Good News für alle Discounter-Fans: Ihr könnt vielleicht bald in KiK investieren.
Die Haub-Familie denkt darüber nach, ihre Handelsketten KiK und OBI für insgesamt rund 2 Mrd. € an die Börse zu bringen.
Was war los gestern?
(Stand 25.03.2026, 22:00 Uhr)
DAX
22.957
+1.41%
STOXX 50
5.649
+1.22%
S&P 500
6.592
+0.54%
NASDAQ
21.930
+0.77%
Bitcoin
71.025 $
+0.71%
ARM
157 $
+16.38%
Zahl des Tages:185%. So schnell ist Pop Mart letztes Jahr gewachsen, vor allem dank des Labubu-Hypes. Trotzdem hat die Aktie gestern 20% verloren. Warum? Erstens lag das Wachstum sogar leicht unter den Erwartungen. Zweitens (und das ist der wichtigere Punkt): Investoren wollen sehen, dass Pop Mart neben Labubu neue Marken aufbaut, weil der Hype nicht ewig halten wird. Genau da hakt's aber. Andere Marken wie Molly haben ihre Umsatzziele verfehlt.
Thema des Tages:
Personal ist nicht egal
Drei Geschichten, die das Personalwesen schreibt:
Nr. 1: Meta
Zum ersten Mal seit dem IPO 2012 hat Mark Zuckerberg seinen wichtigsten Managern Aktienoptionen versprochen, die nur was wert sind, wenn der Kurs bestimmte Marken knackt. Für die erste Marke muss sich der Börsenwert fast verdoppeln, für die letzte auf knapp 10 Billionen Dollar steigen. Mark kriegt übrigens nix.
Erreicht Meta die 10.000 Mrd. $, nehmen die Vorstände für Finanzen, Technologie, Produkt und Operations jeweils rund 1 Mrd. $ mit nach Hause. Andere Kurs-Niveaus könnt ihr hier nachrechnen.
Parallel dazu hat Meta gestern übrigens hunderte Jobs in verschiedenen Abteilungen gestrichen.
Nr. 2: On (-11%)
Martin Hoffmann verlässt On nach 13 Jahren als Finanzchef und fünf Jahren als CEO. Stattdessen kommen die Gründer David Allemann und Caspar Coppetti als Doppelspitze zurück. Eigentlich mag die Börse gründergeführte Firmen. Aber unter Hoffmann ist es sehr gut gelaufen und der Wechsel kommt überraschend.
Nr. 3: Disney
Josh D'Amaro ist erst seit dem 18. März Disney-CEO und hatte in seiner ersten Arbeitswoche direkt zwei Rückschläge.
Epic Games hat 1.000 Mitarbeiter entlassen, weil die neue Version von Fortnite gefloppt ist. D'Amaro war der Dealmaker hinter Disneys 1,5 Mrd. $ Investment in Epic Games. Und dann hat OpenAI seine Video-KI Sora eingestellt, mit der Disney einen großen Deal abgeschlossen hatte. Disney-Charaktere in Sora, dazu 1 Mrd. $ Investment in OpenAI. Alles vom Tisch.
Was sonst noch los war:
Arm (+16%) hat mit seinem neuen KI-Chip doch noch positiv überrascht. Dazu hat das Management sehr ambitionierte Umsatzziele ausgegeben. Chip-Analyst Ben Bajarin hat vorgerechnet, dass die Expansion Arm bis 2031 auf rund 9 Mrd. $ Nachsteuergewinn bringen könnte. Bei einer Bewertung von schon jetzt 170 Mrd. $ ist das kein Schnäppchen, aber deutlich mehr als Analysten bisher erwartet haben. Prognosen bis 2031 in der schnelllebigen Chipwelt sind aber mit Vorsicht zu genießen.
Pinduoduo (+5%) ist letztes Quartal 12% gewachsen und hat das Wachstum damit das dritte Quartal in Folge beschleunigt. Haupttreiber: die internationale Tochtermarke Temu.
Sturm, Ruger (+7%) hat profitiert, weil Beretta aus Italien (der älteste Waffenhersteller der Welt) seinen Anteil von knapp unter 10% auf 30% ausbauen will.
Monster und Celsius haben in den letzten Tagen leicht verloren, weil Costco mit seiner Eigenmarke Kirkland einen Energy Drink rausgebracht hat, der natürlich viel günstiger ist. Und er sieht auch noch verdächtig ähnlich aus wie Celsius.
In der Kurz-Analyse:
Straßenkehrer
Jennifer Sherman hat sich in 20 Jahren von der Unternehmensanwältin zur Chefin von Federal Signal hochgearbeitet. Seit sie 2016 als CEO übernommen hat, haben Investoren mit der Aktie 700% gemacht (über 20% pro Jahr).
Das Business klingt erstmal langweilig: 85% vom knapp 2 Mrd. $ Umsatz kommen von Straßenkehrmaschinen, Muldenkippern und Müllfahrzeugen. Alles, was Städte und Bauunternehmen brauchen, um Straßen und Kanäle sauber zu halten. Der Rest kommt von Lichtbalken oder Sirenen für Polizei und Feuerwehr.
Was das Wachstum treibt:
Infrastruktur-Boom: Federal profitiert von den US-Infrastrukturinvestitionen und strengeren Umweltauflagen. Flotten müssen modernisiert werden, im letzten Jahr ist der Umsatz 20% gewachsen.
Versteckter Wachstumsmotor: In den USA liegen 30 Mio. km Kabel und Leitungen unter der Erde, mit dem Glasfaserausbau werden es mehr. Wenn man die reparieren will, würde ein Bagger sie zerstören. Mit den Trucks von Federals Marke Truvac kann man den Boden per Hochdruckwasser oder Luftdruck lösen und absaugen. Federal sieht sich als Marktführer in dieser Nische.
Buy and Build: 16 Übernahmen im Fahrzeug-Bereich seit 2016, zuletzt den Müllfahrzeug-Hersteller New Way Trucks für 400 Mio. $. Das kostet: knapp 500 Mio. $ Schulden, bei 7 Mrd. $ Börsenwert aber verkraftbar.
Das KGV von 23 entspricht dem Schnitt der letzten vier Jahre. Auch dieses Jahr soll der Umsatz wieder um die 20% wachsen. Man sollte aber auf dem Schirm haben: Der Auftragsbestand geht zurück. Bereinigt um Übernahmen war er zuletzt 12% im Minus.
Der Bitcoin dümpelt seit Wochen um die 70.000 $, aber er fällt eben nicht stark darunter. Genau das ist das Hauptargument von Bernstein für ein neues Kursziel: 150.000 $.
Die Logik: In früheren Zyklen ist der Kurs viel stärker abgeschmiert. Dass das diesmal nicht passiert, zeigt laut Bernstein, dass mehr stabiles, institutionelles Geld im Markt ist. Dazu liegen 60% aller Bitcoins in langfristigen Wallets und sind seit über einem Jahr nicht getradet worden.
Wir wären mit so Prognosen vorsichtig, aber spannend ist es.
Was war sonst so los?
Robinhood (+5%) hat gestern ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. $ angekündigt. Vielleicht ein Zeichen, dass das Management die Aktie zu günstig findet, nachdem sie in den letzten 3 Monaten 40% verloren hat. Allerdings entspricht die Summe nur knapp 2% vom Börsenwert (66 Mrd. $).
Indirekt schlechte Nachrichten gab's für Circle. Deren größter Konkurrent Tether hat angekündigt, einen Vertrag mit einer der Big-Four-Wirtschaftsprüfer zu haben (EY, PWC, Deloitte oder KPMG). Bisher war Tethers fehlende Transparenz ein Vorteil für Circle. Wenn Tether jetzt seriöser wird, könnte das Circle wehtun.
Und zum Schluss noch eine politische Story: Trump hat doch gedroht, die größten Kraftwerke im Iran anzugreifen. Das würde nicht nur der Stromversorgung schaden, sondern auch eine Einkommensquelle abdrehen.
Der Iran hat in den letzten Jahren eine riesige Bitcoin-Mining-Industrie aufgebaut, um Sanktionen zu umgehen. Laut Manager Magazin können iranische Miner Bitcoins für unter 2.000 $ produzieren (aktueller Wert: das 35-fache). Dazu hat der Iran Bitcoins in Stablecoins umgewandelt und sich so Zugang zu frischen Dollars verschafft.
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