieren lassen, dass Mac mini und Mac Studio nicht bedient werden können. Dazu kommt das geopolitische Risiko: Wenn China Taiwan angreift, hätte Apple ein massives Problem mit seiner TSMC-Abhängigkeit.

  • Anheuser-Busch InBev (+10%) hat zum ersten Mal seit 2023 wieder mehr Bier verkauft. Analysten hatten mit weiter sinkendem Absatz gerechnet, aber vor allem in Mexiko und Südamerika wurde ordentlich Corona und Michelob getrunken. Das hat die schwachen Zahlen aus USA und China ausgeglichen. Börsenwert: fast 160 Mrd. $.

  • Fresenius Medical Care (-11%) hat beim Nachsteuergewinn mit knapp 250 Mio. € leicht unter den Erwartungen gelegen. Das US-Geschäft hängt, weil es seit Corona weniger Behandlungen gibt. CEO Helen Giza hat allein im letzten Quartal 64 Kliniken dichtgemacht, aber das reicht dem Markt nicht. Ein bisschen Hoffnung macht eine neue Dialyse-Maschine, die jetzt in den USA ausgerollt wird.

  • PayPal (-8%) hat beim Umsatz mit 7% Wachstum besser als erwartet abgeschnitten. Aber das klassische Checkout-Geschäft wächst kaum noch, Apple Pay und Klarna setzen die Firma ordentlich unter Druck. Der neue CEO zieht Konsequenzen: 20% der Belegschaft (über 4.500 Jobs) sollen abgebaut und das Geld in KI reinvestiert werden. Dazu kam ein schwacher Ausblick.

  • HSBC (-5%) hat beim Vorsteuergewinn mit knapp 9,5 Mrd. $ leicht unter den Erwartungen gelegen. Die Bank hat 300 Mio. $ wegen der Lage im Nahen Osten zurückgelegt und ein Betrugsfall bei einem Kreditnehmer hat nochmal 400 Mio. $ gekostet. Insgesamt werden im ersten Quartal fast 1,5 Mrd. $ an Kreditausfällen erwartet, 50% mehr als im Vorjahr.

  • Vodafone kauft den fast 50%-Anteil von CK Hutchison am gemeinsamen Mobilfunkanbieter VodafoneThree für fast 6 Mrd. $. Damit gehört der größte Mobilfunkanbieter Großbritanniens komplett Vodafone. Die Aktie ist leicht gefallen, CK Hutchison (+5%) hat profitiert.

In der Kurz-Analyse:

Adidas holt alle Rekorde

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Erster Marathon unter zwei Stunden bei einem offiziellen Wettkampf, dazu ein neuer Marathon-Weltrekord der Frauen. Alles in Adidas-Schuhen. Neben dem sportlichen Erfolg hat auch das Geschäft abgeliefert: Im Q1 2026 ist der Umsatz um 14% auf über 6 Mrd. € gestiegen. Trotzdem hat die Aktie in den letzten zwölf Monaten fast 30% verloren. Viele Analysten glauben, dass der Retro-Hype (Samba, Gazelle) abflacht. Das Schuh-Business ist im letzten Quartal nur 4% gewachsen.

 

Aber Running erzählt eine andere Geschichte. Das Segment ist im Q1 um fast 30% gewachsen und hat laut CEO Björn Gulden jetzt sehr hohe Priorität.

  • Der Leuchtturm: Der Pro Evo 3 kostet 500 €, hat einen Carbon-Rahmen und soll Profis bis zu zwei Minuten Zeitvorteil bringen.

  • Der Volumentreiber: Der günstigere Adizero Evo SL profitiert vom Halo-Effekt. Ende 2025 lag er schon nah an 10 Mio. verkauften Paaren.

  • Das Franchise: Adidas baut rund um Adizero ein ganzes System auf. Vier Ebenen: Profischuhe, Massenmodelle, Trainingsschuhe und (neu) Schuhe für Para-Athleten. Ähnlich wie bei den Retro-Modellen mit unterschiedlichen Preispunkten und Zielgruppen.

  • Aber die Konkurrenz schläft nicht: Nike hat ähnliches Carbon-Potenzial und Hoka und On kämpfen um Marktanteile.

Und mit ca. 27 Mrd. € Börsenwert liegt das KGV bei 17. Verglichen mit dem geplanten operativen Gewinn von über 2 Mrd. € wirkt das günstig, zumal die Fußball-WM ansteht (14 Teams in Adidas). ABER: Sport bleibt ein Trendbusiness. Wenn der Trend kippt, geht's schnell bergab. Fragen kann man bei Nike, Under Armour oder Lululemon.

Zum Podcast

In der Kurz-Analyse:

David gegen ZYN-liath

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Moralisch schwierig, aber für wiederkehrende Umsätze gibt's kaum ein besseres Produkt als eins, das süchtig macht. Trotzdem ist die Zahl verkaufter Zigaretten in den USA von über 200 Mrd. Stück (2020) auf unter 150 Mrd. Stück (2024) gefallen. Die vermeintlich gesündere Alternative: Nikotinbeutel. 2024 wurden in den USA knapp 14 Mrd. Pouches verkauft, 2028 sollen es schon 40 Mrd. sein.

 

Wie realistisch ist das? In Schweden haben Snus (Nikotinbeutel mit Tabak) vor rund 30 Jahren angefangen, Zigaretten zu verdrängen. Heute konsumieren mehr Schweden Snus als Zigaretten. Die USA stehen ungefähr da, wo Schweden Anfang der 2000er war.

  • Der Platzhirsch: Philip Morris hat 2022 Swedish Match für 16 Mrd. $ übernommen und damit die Marke ZYN. Über 60% Marktanteil in den USA. Aber bei 40 Mrd. $ Gesamtumsatz machen Pouches weniger als 7% aus.

  • Der Pure Play: Turning Point Brands (1,5 Mrd. $ Börsenwert) kommt ursprünglich aus Longpapers und Kautabak. Durch dieses Geschäft hat die Firma ein Vertriebsnetz zu US-Tankstellen aufgebaut und nutzt das jetzt für zwei eigene Pouch-Marken: FRE und ALP.

  • Der Tucker-Faktor: ALP ist ein 50/50 Joint Venture mit Tucker Carlson. Der Ex-Fox-News-Moderator hat Millionen Zuschauer pro Folge und macht Werbung für die Beutel.

  • Das Wachstum: Knapp 500 Mio. $ Umsatz in 2025, das Wachstum kommt fast komplett aus den Pouches. Das Management peilt knapp 50% Wachstum im Segment an und will bis 2030 auf 10% Marktanteil kommen.

ABER: Der Kurs ist in drei Monaten um 30% eingebrochen (KGV bei 25). Grund ist die FDA. Die US-Behörde wird bei Neuzulassungen zögerlicher, weil Frucht- und Minzgeschmäcker auch Jugendliche anziehen könnten. ZYN hat für viele Produkte schon eine volle Zulassung und darf in Supermärkten verkauft werden. FRE und ALP laufen fast nur über Tankstellen, Online und Tabakshops, weil große Einzelhändler nur FDA-autorisierte Produkte führen wollen. Im schlimmsten Fall wird die Zulassung komplett abgelehnt. Das wirkt aktuell nicht extrem wahrscheinlich, sollte man aber auf dem Schirm haben.

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Auflösung: Es handelt sich natürlich um Intel. Zuletzt hat der Konzern die Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn massiv übertroffen, weil die Nachfrage nach CPUs durch die Decke geht. Die US-Regierung hat im Sommer 9 Mrd. $ in Intel investiert, um die technologische Unabhängigkeit der USA zu sichern. Guter Deal. Hier könnt ihr mehr dazu lesen. 

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